Mit dem werksunterstützten Porsche 356 SL erzielt der Sportwagenhersteller bei den 24 Stunden von Le Mans den ersten Klassensieg der Marke auf internationaler Bühne. Es ist der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die sich auf Rundstrecken, bei Rallyes, Bergrennen und Langstreckenklassikern fortsetzt. Im Werkssport wie im Kundensport, der bis heute ein wesentlicher Teil des Porsche Motorsports ist. Das Porsche Museum widmet diesem Weg die Sonderausstellung „Raceborn – 75 Jahre Porsche Motorsport“. „Porsche ist Motorsport. Und Motorsport hat Porsche zu dem gemacht, was wir heute sind. Diesem Vermächtnis und unserer Mission für die Zukunft widmen wir eine Sonderausstellung, die das Spektrum dieses besonderen Teils unserer DNA zeigt“, kündigt Achim Stejskal, Leiter Porsche Heritage und Museum, an.
Rennlegenden am Start
Die Sonderausstellung wurde eröffnet mit den bekannten Rennlegenden Hans-Joachim Stuck, Marc Lieb, Rallyelegende Walter Röhrl und Timo Bernhard. Das Porsche Museum wagt hierbei neue gestalterische Wege: Ein rotes Band zieht sich wie eine Rennstrecke durch die Architektur des Museums und macht Geschwindigkeit und Dynamik im Raum erfahrbar. Es nimmt Fluchten und Neigungen des Gebäudes auf und führt die Besucher durch sechs Themenbereiche der Sonderausstellung: Rennklassen, Vielfalt, Innovationen, Meilensteine, Menschen und Reglements. Diese Facetten betrachten den Motorsport aus unterschiedlichen Winkeln. Sie erklären, warum ein Reglement Entwicklung auslöst und nicht nur begrenzt.
Technisch, historisch, sinnlich
„75 Jahre Porsche Motorsport präsentieren sich den Besuchern in der Ausstellung aus immer neuen Perspektiven“, sagt Tanja Schleicher, Kuratorin im Porsche Museum. „Wir lösen uns bewusst von einer chronologischen Abfolge von Erzählungen und zeigen Motorsport vielmehr als identitätsstiftende Haltung. Als etwas, das Menschen bewegt und verbindet. Die Exponate selbst werden Teil eines größeren Zusammenhangs: technisch, historisch und zugleich sinnlich wie erzählerisch erfahrbar.“
Facetten des Motorsports
Insgesamt 31 Fahrzeuge bilden die Grundlage der Sonderausstellung, werden jedoch nicht als Einzelobjekte betrachtet. Jedes Fahrzeug verweist auf ein Umfeld: auf eine Rennserie, eine technische Aufgabe, eine Ära, ein Reglement, ein Team. „Jedes Fahrzeug erzählt eine eigene Facette des Motorsports – vom Leichtbau über die Aerodynamik bis zur Robustheit, die im Renneinsatz entscheidend ist“, erklärt Schleicher. Historische und aktuelle Rennwagen treten in der Ausstellung immer wieder in Dialog.
Motorsport der Zukunft
Der Rundgang beginnt mit einem Prolog und führt dann in die aktuellen Rennklassen wie Formel E, Prototypen- und Langstreckensport, GT-Sport, Markenpokal und Breitensport. So verweist der 356 SL auf den frühen internationalen Erfolg, während das Formel-E-Fahrzeug 99X Electric sichtbar macht, wie sich der Motorsport unter veränderten technischen Rahmenbedingungen weiterentwickelt. Der Porsche 963 steht für die heutige Prototypen- und Langstreckenwelt. Studien wie der Cayman GT4 e-Performance geben den Besuchern eine Vorstellung davon, wie Zukunftsfragen im Motorsport erprobt werden können. „Diese Fahrzeuge stehen nicht für Gegensätze von Vergangenheit und Zukunft. Sie geben jeweils eigene Antworten auf die Anforderungen ihrer Zeit“, sagt Schleicher.
An fünf Abenden im Jahr lädt das Porsche Museum Interessierte zu Motorsportgesprächen ein. Bei den Talks sprechen die Gäste unter anderem über historische Rennfahrzeuge, Formel E und die Arbeit im Motorsport. Nähere Informationen zu den Gästen und Tickets stehen auf der Webseite des Porsche Museums zur Verfügung.

















































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