Bildergeschichte Targa Florio 2021 – zwischen Begeisterung und Tschernobyl

Eine Bildergeschichte von Daniel Reinhard, publiziert am 18. Oktober 2021

Vom 14. bis 17. Oktober 2021 fand die Targa Florio Classica statt, eine Rallye in der Tradition des berühmten Strassenrennens, das bis in die Siebzigerjahre über 72 km stattfand. Die Rundfahrt gab viel Gelegenheit, die Spuren der einst weltweit beachteten Rennveranstaltung zu verfolgen und mit zwinkerndem Auge bildreich darüber zu berichten …

Tipp: Dies ist eine Bildergeschichte. Das nächste Bild zeigen Sie an, in dem Sie im Bild oben den Pfeil nach rechts anklicken.
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von mo******
25.10.2021 (14:28)
Antworten
Die alten historischen Orte des Motorsports verströmen eine ganz eigene Energie. Verwaschene Schriftzüge an den Wänden der uralten Häuser zeugen von der Begeisterung der Bevölkerung bei den Rennen damals. Alles was Beine hatte strömte einst an die Strecke wo ihre Idole um den Sieg mit den schlechten Strassen kämpften. War auch noch ein Italiener am Volant kannte die Begeisterung fast keine Grenzen. Die alte Boxenanlage wäre es wert renoviert zu werden, als Café und ein kleiner Souvenirladen mit Targa Florio Artikeln. Bei der Mille Miglia klappt es ja auch. Auch die alte original Strecke sollte einigermassen befahrbar gemacht weden. Eine jährliche Veranstaltung als Erinnerung würde den Bekanntheitsgrad hoch halten. Gut ausgeschildert und richtig beworben sicherlich ein turistisches High-Light in Sizilien. In der Schweiz haben wir ja auch die GRAND TOUR Schilder, die rege OLdtimerfahrer aus dem In- und Ausland zum Befahren animieren. Gerade im Süden von Italien sollte man jede Möglichkeit nutzen solche historische Strecken nicht in Vergessenheit zu lassen. Auch organisierte Touren auf der TARGA FLORIO wären sicherlich sehr gut für den Turismus. Die Leute müssten ja auch irrgendwo schlafen und essen. Wie heisst es so schön: Von nichts kommt nichts! Es wird wahrscheinlich ein Traum bleiben, es fehlt überall das nötige Kleingeld.
Antwort von Marga****
26.10.2021 (18:10)
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Ich teile Ihre Meinung, nur leider sterben die Alten, die viel erzählen könnten, und Geschäftsideen scheitern oft an der M..., denn die wollen noch immer mitverdienen und für so ein Vorhaben muss man einen sehr langen Atem und Personen mit Geld und Einfluss haben, dass das funktioniert. Es gibt bereits viele kleine Geschäfte, Restaurants, Pensionen die sich organisiert haben, > NO Pizzo < genannt, die Zahlungen, Schutzgelder nicht mehr leisten.
Im heißen Sommer, schwimmen buchstäblich die Straßen weg und das kann eine Gruppe von willigen, jungen Unternehmern, Enthusiasten nicht stemmen und Kommunen fehlt das Geld, um diese heftigen Straßenschäden zu richten. Habe 2016 erlebt, als ein Mann, einen Imbisswagen an einer viel befahrenen Ortsstraße aufgestellt hat, mit Genehmigung der Kommune, das Geschäft ging gut, 3 Monate später war er tot, erschossen im Imbiss.
In unserem kleinen Fischerdorf wurde z.B. am Strand ein Steg mit EU-Geldern für €3,5 Millionen gebaut, schön aber sinnlos wie ein Kropf, eine alte Bahnstrecke ausgebaut zu einem Fahrradweg für irrsinniges Geld, wer fährt bei 40° Rad?
Die Targa Florio führt ins "Hinterland" die Madonie, sehr schöne Landschaft, da ist und gibt's nicht viel, wieso sollte man dort die Straßen richten und so weiter, usw.
Veranstalter solch traditioneller, Rallys,- Fahrten etc. verdienen sehr gut und es werden Konditionen ausgehandelt, da bleibt in der Region eh nichts, wie jetzt, Start/ Übernachtung in Palermo, hat mit der Targa Florio nichts zu tun. Könnte noch endlos berichten, aber ich setze fest auf die jungen Sizilianer und hoffe Sie können ihre Träume leben.
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von Marga****
23.10.2021 (20:22)
Antworten
Sizilien ist wunderschön und eine Reise wert, wir lebten einige Jahre auf der Insel, hat auch für Freunde klassischer Automobile einiges zu bieten, leider ist Sizilien selbst a Lost Place, mit wenigen Ausnahmen, wer soll das bezahlen??? Ich war im Sept. 2010 an der Strecke, es war sehr deprimierend und zugleich schön, an diesem Platz zu verweilen. Auf der bröckelnden Tribüne stehend, den Herzschlag den ich so oft in der Box mit den Stoppuhren in Händen spürte, bis die Motoren gestartet wurden und die Startflagge fiel, das Vergangenes fühlte, plötzlich hatte ich bei 34° eine Gänsehaut.
Schöne Bilder/Kommentare so treffend, Danke Daniel.
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