Als erster deutscher Hersteller brachte Opel im April 1999 einen Kompaktvan von unter 4,50 Metern Länge auf den Markt. Der im Oktober 1998 auf der Mondial de l'Automobile in Paris präsentierte Opel Zafira basierte auf der T-Plattform des Opel Astra, jedoch mit einem von 261 auf 269 cm verlängerten Radstand, und trat mit Motoren von 82 bis 200 PS vornehmlich gegen französische und japanische Konkurrenz wie Renault Mégane Scénic und Mitsubishi Space Star an.
Obwohl er den Opel Astra Caravan in der Gesamtlänge nur um drei Zentimeter übertraf, bot der Zafira doch deutlich mehr Innenraum. Neben sieben statt fünf serienmässigen Sitzplätzen bot er alternativ auch bis zu 1700 Laderaum (statt 1500 beim Kombi). Alleinstellungsmerkmal des Zafira war das von Porsche entwickelte System Flex7. Anders als bei den Konkurrenten, bei denen zur Laderaumerweiterung die Sitze ausgebaut werden mussten, konnten sie beim Zafira einfach umgeklappt und im Ladeboden versenkt werden.
Dank Feinschliff im Windkanal konnte der cw-Wert des Zafira auf 0,33 reduziert werden, was Spitzenwert in seiner Fahrzeugklasse war. Neben dem Werk Bochum wurde Opels Kompaktvan auch in Thailand und Brasilien gefertigt, wo er als Chevrolet Zafira verkauft wurde. Neben dem üblichen Vauxhall-Ableger für den englischen Markt gab es darüber hinaus den Holden Zafira für Australien. In Japan war der Astra-Van obendrein nicht nur als Opel Zafira, sondern auch als Subaru Traviq erhältlich.
In Bochum und Rayong (Thailand) endete die Produktion im Mai 2005 nach rund 1,5 Millionen Exemplaren. Davon entfielen nur etwa 12'000 Stück auf die heisse OPC-Variante mit 200 PS. In São José dos Campos lief der Zafira hingegen noch bis 2012 vom Band. Zumindest die eurasischen Opel Zafira A sind damit schon fast alle im Youngtimer-Alter angekommen.








































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