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Mille Miglia 2021 – vieles war neu, die Autos bleiben alt

Erstellt am 24. Juni 2021
, Leselänge 6min
Text:
Daniel Reinhard
Fotos:
Daniel Reinhard 
312

Als erstes überraschte die neue Schriftweise der Traditionsveranstaltung: Anstatt "Mille Miglia" wird jetzt "1000 Miglia" geschrieben. Doch es sollte nicht die einzige Neuerung sein. Doch jetzt erst mal der Reihe nach.

Ausser Konkurrenz - Impressionen von der Mille Miglia 2021
Copyright / Fotograf: 

Andrea Vesco und Fabio Salvinelli (Startnummer 43) gehen als Sieger der traditionellen 1000 Miglia 2021 hervor: Nach fast 1800 km durch einige der schönsten Städte Italiens haben sie die Rallye im Alfa Romeo 6C 1750 Super Sport von 1929 gewonnen.

Die Sieger Andrea Vesco und Fabio Salvinelli im Alfa Romeo 6C 1750 Super Sport (1929) - an der Mille Miglia 2021
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Andrea Vesco hat bereits drei Siege auf seinem Konto, alle mit dem gleichen Fahrzeug. Nach den Erfolgen mit Andrea Guerini, im letzten Jahr mit seinem Vater Roberto, gewann er jetzt zusammen mit seinem Beifahrer Fabio Salvinelli: "Es ist immer eine grosse Genugtuung, auf der obersten Stufe des Podiums zu stehen, vor allem hier in Brescia, meiner Heimatstadt", sagt der Fahrer gerührt. "Ein grosses Lob für dieses wichtige Ergebnis gebührt dem Auto, das uns nun schon das vierte Jahr auf den Etappen der schönsten Rallye der Welt begleitet hat. Dieses Jahr wurde die Rallye erst auf den allerletzten Etappen entschieden, wo wir es geschafft haben, die bis dahin in der Wertung führende Crew am Ende doch mit nur drei Punkten Vorsprung zu schlagen. Ein grosses Kompliment an unsere Gegner, denn sie haben sich wacker geschlagen und das diesjährige Rennen unglaublich eng und spannend gemacht. Ein besonderer Dank geht an meinen Vater, der uns im schwierigsten Moment aus weiter Ferne bei der Reparatur unseres Alfa Romeos über das Telefon geholfen hat".

Die diesjährige Ausgabe, die sich durch sehr gutes Wetter auszeichnete, war manchmal hart an der Grenze infolge der Sommerhitze und durch eine herausfordernde Strecke, inklusive den drei Pässen von Cisa, Futa und Raticosa, die zum ersten Mal komplett befahren wurden. Eine Besonderheit, die alle Mannschaften im Rennen zufrieden gestellt, aber auch extrem herausgefordert hat.

Lancia Lambda Spider Casaro (1929) - an der Mille Miglia 2021
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Die zweite Position erreichten Andrea Luigi Belometti und Gianluca Bergomi, mit ihrem Lancia Lambda Spider Casaro von 1929 (Startnummer 41). Belometti: "Jetzt werde ich so tun, als würde ich mich über meinen zweiten Platz freuen ... im Ernst, so sind Rallyes und wir müssen das Endergebnis akzeptieren. Wir alle kennen den Sieger, Andrea Vesco, gut zu wissen, wie stark er ist, also ist es okay. Wir blieben über alle vier Tage konkurrenzfähig und das ist das Wichtigste für uns. Wir sehen uns bei der nächsten 1000 Miglia".

Der dritte Platz ging an Gianmario Fontanella und Anna Maria Covelli ebenfalls mit einem Lancia Lambda Casaro von 1927 (Startnummer 24), die damit ihre Position aus dem Jahr 2020 bestätigen. "Letztes Jahr sind wir gut gefahren, dieses Jahr war ein fantastisches Rennen, auch wenn es viel schwieriger war. Wir sind sehr zufrieden mit der Position, die wir herausgefahren haben."

Damensieger

Über 45 Fahrstunden durch fast 200 italienische Städte ermöglichten es Silvia Marini und Lucia Filippelli, die "Coppa delle Dame 2021" erneut zu gewinnen: Das Paar, das den Bugatti T40 von 1929 (Startnummer 40) fuhr, belegte den 23. Gesamtplatz.

Bugatti T40 (1929) - an der Mille Miglia 2021
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Die weiteren Podiumsplätze der Coppa delle Dame wurden von Maria und Benedetta Gaburri im Abarth Fiat 750 GT Zagato von 1957 (Startnummer 305) und von Silvia Maria Antonietta Oberti und Caterina Vagliani in einem S.I.A.T.A 300 BC von 1951 besetzt.

Die Niederländer John und Chelly Houtkamp gewannen als erste Ausländer den Nationencup. Das Duo belegte mit einem Alfa Romeo 1750 Super Sport von 1929 (Startnummer 44) den achten Platz.

Internationales Feld

Von den 375 gestarteten Autos überquerten am Ende 341 die Ziellinie.

Bugatti T35 (1925) - an der Mille Miglia 2021
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Dazu gab es wieder eine starke internationale Präsenz: Nach Italien stammten die meisten Teilnehmer aus den Niederlanden (146), gefolgt von den Deutschen (80). Alfa Romeo war die am stärksten vertretene Marke, mit mehr als 50 teilnehmenden Autos und einem visionären Fahrer: John Elkann, Präsident und Geschäftsführer von Stellantis, der in Begleitung seiner Frau Lavinia Borromeo mit einem Alfa Romeo 1900 C Super Sprint von 1956 begeistert die Ziellinie in Brescia überquerte. "Crossing the Future", der Slogan der Ausgabe 2021 der 1000 Miglia, drückte den ursprünglichen Geist der Marke aus, mit der Verbindung von Tradition und Zukunft des Automobils, indem er die Oldtimer und die Elektroautos wie Jaguar I Pace, Mercedes EQA und Porsche Taycan im "1000 Miglia Green Wettbewerb" zusammenbrachte.

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Gaststarter mit Startnummer 1000

Um das unglaubliche Reiseerlebnis zu geniessen, welches die schönste Rallye der Welt seinen Teilnehmern bietet, eröffnete TV-Moderatorin Camila Raznovich, im Cockpit des Alfa Romeo Sport Spider von 1954 mit der Nummer 1000, gefahren von Roberto Giolito, Head of Heritage von FCA, alle Etappen des Wettbewerbs.

Nummer 1000 für den Vorfahrer - Alfa Romeo Sport Spider von 1954 - Impressionen von der Mille Miglia 2021
Copyright / Fotograf: 

"Es war eine wunderbare, aber auch sehr anstrengende Erfahrung. Die Teilnahme an der 1000 Miglia sollte für jeden auf der Liste der Dinge stehen, die man im Leben unbedingt einmal tun sollte", kommentierte Camila Raznovich.

Schnell unterwegs - Ferrari Tribute 1000 Miglia

Ein grosser Erfolg war auch für die Ferrari Tribute 1000 Miglia, die Begleitveranstaltung, die die renommierte internationale Marke, Symbol der italienischen Exzellenz der Welt, der 1000 Miglia widmete. Alberto Ghelfi und Giordano Mozzi siegten mit einem Ferrari 488 Pista von 2020.
Die Preisverleihung fand im Mille Miglia Museum in Brescia statt, in Anwesenheit der Institutionen, der lokalen Behörden und der Ordnungskräfte.

Während der Veranstaltung gratulierte die Ministerin für Affari Regionali e le Autonomie, Mariastella Gelmini, die Organisation beglückwünscht: "Dies ist eine ganz besondere Ausgabe des Wettbewerbs. Wir kommen aus einem sehr schwierigen Jahr und die 1000 Miglia erfüllt unsere Herzen mit Zuversicht für die Zukunft. Dank der Impfungen reagiert das Land wirklich gut und zeigt heute seinen totalen Willen zum Neustart. Wir danken allen Organisatoren für die enorme Arbeit hinter dieser Veranstaltung, die uns stolz auf Brescia macht."

Alfa Romeo 2000 Sportiva (1954) - an der Mille Miglia 2021
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Made in Italy

“Die 1000 Miglia ist ein Ereignis, das nicht nur stark mit dem Gebiet von Brescia verbunden ist, sondern auch als Botschafter des Labels "Made in Italy" die ganze Welt erreicht. Aus diesem Grund wollen wir heute mehr denn je den Weg fortsetzen, den der Automobilclub von Brescia in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brescia und der Regione Lombardia eingeschlagen hat, um die Anerkennung der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit zu erhalten. Unser Ziel ist es, uns auch jährlich zu verbessern”, erklärte “Il Presidente”.

BMW 328 (1938) - an der Mille Miglia 2021
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

"Die Herzlichkeit des Publikums entlang der gesamten Strecke der 1000 Miglia hat diese Ausgabe zu etwas ganz Besonderem gemacht", fügte Franco Gussalli Beretta, Präsident der 1000 Miglia, hinzu. "Die Crews erlebten ein spannendes Rennen mit mehreren Neuerungen, wie zum Beispiel der Fahrtrichtung gegen den Uhrzeigersinn, und zeigten einen konkurrenzfähigen Renngeist, indem sie bis zum letzten Kilometer um das Podium kämpften. Der Abstand zwischen dem Ersten und dem Zweiten war wirklich minimal, und ich möchte allen Teilnehmern dazu gratulieren, dass sie auf dem Weg dorthin grosse Schwierigkeiten überwunden haben."

Zukunftsvisionen

"Dieses Jahr wollten wir vor allem die Verbindung neben Tradition auch eine Projektion in die Zukunft zeigen", sagt Alberto Piantoni, Geschäftsführer der 1000 Miglia.

"'Die Zukunft durchqueren' war das Thema der 1000 Miglia 2021 und wir wollten die Herausforderung annehmen, den Oldtimern, die Elektroautos der "1000 Miglia Green" an die Seite zu stellen, die die gesamte Strecke ohne Schwierigkeiten zurücklegten und dabei konstante Zeiten in Bezug auf die unterschiedlichen Leistungsanforderungen einhielten.
Wir dachten schon im Vorfeld daran, sie als Prüfstand einzubeziehen und heute haben wir die Bestätigung, dass Innovationen in der Welt der Mobilität machbar sind. Die 1000 Miglia bestätigt sich einmal mehr als das Fenster zur Zukunft des Automobils, so wie früher auf italienischen Strassen die ganze Welt das Ergebnis modernster Motorentechnik bewundern konnte."

Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport (1928) - an der Mille Miglia 2021
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von 9e******
25.07.2021 (07:55)
Antworten
Gibt es zur Mille Miglia 2021 eine Ergebnisliste?
Oder eine Starterliste?
Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
25.07.2021 (09:02)
Ja, natürlich. Das Klassement ist als PDF auf der Website der Mille Miglia gespeichert:
https://1000miglia.it/crono/2021/race/1/
Unten unter "classifica finale".
von fa******
07.07.2021 (21:19)
Antworten
Bravo guter Bericht und tolle Fotos. Kompliment!!
Fritz Asbeck
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