Zwei Jahre mussten die Fans des Oldtimer Sunday Morning Treffens warten, bis sie sich wieder in den Stierenstallungen in Zug einfinden konnten. Veranstaltung um Veranstaltung musste Organisator Robi Hümbeli in den Corona-Jahren 2020 und 2021 absagen.
Am 15. Mai 2022 endlich waren alle Einschränkungen Geschichte und die Oldtimer- und Youngtimer-Besitzer fuhren in Scharen in Zug ein. Und sogar das Wetter machte mit, als hätte es nie einen Winter gegeben. Sonnenschein und Temperaturen wie im Sommer lockten.
Masse...
Schon bald nach “Toröffnung” um 09:30 war der grosse Platz zwischen den Stierenstallungen voll und es musste auf einen zweiten Parkplatz vis-à-vis ausgewichen werden. Bis Mittag war ein ständiges Kommen und Gehen und insgesamt dürften sicherlich über 1000 alte Autos den Weg nach Zug gefunden haben.
Es war eigentlich fast alles vorhanden, was auch schon vor 40 oder 60 Autos auf den Schweizer Strassen fuhr. Alltagsautos von Fiat, Opel oder Volkswagen waren genauso vertreten wie luxuriösere Limousinen, Cabriolets oder Coupés von Mercedes-Benz, Porsche, Lancia oder Rover. Die Vielfalt war mehr als nur beeindruckend.
…und Klasse
Zwischen dein einstigen Massenverkehrsmitteln, die ja leider auch nicht in riesigen Zahlen überlebt haben, fand sich dann die eine oder andere Rosine, wie man sie damals vermutlich schon kaum je gesehen hat.
Aufgefallen ist etwa eine Osca Barchetta, ein Aston Martin DB4, ein Lamborghini Countach, ein Mercedes-Benz 300 SL Roadster oder ein BMW 2002 turbo.
Die Liste könnte aber fast noch beliebig verlängert werden, denn kaum bog man um eine Ecke, erblickte man schon das nächste Juwel.
Und da immer wieder neue Autos einfuhren, konnte man auch beim x-ten Spaziergang durch die Reihen wieder neue Fahrzeuge erkennen.
Farbenfroh
Es war denn auch ein wirklich farbenfroher Reigen an Automobilen. Als Beispiel sei hier der kleine Ausschnitt an Fahrzeugen genannt, die in grüner Lackierung auffielen. Ob es dabei um eine von Nyffenegger modifizierte Corvette C3,…
…einen VW Käfer…
…oder einen Jeep handelte, Grün war beliebt.
Aber andere Farben genauso und in der Summe dürfte sich fast das ganze Regenbogenspektrum in den Autos in Zug wiedergefunden haben.
Exotisch
Natürlich fehlte es auch an Exoten nicht.
Zu denen gehörte sicherlich der Fiberfab Bonito genauso wie der Spartan Roadster oder der Gilbern Invader.
Und fast jeder konnte vermutlich am Abend von einem Auto erzählen, das er zuvor noch nie in der Realität gesehen hatte. Der eine oder andere dürfte sogar motiviert worden sein, darüber nachzulesen.
Von Käfern, Ponys und Pferdchen
Besonders gut vertreten waren in Zug drei Marken an diesem 15. Mai 2022. Denn drei Clubs hatten ihre Mitglieder dazu aufgerufen, besonders zahlreich an das erste OSMT im Jahr 2022 zu kommen.
Da war einmal der Schweizer Käfer Cabriolet Club, der fast das ganze Spektrum an offenen Käfern präsentieren konnte und dies auch noch in vielen Farben.
Dann zeigten die Mitglieder des Mustang Club of Switzerland die verschiedenen Facetten, die das Thema Ford Mustang zu offenbaren hat.
Besonders gut vertreten waren Mach-1-Modelle, aber sogar die raren Shelby-Varianten waren vor Ort.
Schliesslich sorgte der Porsche Club Glarnerland dafür, dass die Zuffenhausener Modelle 356 und 911 nicht zu übersehen waren.
Ein Volksfest für alle
Die relativ zentrale Lage in Zug erlaubte es nicht nur den Oldtimerfahrern (Alterslimite für das Treffen ist eigentlich 30 Jahre oder Baujahr 1991) zum Treffen zu kommen, sondern auch Zuschauer aus nah und fern, die einfach wieder einmal alte Autos anschauen und daran schnuppern wollten.
Das Gastronomieangebot stellte sicher, dass niemand hungrig nachhause gehen musste und der Soft-Ice-Stand wurde natürlich besonders stark belagert. Die kleinen Kinder freuten sich an den vielen farbigen kleinen Autos, die grossen Kinder an PS-starken Amerikanern oder urigen Motorrädern. Es war für jeden etwas dabei.
Ein gutes Omen
Insgesamt darf diese Austragung des Oldtimer Sunday Morning Treffens in Zug sicherlich als gutes Omen für die Oldtimer-Szene generell gesehen werden. Das Interesse an den alten Autos ist nachwievor gut und die Motivation, seinen Wagen auch einem grösseren Publikum zu zeigen, ist vorhanden.
Und weil soviele Kinder und Jugendliche vor Ort (und auch in den Autos) waren, muss man sich nach dem Anlass auch ein ganz kleines bisschen weniger Sorgen um den Nachwuchs machen.
Einen guten Überblick über die Veranstaltung, die übrigens 2022 noch viermal – am 12.6., 3.7., 7.8. und 11.9. – auf der Agenda steht, verschafft die umfangreiche Bildergalerie zu diesem Bericht.
P.S. Wie immer hat sich die Zwischegas-Redaktion bemüht, die Fotos so konkret und richtig anzuschreiben wie möglich. Aber manchmal hilft selbst der beste Detektiv-Spürsinn nicht mehr weiter und Marke, Typ oder Jahr sind falsch identifiziert. Umso mehr wird die Mithilfe der Leser geschätzt, wenn sie mit einem Kommentar bessere Informationen zu einem Bild nachreichen. Zwischengas dankt!
































































































































































































































































































































































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