Darüber nachgedacht wurde schon seit vielen Jahren, aber es dauerte ein wenig, bis ein grosses Treffen deutscher Automobile in der Schweiz organisiert werden konnte. Am 6. Oktober 2024 war es dann soweit, und wer vor Ort war, der zweifelte nicht mehr daran, dass dies ein Bedürfnis ist.
Dass Ländertreffen ein Erfolgsrezept sein können, beweisen seit Jahrzehnten die Meetings britischer Automobile, von denen es in der Schweiz gleich mehrere gibt. Auch italienische Fahrzeuge haben ihre eigenen Veranstaltungen, für deutsche Autos aber gab's dies bisher nicht, zumindest nicht im grossen Rahmen.
Mehrdimensionale Vielfalt
Am relativ kühlen, aber trockenen ersten Sonntag des Oktobers öffneten sich die Tore der Motorworld Kemptthal für alle Automobile (und Zwei-/Dreiräder) aus deutscher Produktion, egal aus welcher Epoche.
Entsprechend gross war denn auch die Vielfalt, die vom Vorkriegsautomobil bis zum Neuwagen reichte.
Einstige und jüngere Brot-und-Butter-Autos waren genauso anzutreffen wie Luxusautomobile der deutschen Premium-Marken.
Von superkleinen Autos wie der Heinkel Kabine oder dem Messerschmitt bis zu den grossen Luxusautos aus Sindelfingen war alles vorhanden.
Zu bewundern gab es Einzelstücke und echte Raritäten, aber auch Volksautos wie den VW Käfer oder eine ganze Reihe von VW Golf oder Scirocco.
Nebeneinander parkten Autos im gepflegten Originalzustand und in komplett personalisierten Tuning-Ausführungen.
Begeistertes Publikum
Weil die Vielfalt so gross war, gab es auch für jeden Besucher etwas zu sehen. Konnten sich die einen an einem mattlackierten und extrem tiefergelegten Golf R erfreuen, bewunderten andere das Mercedes-Benz 170 Cabriolet C aus dem Jahr 1932, der sicherlich mit über 90 Jahren eines der ältesten Autos auf dem Platz war.
Und weil es jedem, der ein deutsches Auto fährt, möglich war, teilnzunehmen, zeigte sich das Publikum auch deutlich durchmischter als an typischen Oldtimerveranstaltungen, die es am selben Wochenende auch gab.
Porsche und BMW vor Mercedes-Benz und Volkswagen
Ohne jetzt die Autos gezählt zu haben, waren sicherlich die Marken Porsche und BMW am stärksten vertreten.
Auch Mercedes-Benz und VW gab es viele, einige Opel waren ebenfalls zu besichtigen.
Numerisch deutlich schwächer vertreten waren natürlich die nicht mehr aktiven Marken, aber zwischen den vielen Grossserienerzeugnissen fand sich immer wieder ein Exote, zum Beispiel ein NSU TT, ein FMR Tg500 Tiger oder ein Borgward.
Auch ein Bitter SC, ein Wiesmann und ein Artega GT wurden gesichtet. Sie zeigten, dass es auch in Deutschland kleine Hersteller gab, die durchaus einigen Erfolg hatten.
Viel Unterhaltung
Als Besucher konnte man sich vielseitig verpflegen, der Live-Musik horchen oder ganz einfach den Strom der ein- und wegfahrenden deutschen Automobile verfolgen. Langweilig musste es niemandem werden, dafür sorgten auch die vielen Aussteller.
Man darf wohl ziemlich sicher sein, dass dieses “German Car Meeting” nicht das letzte war …



















































































































































































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