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Bild (1/1): AC Ace Bristol (1954) - am Bergrennen Arosa ClassicCar 2011 (Startnummer 322) (© Bruno von Rotz, 2011)
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  • AC Ace Bristol - einer der besten Sportwagen der Welt

    Erstellt am 8. Mai 2015
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (52)
    Bruno von Rotz 
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    Nur wenige Sportwagen der frühen Fünfzigerjahre fuhren schneller als 160 km/h und kaum einer war mit Einzelradaufhängungen ausgerüstet wie der Ace, den die kleine britische Firma A.C. Cars aus Thames Ditton an der London Motorshow im Jahr 1953 vorstellte.

    AC Ace Bristol (1960) - dieser Ace wurde bei der Restaurierung etwas verlängert, um den Beinen mehr Platz zu geben
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Vom Special zur Serie

    Dass AC einen derartig modernen Sportwagen präsentieren konnte, während grössere und finanzkräftigere Konkurrenten noch immer mit Vorkriegskonzepten auf Kundenfang waren, war das Produkt von Zufall und vielleicht Fügung.

    John Tojeiro war der Mann, dem AC den Ace zu verdanken hatte. Tojeiro hatte nämlich 1952 von Cliff Davis, einem Autohändler und Rennfahrer, den Auftrag erhalten, einen Special mit einem kräftigen Motor zu bauen. Nur zu gerne kam der begnadete Ingenieur Tojeiro diesem Wunsch nach, konstruierte ein Rohrrahmen-Fahrgestell, setzte den Zweilitermotor von Bristol hinein und liess die Karosseriedengler von Gray and Rich Panelcraft eine Aluminiumhaut darüberziehen, die an italienische Barchettas wie den Ferrari 166 MM erinnerte. Der Wagen wurde als “LOY 500” zugelassen und zeigte sich an Rennveranstaltungen erfolgreich.

    Zufälligerweise befand sich Tojeros Werkstatt in unmittelbarer Nähe Ernie Baileys Firma, wo AC die Karosserien für die Nachkriegs-Modelle fertigen liess. Da die bisherigen Modelle sich nicht mehr gut verkauften, benötigte AC ein neues Modell, Tojeiro und Bailey waren an Aufträgen interessiert und so nahm man den Tojeiro-Bristol als Basis des zukünftigen Serienmodells. Als Gegenleistung erhielt Tojeiro 5 £ Lizenzgebühren pro Auto, allerdings nur für die ersten 100 Exemplare.

    AC Ace (1954) - eng an das Design von Tojero angelehnt, noch vor dem Redesign
    © Archiv Automobil Revue

    Sensationelle Präsentation in London

    In wenigen Monaten wurde der Wagen für AC umgemodelt, so dass nun ACs eigene Zweiliter-Sechszylinder-Maschine im Bug Eingang fand, die Aluräder durch Speichenräder ersetzt wurden sowie einige weitere Dinge für die Verwendung auf öffentlichen Strassen angepasst und perfektioniert wurden. An der Karosserieform änderte man (vorerst) kaum etwas und im Oktober 1953 stand der neue AC Ace auf der London Earls Court Motor Show. Und wurde eifrig bewundert.

    AC Ace (1954) - das unverkleidete Chassis an der London Motor Show im Jahr 1954, dahinter das neue Coupé Aceca
    © Archiv Automobil Revue

    Mit rund 75 PS war der Ace rund 166 km/h schnell, rund 11 Sekunden dauerte der Sprint von 0 auf 60 Meilen pro Stunde. Die Presse reagierte sehr positiv, mit £ 1439 war der Wagen aber ziemlich teuer.

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    Designmodifikationen und mehr Leistung

    Im Jahr 1954 bereits passte der AC-Mitarbeiter Alan Turner die Optik des kompakten Roadsters an, indem er vor allem die Frontgestaltung änderte, die dann die nächsten neun Jahre Bestand haben sollte. Gleichzeitig entstand auch ein Coupé genannt Aceca, das sich vom Roadster durch ein Fliessheck-Blechdach unterschied.

    AC Ace (1954) - eleganter Roadster mit Aluminiumkarosserie
    © Archiv Automobil Revue

    Noch immer aber war die Leistungsausbeute vor allem im Vergleich zum Preis etwas mager, so dass man sich 1957 an die Anfänge zurückerinnerte und schliesslich mit Bristol einen Vertrag für die Lieferung von Reihensechszylindermotoren unterschrieb, der zwar den Wagen weiter verteuerte, gleichzeitig aber auch leichter und schneller machte.

    AC Ace Bristol (1960) - 106 PS leistete der Zweiliter in der Standardausführung, es durften aber auch 130 oder 150 PS sein
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die BMW-Gene des Motors

    Der Zweiliter-Motor von Bristol blickte zu jener Zeit bereits auf eine längere Geschichte zurück. Entstanden war er nämlich vor dem Krieg bei BMW. Für die Konstruktion der Nachkriegsvariante zog man den BMW-Mann Dr. Fritz Fiedler, der dank ein paar Gesprächen hinter verschlossenen Türen frühzeitig aus der Internierung entlassen wurde.  Bereits 1946 lief der erste neue Motor auf dem Prüfstand und ein Jahr später startete die Serienfertigung. 1971 cm3 gross war der Hubraum, mit Solexvergasern leistete das Aggregat rund 106 PS bei 5000 Umdrehungen. Dazu genoss der Motor den Ruf eines langlebigen und zuverlässigen Triebwerks.

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    Auch für den Heimwerker

    In seiner Seele war der AC Ace auch mit Bristol-Motor ein einfach gebauter Sportwagen geblieben. Kein Wunder schrieb die Zeitschrift Autocar in ihrem Test im Jahr 1958:
    “Für diejenigen, für die schnelles Autofahren Erholung bedeutet, kombiniert der AC Ace Bristol schiere Geschwindigkeit und stupende Beschleunigung mit sehr sicheren Fahreigenschaften, superben Bremsen und erstklassiger Lenkwirkung ... Für Besitzer, die Wartung und Unterhalt selber übernehmen, offeriert der Ace eine einfache Konstruktion und eine Zugänglichkeit zur Technik wie kein anderer Sportwagen ...”

    Tatsächlich erklärte das Handbuch sogar komplexe Eingriffe und mit dem Auto erhielt der Käufer auch ein umfangreiches Werkzeugset.
    9,1 Sekunden nahm sich der Ace Bristol für die Beschleunigung von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (96 km/h), die Höchstgeschwindigkeit lag bei fast 190 km/h.

    Erfolgreich, aber nicht in Zahlen

    735 AC Ace (und 326 Acecas) wurden zwischen 1953 und 1963 gebaut, die letzten 47 wurden mit einem von Rudd auf sportwagengerechte Leistung gebrachten Ford-Zephyr-Reihensechszylinder mit 2,6 Liter Hubraum ausgerüstet, da Bristol die Produktion des eigenen Motors 1961 aufgegeben hatte.

    Viele AC Ace wurden vom Amateuren im Rennsport eingesetzt, aber auch das Werk nutzte den Motorsport frei nach der Devise “win on Sunday, sell on Monday” (siege am Sonntag und verkaufe am Montag). 1957 wurde ein AC Ace Bristol Zehnter bei den 24 Stunden von Le Mans, 1958 schauten die Plätze 8 und 9 heraus, 1959 feierte man den Klassensieg und den siebten Gesamtrang. In jenem Jahr standen übrigens Caroll Shelby und Roy Salvadory zuoberst auf dem Treppchen und eben dieser Herr Shelby kombinierte wenige Jahre später ja den AC Ace mit amerikanischer V8-Power und kreierte so die AC (oder Shelby) Cobra.

    Ein ganz spezielles Exemplar

    AC Aces waren keine gehätschelten Autos, sie wurden meist hart herangenommen, als Alltagsauto und als Rennwagen. Der für diesen Artikel portraitierte Wagen (2983 PX) macht hier keine Ausnahme. Während man über die ersten drei Jahre wenig weiss, ist die Zeit von 1963 bis 1975, als der Wagen im Besitz von Mike Fulford war, bestens dokumentiert. Fulford setzte den Wagen bei Bergrennen und auf der Rundstrecke ein, nutzte ihn aber auch für Ferienfahrten und im Alltag. Als der alte Motor müde wurde, setzte Fulford einen Daimler V8  mit 2,5 Litern Hubraum anstelle der Bristol-Maschine ein, eine durchaus aufwändige Transplantation, die in Testfahrten um Mitternacht mit offenem Auspuff endete, was einigen Nachbarn sicher übel aufstiess.

    AC Ace Bristol (1960) - die ganze Karosserie besteht aus Aluminium-Blech
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Fulford war es auch, der sich nicht scheute, im AC eine rund 3000 km lange Urlaubsfahrt nach Spanien zu unternehmen, bei der der Anlasser schon früh seinen Dienst versagte und der Ace somit immer angeschoben werden musste.

    Im Jahr 1975 wechselte der Ace dann den Besitzer, verbrachte sogar einige Jahre in Neuseeland. 1990, in der Hand des aktuellen Eigners, wurde der Wagen dann über drei Jahre komplett restauriert, erhielt einen Bristol-Sportmotor (100D2) mitsamt einem Getriebe mit kurzer Übersetzung und Overdrive. Und war damit wieder bereit für Einsätze bei Oldtimer-Rallyes.

    AC Ace Bristol (1960) - Platz für Zwei
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard
    Heel Porsche Fahrer Banner: Porsche Fahrer

    Einer der besten Sportwagen der Welt?

    John Bolster, ein Doyen des englischen Autojournalismus, nannte den AC Ace Bristol einst einen der besten Sportwagen der Welt. Die Erwartungen sind also hoch, wenn man sich in die Sessel des flachen Roadsters setzt. Und sie werden sogar übertroffen, denn dieser Ace fühlt sich vom Start weg richtig gut an.

    Ungefiltert und direkt lässt er den Fahrer die Strasse fühlen, der Reihensechszylinder entfaltet sein melodiöses Lied, ohne übermässig laut zu werden.

    Die Sitzposition mag anfänglich etwas ungewohnt aufrecht wirken, aber damit arrangiert man sich schnell. Das Getriebe lässt sich exakt und knackig schalten, kein Wunder, führt der Schalthebel doch fast direkt ins Getriebe. Die Bremsen verzögern wirkungsvoll, aber die Lenkung ist ein wahres Gedicht, direkt genug ausgelegt ohne kraftzehrend zu werden.

    AC Ace Bristol (1960) - da ist nur das dran, was man wirklich zum Fahren braucht
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Das niedrige Gewicht von rund 800 kg (trocken) und die kompakten Aussenmasse (Länge 378 cm, Breite 151 cm) machen das Fahren dank gut am Gas hängendem, kräftigem Motor auch auf engen Bergstrassen zum reinen Vergnügen.

    Man kann die Begeisterung der damaligen Tester sofort nachvollziehen und aus heutiger Sicht dürfte der AC Ace auch manchen Nachfolger schlagen, wenn es um die reine Fahrfreude geht. Und wenn er steht, gehört er sowieso zu den schönsten Nachkriegssportwagen überhaupt.

    Wir danken Franks Originale für das Zurverfügungstellen des Fotoobjekts.

    AC Ace Bristol (1960) - die Bristol-Variante war deutlich teurer als der AC-Vorgänger
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Weitere Informationen

    • AR-Zeitung Nr. 46 / 1953 vom 28.Okt.1953 - Seite 11: Die Londoner Automobilausstellung 1953

    • The Autocar Issue November 7th, 1958, ab Seite 744: Test AC Ace Bristol
    • Sports Car Illustrated Issue August 1956, ab Seite 12: Road Test - the reliable AC Ace
    • Oldtimer Markt Heft 4/1999, ab Seite 40: Blickfang AC Ace  / Le Mans
    • Classic Cars Issue July 1988, ab Seite 26: AC Ace Test
    • Classic Cars Issue July 1993, ab Seite 36: We drive AC Ace 1959 and Cobra 1993

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    Neueste Kommentare

     
     
    Beat Schirmer:
    22.05.2015 (17:34)
    Traumhaft - kurz, leicht und schnell. Schön, wer sich einen AC Bristol leisten kann und einen bekommt. Ohne Schrauberfähigkeiten und Abstellplatz für ein weiteres Fahrzeug begnüge ich mich - ganz pragmatisch - mit einem Mercedes SLK 350, der ausser leicht in moderner Form einen vergleichbaren Charakter hat.
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