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Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2017 - Aerodynamik und fliessende Eleganz im Einklang

Erstellt am 29. Mai 2017
, Leselänge 10min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Bruno von Rotz 
397

Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este, angesiedelt im Dörflein Cernobbio nahe der norditalienischen Stadt Como, gehört zu den prominentesten Schönheitskonkurrenzen für Autos (und Motorräder) weltweit. Ein Auto, das die begehrte “Best of Show”-Trophäe holt, legt im Wert üblicherweise deutlich zu. Die Teilnehmer reisen aus der ganzen Welt an, um ihren Wagen zu präsentieren, fast 1/3 aller Fahrzeuge stammte im Jahr 2017 aus dem Überseeraum.

Wunderschöne Sport- und Tourenwagen im Park der Villa d'Este - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Traditionell beginnt der Concorso am Samstag mit der nicht öffentlichen Sichtung der Fahrzeuge im Park der Villa d’Este. Abgeschlossen wird diese Präsentation durch eine Promenade an den Jury-Mitgliedern vorbei. Am Schluss dieser Zeremonie wird die Coppa d’Oro vergeben, das geladene Publikum bestimmt damit den aus ihrer Sicht schönsten und reizvollsten Wagen.

Ferrari 365 GTB—4 Competizione (1970) - H-100 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Am Sonntag dann werden die Autos im nahe gelegenen Park der Villa Erba gezeigt, alleine schon bei der Transferfahrt wohnen Hunderte von Zuschauern am frühen Morgen dem Umzug bei und fotografieren mit Handy und Kamera, was die digitale Elektronik hergibt. Ab 09:30 können die Fahrzeuge dann von jedermann, der bereit ist den dafür erforderlichen Eintrittspreis zu bezahlen, bewundert werden. Am Nachmittag werden dann die Klassenrangierungen und der Gesamtsieger (Best of Show) bekannt gegeben.

Beste Wetterbedingungen

Immer wieder war es in den vergangenen Jahren zumindest teilweise feucht, doch am 27. und 28. Mai 2017 zeigte sich das Wetter von seiner besten frühsommerlichen Seite. Es wurde sogar richtig warm, so dass mancher Besitzer eines nicht ganz temperaturstabilen Fahrzeugs Sorgen hatte, ob sein Wagen denn die langsame Runde um das Hotel Villa d’Este wohl überstehen würde.

Die am Concorso vorgestellte BMW-Studie 8 Series Concept wird fleissig abgelichtet - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Die Veranstalter vereinfachten die Prozedur damit, dass sie die meisten Fahrzeuge nur eine halbe Runde fahren liessen. Dann verschwanden die Autos wieder in der Tiefgarage. Nicht alle schafften die halbe Runde, der vor zwei Jahren für teures Geld im Rahmen der Baillon-Sammlung versteigerte Maserati A6G/2000 Gran Sport mit Frua-Karosserie von 1956 blieb kurz nach der Vorbeifahrt stehen.

Der ehemalige Lamborghini-Testfahrer Valentino Balboni hilft dem Maserat-Besitzer - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Hilfe aber nahte, Valentino Balboni, der bekannte frühere Lamborghini-Testfahrer, griff zum Schraubendreher und schliesslich lief der Wagen wieder für die nächsten Meter.

Langstrecken-Schönheiten

Die 51 alten Fahrzeuge (1 Wagen konnte leider nicht antreten) wurden in acht Klassen eingeteilt, innerhalb derer Klassensiege und Ehrenmeldungen verliehen wurden. Den Anfang machte die Klasse “Speed Demons - Endurance Pioneers of the Golden Age” und diese umfasste ein beeindruckendes Spektrum an ehemaligen Renn- und Rekordfahrzeugen.

Ballot 3/8 LC (1920) - A-02 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Der Klassensieger, ein Ballot 3/8 LC von 1920 konnte bereits im Februar 2017 an der Retromobile besichtigt werden. Damals allerdings war der aufwändige Motor - acht Zylinder in Reihe, vier Ventile pro Zylinder, zwei obenliegende Nockenwellen - noch nicht funktionsfähig. Inzwischen konnte der österreichische Besitzer den Antrieb gangbar machen.

Ballot 3/8 LC (1920) - A-02 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Gemäss seiner Aussage ist der montierte Motor der einzige seiner Art, der läuft. Der Wagen starte unter anderem beim Grossen Preis von Italien, in Indianapolis und in Paris/Le Mans, später in Brooklands, wo ihn Malcolm Campbell fuhr.

Kaum weniger aufregend war der Birkin Bentley 4 1/2 Litre von 1929 mit mächtigem Kompressor. Als echter Rennwagen verfügt dieser Wagen weder über einen Elektrostarter noch einen Kühlventilator. Alleine schon das Anlassen erforderte damit viel Feingefühl und ein paar kräftige Männer zum schieben.

Bentley 4 1/2 Litre Single Seater Birkin (1929) - A-04 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Tim Birkin fuhr damals mit dem Wagen einen Rundenschnitt von 222,03 km/h in Brooklands und verbrauchte dabei 100 Liter pro 100 Kilometer. Man kann davon ausgehen, dass schon damals nicht die ganze Benzinmenge im Vergaser landete. Für einen Preis reichte es dem Bentley in Cernobbio nicht, eindrücklich war er allemal.

Lurani Nibbio (1935) - A-10 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Mit Preisen eingedeckt wurde dafür der Lurani Nibbio von 1935, ein Rekordfahrzeug, das mit einem 0,5-Liter-Zweizylinder von Moto Guzzi sagenhafte 160,9 km/h lief. Später wurde der Zweizylinder durch einen 250-cm3-Einzylinder mit Kompressor ersetzt und weitere Rekorde eingefahren.

Lurani Nibbio (1935) - A-10 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Hinter dem seifenkisten-ähnlichen Wagen mit freistehenden Rädern und aerodynamischer Karosserie von Riva stand Graf Lurani, dessen Neffe den Wagen am Concorso so sympathisch präsentierte, dass er gleich den Publikumspreis “Coppa d’Oro” einheimste und von der Jury eine Ehrenerwähnung (Mention of Honor) erhielt.

Bentley 3 Litre Park Ward (1922) - A-06 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Preise verdient hätten aber auch der Bentley 3 Litre von 1922, immerhin dem ersten Bentley, der beim Premieren-24-Stundenrennen von Le Mans antrat und die schnellste Runde fuhr. Er erreichte den vierten Gesamtrang und bildete den Anstoss für die jahrelange erfolgreiche Renntätigkeit des britischen Herstellers.

Bugatti T51 (1931) - A-08 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Und dann war da noch der Bugatti Typ 51 aus dem Jahr 1931, den Richard T. Collier bereits 1960 kaufte. Der Type 51 war eine verbesserte Version des berühmten Typs 35, der nun dank obenliegender Nockenwellen und drei Ventilen mit Kompressor 180 PS aus dem gut zwei Liter grossen Achtzylinder holte. Der gezeigte Wagen war in mehreren Grand Prix erfolgreich und auch optisch ein (eleganter) Hingucker.

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Stil und Eleganz im klassischen Sinne

Die zwei Klassen “Travelling in Style - around the world in 40 Years” und “Goodbye Jazz - full speed into the 1930s” überzeugte mit Vorkriegsfahrzeugen klassischer Eleganz und Bauweise, also Autos, wie man sie an einer Schönheitskonkurrenz gemeinhin erwartet.

Lancia 12 HP Tipo 51 Alfa (1908) - B-12 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Corrado Lopresto fuhr im ältesten noch existierenden Lancia vor, einem 12 HP Tipo 51 “Alfa” von 1908. Eindrücklich waren aber auch der Rolls-Royce Phantom I von 1926 als Brogham de Ville von Charles Clark mit den Annehmlichkeiten eines Salons ausgestattet.

Die Jury gab jedoch dem Duesenberg Model J Convertible Berline von Murphy aus dem Jahr 1930 den Vorzug, in Ehren erwähnt wurde der elegante Lancia Dilambda von 1932 mit Viotti-Torpedo-Karosserie.

Alfa Romeo 6C 1750 Gran Turismo Castagna (1932) - C-26 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Bei den Autos aus den Dreissigerjahren in der Klasse C schwang der wunderschöne Alfa Romeo 6C 1750 Gran Turismo von Castagna aus dem Jahr 1932 obenauf, er überzeugte nicht nur die Jury sondern auch die jungen Publikumswähler. In Ehren erwähnt wurde verdientermassen ein Tatra 77 von 1934, der zudem noch einen Preis für das beste Interieur erhielt.

Tatra 77 (1934) - C-30 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Nur laufen wollte er nicht so richtig, er hustete arg rund um das Hotel.

Designumbrüche

Vielfalt von Formen und Farben war in der Klasse “Faster, Quieter, Smoother - Heroes of the Jet Age” (Class D) angesagt.

Bentley MK VI DHC Mulliner (1947) - D-38 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Das Spektrum reichte vom vergleichsweise konvervativen Bentley Mk VI als Drophead Coupé von Mulliner aus dem Jahre 1947 und als Cresta Coupé von Pinin Farina aus dem Jahr daruaf bis zum Fiat 8V Supersonic von Ghia, der nur vier Jahre später entstand und damals sehr futuristisch gewirkt haben muss.

Fiat 8V Supersonic Ghia (1953) - D-46 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Im Vergleich dazu wirkten das Maserati 5000 GT Coupé von Allemano aus dem Jahr 1962, aber auch der viertürige Lagonda Rapide von 1962 reichlich konservativ, während der Salmson G-72 als Coupé von Saoutchik aus dem Jahre 1951 nicht so opulent daherkam wie andere Saotchik-Designs.

Salmson G-72 Coupé Saotchik (1951) - D-42 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Das Fahrzeuge steht übrigens noch im praktischen Einsatz, der Besitzer jedenfalls wollte die Rückreise über mehrere hundert Kilometer auf Achse absolvieren. Für die Hinreise hatte er sich aber für das Verladen entschieden, da er das Risiko, nicht anzukommen, nicht eingehen wollte.

Lagonda Rapide (1962) - D-48 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Der Schweizer Besitzer des Lagonda Rapide war da weniger zimperlich, was ihm den Preis für die weiteste Anfahrt auf Achse bescherte. Klassensieger aber wurde der Fiat 8V Supersonic, der Mulliner-Bentley erhielt eine ehrenvolle Erwähnung.

Die Lieblinge der Investoren

Die beiden Klassen “The Grand Tour Continues - The next 40 Years” (Class E) und “Fast and Flamboyant - Playboy’s Toys” (Class F) konnten fast alles zeigen, wofür Oldtimer-Investoren heute gerne ihr Geld anlegen.

Ferrari 250 GT Spider California Prototipo (1957) - F-66 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Da gab es zum Beispiel den Prototypen des Ferrari 250 GT Spyder California von 1957 zu sehen, einen der sagenhaften Siata 208 S von 1954, einen der raren Aston Martin DB4 GT Zagato von 1962 oder einen Lamborghini 350 GT von 1965.

Aston Martin DB 4 GT Zagato (1962) - F-70 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Der vermutlich am kontroversesten diskutierte Wagen war aber wohl der bereits eingangs erwähnte Maserati A6G/2000 Gran Sport von 1956, karossiert durch Pietro Frua, der sich immer noch im Scheunenfundzustand befindet, wie er vor zwei Jahren versteigert wurde.

Maserati A6G—2000 Gran Sport Frua (1956) - E-60 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Ist dies nun Patina oder einfach schlechter Unterhalt, fragte sich mancher Beobachter angesichts des verwitterten Lacks und der deutlich sichtbaren Korrosionsspuren. Einen Preis jedenfalls gewann der Wagen nicht.

Ferrari 250 GT Europa GT Speciale Pinin Farina (1955) - E-58 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Als Klassenbeste wurden ein Ferrari 250 Europa GT Speciale aus dem Jahr 1955 (Klasse E), als Einzelstück gebaut und mit einem ganz besonderen Kühleremblem versehen, gewählt und der Lamborghini Miura P 400 von 1968 (Klasse F) aus der Schweiz. 

Lamborghini Miura P 400 (1968) - F-76 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Eleganz versus Skurrilität

Die formlich vielleicht spannendste Klasse war diejenige mit dem Buchstaben G und dem Titel “Supergioiello - Little Toys for Big Boys”. Wer auf Formen-Gegensätze aus war, der fand hier sein Terrain. Fliessende Linien gab es beim Fiat 1100 von 1946 zu sehen, den Pietro Frua einkleidete.

Fiat 1100 Barchetta Frua (1946) - G-80 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Geradezu schroffe Formen weist das Astra Coupé von 1952 auf, das der amerikanische Schöpfer Jay Everett, damals 25 Jahre alt, als Einzelstück mit Rohrrahmen und Alukarosserie bauen liess. Um die Front tief zu halten, versetzte man damals den Kühler ins Heck, dem Design wurde an manchen Stellen Funktionalität geopfert.

Astra Coupé (1952) - G-84 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Unter dem Bug sorgt ein Oldsmobile-Achtzylinder für Vortrieb. Man kann das Astra Coupé mögen oder auch nicht, von der Formensprache war es sicherlich ausserordentlich fortschrittlich, wenn man den Wagen mit britischen oder italienischen Erzeugnissen aus jener Zeit vergleicht.

Heckleuchten des Astra Coupé (1952) - G-84 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Für einen Preis reichte es allerdings nicht, denn der ging an den Alfa Romeo Giulietta SS Prototyp von 1957, dem Vorgänger aus der Hand von Franco Scaglione, der bei Bertone arbeitete und viele Details von den BAT-Showmobilen übernahm.

Alfa Romeo Giulietta SS Prototipo (1957) - G-88 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Im Gegensatz zur späteren Serienausführung verfügte der Prototyp über keinen klassischen Alfa-Kühler. Der Alfa, der sich im Besitz von Corrado Lopresto befindet, überzeugte die Jury so sehr, dass sie ihn auch zum “Best of Show” wählten.

Osca MT4 Vignale (1952) - G-82 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Ohne Preis heimfahren musste der optisch attraktive Osca MT4 von Vignale aus dem Jahr 1952, aber auch der herzige Intermeccanica Imp 700 GT von 1961 holte keine Trophäe. Eigentlich hätte in dieser Gruppe jeder Wagen eine Auszeichnung verdient gehabt, die “Mention of Honor” aber ging an den Fiat 8V Vignale von 1955.

Rennsportliche Ästhetik

Bei den Fahrzeugen der Klasse “Shaped by Speed - Racing through the Decades” ging es mehr um aerodynamische Effizienz als um Schönheit. Trotzdem hatten die Leute bei Fantuzzi durchaus ein glückliches Händchen, als sie den Maserati 300 S im Jahr 1958 einkleideten Verdient errang der offene Sportwagen den Klassensieg, denn eleganter kann man Aerodynamik kaum gestalten.

Maserati 300 S Fantuzzi (1958) - H-94 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Das andere Extrem in dieser Klasse war sicherlich der Ferrari 365 GTB/4 Spyder N.A.R.T. von 1972, ein von Michelotti entwickelter Rennwagen mit elektrisch versenkbarer Heckscheibe. Der Wagen war zweimal für Le Mans gemeldet, nahm aber weder 1975 noch 1978 am Rennen teil.

Ferrari 365 GTB—4 Competizione (1970) - H-100 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Deutlich bekannter und zumindest in Rekordfahrten erfolgreicher war der Abarth 1000 Bialbero Record von 1960 mit Pininfarina-Karosserie. Im Jahr 1960 fuhr dieser Wagen über 10’000 Kilometer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 191,376 km/h.

Abarth 1000 Bialbero Record Pinin Farina (1960) - H-98 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Für den eleganten und sicherlich nicht beliebig bequem zu fahrenden Rekordwagen gab es eine Ehrenmeldung in Cernobbio sowie den Preis für den besterhaltenen Nachkriegswagen.

Dünne Konzeptfahrzeug-Klasse

Überraschend klein präsentierte sich der Klasse der modernen Konzeptfahrzeuge.

Renault TreZor (2016) - K-02 - Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Tatsächlich traten nur deren zwei überhaupt an, die Trophäe für das beste Showcar holte sich verdientermassen der Renault TreZor von 2016, ein elektrisches Coupé mit zwei Sitzen und sagenhaft niedriger Dachlinie.

Liste der Fahrzeuge und Preise

Die folgende Tabelle zeigt alle Fahrzeuge mit Klassenzuteilung, Startnummer und den erhaltenen Preisen. Die Tabelle kann durch Klicken auf die Spaltenüberschriften nach Belieben sortiert werden.

Klasse Nr Marke Typ Jahr Kommentar/Preise/Ehrungen
A 02 Ballot 3/8 LC 1920 Class Winner
A 04 Bentley 4 1/2 Litre Single Seater Birkin 1929  
A 06 Bentley 3 Litre Park Ward 1922  
A 08 Bugatti T51 1931  
A 10 Lurani Nibbio 1935 Coppa d'Oro (Publikumspreis), Mention of Honor
B 12 Lancia 12 HP Tipo 51 Alfa 1908  
B 14 Rolls-Royce Phantom I Broigham de Ville Charles Clark 1926 Most elegant Rolls-Royce (Trofeo Rolls-Royce)
B 16 Hispano-Suiza T 49 Weymann Sport Saloon Mulliner 1927 Best preserved pre-war car (Trofeo FIVA)
B 18 Itala Tipo 61 Cabriolet Farina 1928  
B 20 Duesenberg J Convertible Berline 1930 Class Winner
B 22 Lancia Dilambda 1932 Mention of Honor
B 24 Voisin C23 Charente 1932  
C 26 Alfa Romeo 6C 1750 Gran Turismo Castagna 1932 Class Winner, Trofeo BMW Group Ragazzi
C 28 Rolls-Royce Phantom II Continental FHC Gurney Nutting 1933 nicht vor Ort
C 30 Tatra 77 1934 Mention of Honor, Best interior design (Trofeio Foglizzo)
C 32 Mercedes-Benz 540 K Cabriolet A 1938  
C 34 Horch 853 A Sportcabriolet 1939  
C 36 Mercedes-Benz 770 Cabriolet D 1939  
D 38 Bentley MK VI DHC Mulliner 1947 Mention of Honor
D 40 Bentley Mk VI Cresta Pininfarina 1948 Most sensitve restoration (Trofeo BMW Group Classic)
D 42 Salmson G-72 Coupé Saotchik 1951  
D 44 Alfa Romeo 6C 2500 Super Sport Pinin Farina 1951  
D 46 Fiat 8V Supersonic Ghia 1953 Class Winner
D 48 Lagonda Rapide 1962 Car driven from farthest away (Trofeo Automobile Club di Como)
D 50 Maserati 5000 GT Allemano 1962  
E 52 Siata 208 S 1954  
E 54 Lancia Aurelia B24 Spider 1955  
E 56 Mercedes-Benz 300 SL 1955 Mention of Honor
E 58 Ferrari 250 GT Europa GT Speciale Pinin Farina 1955 Class Winner
E 60 Maserati A6G/2000 Gran Sport Frua 1956  
E 62 Lancia Flaminia Sport Zagato 1959  
E 64 Lamborghini 350 GT Touring 1965  
F 66 Ferrari 250 GT Spider California Prototipo 1957 Mention of Honor
F 68 Ghia L 6.4 1962 Showcase exceptional craftmanship (Trofeo Julius Baer)
F 70 Aston Martin DB 4 GT Zagato 1962  
F 72 Shelby Cobra 427 1964 Most exciting design (Trofeo Auto & Design)
F 74 Ferrari 365 California Pininfarina 1967  
F 76 Lamborghini Miura P 400 1968 Class Winner
F 78 Ferrari 365 GT/4 Berlinetta Boxer 1976  
G 80 Fiat 1100 Barchetta Frua 1946  
G 82 Osca MT4 Vignale 1952  
G 84 Astra Coupé 1952  
G 86 Fiat 8V Vignale 1955 Mention of Honor
G 88 Alfa Romeo Giulietta SS Prototipo 1957 Best of Show (Trofeo BMW Group), Class Winner
G 90 Intermeccanica Imp 700 GT 1961  
G 92 Cisitalia Abarth Coupé Scorpione 1961  
H 94 Maserati 300 S Fantuzzi 1958 Class Winner
H 96 Ferrari 250 GT Berlinetta SWB Competizione 1960 Best iconic car (Trofeo Vranken Pommery)
H 98 Abarth 1000 Bialbero Record Pinin Farina 1960 Mention of Honor, Best preserved post-war car (Trofeo ASI)
H 100 Ferrari 365 GTB/4 Competizione 1970  
H 102 Ferrari 365 GTB/4 Spyder N.A.R.T. 1972  
H 104 Porsche 911 Carrera RSR 1973  
K 02 Renault TreZor 2016 Design Award for Concept Cars & Prototypes
K 04 GG Style Techrules Ren 2017  

 

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von MIKE DREHER
06.06.2017 (07:41)
Antworten
Seit Jahren gehen wir als Besucher an den Concorso d'Eleganza am Comersee. 2017 nicht, weil wir uns den "Gotthard" nach Auffahrt nicht antun wollten. Die Riesenstaus kennen wir, dafür haben wir eine nutzlose milliardenteure NEAT, die kaum ihre Betriebskosten decken wird. Klassische Fehlallokation von Steuergeld.
2014 ff. hatten wir erstmals folgende Erkenntnis: Statt im Schritttempo nach Cernobbio zu fahren, stellten wir den Wagen im grossen Parkhaus an der Schifflände von Como ab und fuhren mit dem Schiff nach Cernobbio und gingen weniger Minuten zu Fuss an den Concorso. Preisgünstig und relaxed!
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