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Bild (1/36): Skulptur zu Ehren Bernie Ecclestones - Goodwood Festival of Speed 2017 (© Paul Melbert, 2017)
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Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Ferrari 250 GTE (2+2) (1960-1963)
Coupé, 235 PS, 2953 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Ferrari 250 GT/L Lusso (1962-1964)
Coupé, 240 PS, 2953 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Ferrari 250 GT Serie 2 Pininfarina (1959-1962)
Cabriolet, 240 PS, 2953 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Ferrari Testarossa (1984-1991)
Coupé, 390 PS, 4943 cm3
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Emil Frey Classics - Anneau du Rhin: Emil Frey Classics - Anneau du Rhin
 
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    Goodwood Festival of Speed 2017 – auch nach 25 Jahren immer noch Vollgas

    10. Juli 2017
    Text:
    Martin Schröder
    Fotos:
    Martin Schröder 
    (83)
    Stephanie O'Callaghan 
    (6)
    Presse/Mahindra 
    (5)
    Dominic James 
    (4)
    Jochen Van Cauwenberge 
    (3)
    Nicole Hains 
    (2)
    Stephanie O 'Callaghan 
    (2)
    Sam Todd 
    (2)
    Goodwood FoS 
    (1)
    Steve Stringer 
    (1)
    Jayson Fong 
    (1)
    Drew Gibson 
    (1)
    Paul Melbert 
    (1)
    Werk / Panoz 
    (1)
     
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    Was 1993 als eine Einladung zu einer “Garden Party” mit alten Rennwagen begann, hat sich in den 25 Jahren seines Bestehens zur größten Motorsportveranstaltung der Welt entwickelt. Und dies sowohl was die Anzahl der Zuschauer - 150’000 bis 180’000 - als auch der Teilnehmer und Fahrzeuge anbelangt.

    Nico Rosberg macht von sich und den Fans ein Selfie - Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Dominic James

    Ein Autosalon in Bewegung

    Lord March und sein Team haben die Zeichen der Zeit erkannt und die Veranstaltung von einem Treffen „alter“ Renn- und Sportfahrzeuge zu einer „Moving Motor Show“ weiterentwickelt, die in diesem Jahr Fahrzeuge von 1902 bis 2017 umfasste, vom klassischen Benzinantrieb über den Cummins Diesel von 1952 und den dieselangetriebenen Le-Mans-Sieger Audi R10 von 2006, bis zur Formel E mit Fahrzeugen von Renault und Mahindra. Als Sahnehäubchen für den Rennsport von Morgen wurde schliesslich noch Green4you von Don Panoz gezeigt, der nächstes Jahr die 24 Stunden von Le Mans mit einem vollelektrischen Renner in Angriff nehmen will.

    Auch dieser Panoz Green4you war ausgestellt - Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Werk / Panoz

    Mit dieser Bandbreite der Fahrzeuge, ergänzt um ein großes Motorradfeld und eine eigene Demonstrationsstrecke für Rallyefahrzeuge, sowie mit der Eröffnung des FOS Future-Lab wirkt Goodwood auf elegante Weise dem in der Altautoszene zu beobachtenden Problem der Vergreisung oder des mangelnden Nachwuchses entgegen, unter dem u.a. viele Clubs zu leiden haben.

    Nicht nur die alten müssen sich mal ausruhen - Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Stephanie O'Callaghan

    Das Festival of Speed ist eindeutig eine kommerzielle Veranstaltung, die aber nichtsdestotrotz den ursprünglichen Charakter der “Garden Party” auf sympathische Art beibehalten hat.

    Jung und Alt im Cockpit

    Die Fahrer reichten vom 27-jährigen Finnen Valteri Bottas mit dem aktuellen Mercedes Formel 1 bis zum 81-jährigen Amerikaner George Wingard mit seinem Mercedes Grand Prix von 1914.

    George Wingard - Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Ähnlich decken auch die Zuschauer das Spektrum vom Kinderwagenalter bis zum Greis ab. Sie alle huldigten dem diesjährigen Thema: „Peaks of Performance – Motorsport’s Game Changers“.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Ein Gang durch das Fahrerlager

    Unter derartig vielen Fahrzeugen und Attraktionen ist eine Auswahl naturgemäss immer persönlich gefärbt. Trotzdem picken wir hier in einem Gang durchs Fahrerlager einige Höhepunkte heraus, um die Faszination des Festivals vermitteln.

    Der frühe AFM aus Deutschland

    Alex von Falkenhausen (AFM) gehört neben Ernst Loof (Veritas) und Petermax Müller (VW Spezial) zu den Pionieren des deutschen Rennsports nach Kriegsende. Für die Zweiliterklasse stand der BMW 328 Motor zur Verfügung, für die 1100er-Klasse der VW-Motor.

    AFM intertyp (1947) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Alex von Falkenhausen war sich als Ingenieur der Drehzahlbegrenzung des 328 Motors mit 96mm Hub durchaus bewusst und hatte sich überlegt, durch eine geänderte Kurbelwelle mit einem auf 73mm reduzierten Hub und längeren Pleueln, den Hubraum auf die damals gültigen 1,5 Liter bei gleichzeitig höherer Drehzahl zu verringern.

    Und diesen Motor setzte er dann in den als Intertyp - das bedeutet Einsatz auf der Rennstrecke und der Straße - bezeichneten Zweisitzer ein.

    Der österreichische Restaurator Christian Nell hat die Reste dieses Fahrzeugs gefunden und daraus den hier abgebildeten Renner gebaut.

    Eingesetzt und das erste Mal gefahren hat ihn der Wiener Dieter Quester, eine bekannte Größe mit BMW Wettbewerbsfahrzeugen und Autor des selbstironischen Buches „Wie komm ich bloß vom Rennsport los?“. Wie man sieht, ist es ihm noch nicht ganz gelungen.

    AFM Intertyp (1947) - Unfall von Quester, von der Fernsehwand abfotografiert - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Als echter Racer wollte Quester auch am Zeitfahren, standesgemäß als “Shootout" bezeichnet, teilnehmen. Beim Training gab es dann allerdings ein Ölleck, auf dem er sich drehte und der Wagen für einige Sekunden Feuer fing. Damit hatte sich der Traum auf einen Ehrenplatz im Rauch aufgelöst. Im Training war er mit 77,41 sec für die 1.860m immerhin 29. von 43 Startern, die auf Zeit fuhren. 

    Specials

    Don Lee war ein kalifornischer Unternehmer, der 1947 sowohl einen W154 Mercedes als auch diesen Alfa P3 mit Radverkleidungen in Indianapolis eingesetzt hat. Er schaffte es bis zur 121. Runde. Jahrelang waren Motor und Wagen bei getrennten Besitzern, haben inzwischen aber wohl wieder zusammengefunden.

    Alfa Romeo P3 Tipo B Don Lee Special (1932) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Zu den vielbeachteten Fahrzeugen gehörte der als “Mrs. Jo-Jo” bezeichnete Austin Seven Kompressor von 1924, der links schwarz und rechts weiß lackiert ist und vor dem Motor einen riesigen Kompressor sitzen hat, der dem Motor 60 PS aus 749 ccm einblasen soll.

    Austin Seven Special Kompressor Mrs. Jo-Jo (1924) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Indianapolis-Spezialitäten

    Dieser Ballot von 1920 hat sowohl eine Indianapolis-Geschichte, 7. Platz 1920, 3. Platz 1922, als auch eine europäische in Italien, Frankreich und England. Er ist heute in österreichischem Besitz und befindet sich weitgehend im Originalzustand! Das senkrecht im Heck untergebrachte Reserverad diente als Heckfinne.

    Ballot 3/8 LC (1920) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Und seit einigen Monaten fährt der mit einem Reihenachtzylinder mit obenliegender Nockenwelle ausgerüstete Rennwagen sogar aus eigener Kraft, wie er in Goodwood bewies.

    Cummins Diesel Special Indianapolis (1952) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Eine besonderen Erwähnung wert ist der Cummins Indianapolis-Rennwagen mit Dieselantrieb, der 1952 mit einer Trainingsgeschwindigkeit von 220,8 km/h die Poleposition erreichte. Der Wagen war von der noch heute existierenden Firma Cummins mit einem 6,6 ltr. LKW-Motor ausgestattet worden, der dank Turoboaufladung auf 420 PS kam und durch Verwendung von reichlich Aluminium sehr leicht gebaut war.

    Cummins Diesel Special Indianapolis (1952) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Die Karosserie war auf minimalen Luftwiderstand ausgelegt, der Motor war nach links versetzt eingebaut, um den Schwerpunkt für den Linkskurs zu optimieren.

    Cummins Diesel Special Indianapolis (1952) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Als weiteres Highlight seien die Scheibenbremsen an allen vier Rädern erwähnt.

    Rare Delage Rennwagen

    Eine eigene Klasse war den 1,5 ltr. Delage aus den 20er Jahren gewidmet, jenen in der damaligen Voiturette-Klasse unschlagbaren, noch zweisitzigen Grand Prix- Fahrzeugen mit dem in den Kunstbereich übergehenden 8-Zylindermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Kompressor.

    Delage 1,5 Litre Grand Prix (1926) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Da es sich um einen Zweisitzer handelte, konnte die Kardanwelle zwischen den Sitzen geführt werden und dadurch der Motor sehr tief im Chassis eingebaut werden.

    Zahlreiche Siege waren der verdiente Lohn für eine der fortschrittlichsten Konstruktionen ihrer Zeit. Der herausragende Fahrer dieses Wagens war der Engländer Richard „Dick“ Seaman, der ob seiner exzellenten Fahrweise Alfred Neubauer positiv auffiel, von diesem zu Mercedes geholt wurde und 1938 prompt den Großen Preis von Deutschland gewann.

    Delage-ERA Special 1950 (1925) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Ungewöhnlich war der schwarze 1,5 ltr.-Delage mit der Startnummer 36, der in der Starterliste als Delage/Walker bezeichnet wurde. In der Tat war dieses Exemplar 1950 im Besitz von Rob Walker, der den Wagen mit einem kompressorlosen 2 ltr. 6-Zylinder-Motor von ERA ausrüsten ließ. Daher der viele Platz im Motorraum.

    70 Jahre Ferrari

    Ferrari 125/166 S 1950. Bei näherem Hingucken machte der Wagen zwar einen ziemlich neu gebauten Eindruck, zusätzlich hatte er einen 1950 für die Formal 1 nicht zugelassenen Zweiliter-Motor eingebaut. Trotzdem handelt es sich natürlich um eine 67 Jahre alte Konstruktion und machte dieselben Probleme, die man aus den Vorkriegs- und frühen Nachkriegsjahren kennt und die die man in Abwandlung des Bill Clinton-Ausspruchs „Its spark plugs, stupid“ bezeichnen könnte.

    Ferrari 125 S (1948) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Und so konnten die Zuschauer zusammen mit dem Besitzer die beiden Mechaniker von Hall&Hall beim Kampf mit den Zündkerzen beobachten: 12 Kerzen rausschrauben, inspizieren, 12 neue reinschrauben, Anlassversuche, bis die externe Batterie schwach wurde, das Ganze noch mal .... Später fuhr der Wagen dann .…

    Einzigartige Ferrari Demo am FoS - Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Stephanie O'Callaghan

    Aus den sieben Jahrzehnten Ferrari-Fahrzeugbau waren viele besondere Exemplare vor Ort, natürlich fehlte ein 250 GTO genauso wenig wie ein 330 P4 und eine ganze Phalanx von Formelautos.

    Und weitere Raritäten

    Einen zweiten Blick wert war der Hepworth-Ferguson schon wegen des zweiten Namensteils Ferguson. Denn dieser signalisiert dem Kenner „Allradantrieb“. Und den weist der Einsitzer mit dem hoch eingebauten Chevrolet-Motor auch auf, die Kardanwelle nach vorn wird rechts am Fahrer vorbeigeführt. Der Wagen wurde zu seiner aktiven Zeit als Bergrennwagen eingesetzt.

    Hepworth-Ferguson (1969) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Über hundertjährig ist bereits der Mercedes Grand-Prix-Wagen von 1914, der vom amerikanischen Sammler George Wingard, der auch den 2001 in England aufgetauchten 1913 Blitzen Benz sein eigen nennt, gefahren wurde.

    Honda RA300 (1967) - am Goodwood Festival of Speed 2017
    © Copyright / Fotograf: Martin Schröder

    Ein bedeutendes Beispiel der Dreiliter-Formel-1-Ära ist zweifellos der Honda RA 300 von 1967, der unter dem Motto „Do Whatever it Takes to Win“ entwickelt wurde und mit dem der im letzten Jahr verschiedene John Surtees vor 50 Jahren den zweiten Sieg für Honda holte.