Im Rahmen der Austrian Rallye Legends 2016 fanden Rallye-Fans aus ganz Europa im Raum Admont zusammen. Mit 130 Startern aus 8 Nationen wurden die Erwartungen der Veranstalterkooperation ARBÖ Admont und MSC Rosenau in diesem Jahr deutlich übertroffen.
Natürlich stand die Vielfalt bekannter wie auch seltener historischer Rallyewagen im Mittelpunkt der Austrian Rallye Legends. Die Palette reichte vom 1964er Wartburg 311 Rallye über einen echten Trabant Werks-Rallyewagen bis zu top-restaurierten Skodas verschiedener Typen, wobei ein genauer Nachbau des seltenen Skoda 180/200 RS besonders viel Beachtung fand. Eine bunte Mischung von Porsches, Minis, Opel und BMW, sowie Ladas und ein Polski Fiat liessen die Herzen der Rallye-Fans höher schlagen.
Star der Austrian Rallye Legends dürfte aber der ehemalige österreichische Rallyecross-Europameister Herbert Grünsteidl mit damaligem Co-Piloten Georg Hopf und seinem neu aufgebauten BMW 1600 Ti gewesen sein.
Ein Shakedown bei schönstem Sonnenschein lockte bereits eine grosse Zahl Zuschauer an. Traditionsgemäss begann die Rallye, die gemäss Ausschreibung als Demonstrationsfahrten historischer Rallyefahrzeuge auf abgesperrten Strecken, ohne
Zeitnahme und Wertungen organisiert ist, am Freitag in Spital am Pyhrn in Oberösterreich.
Vor beeindruckender Kulisse wurde den Zuschauern bei der Prüfung Oberweng bereits bester historischer Rallyesport geboten. Im erweiterten Rundkurs Gleinkerau waren schon Stunden vor Beginn die Zuschauerpunkte voll besetzt. Für den zweiten Tag wechselte der Rallyetross über den Pyhrnpass nach Admont ins Bundesland Steiermark.
Eine professionelle Fahrer- und Fahrzeugvorstellung, schöne Prüfungen mit unterschiedlichem Charakter aber von gleicher landschaftlicher Schönheit und eine mustergültige Organisation liessen auch den Beginn des zweiten Tages zu einem Erlebnis werden. Durch die Hereinnahme der neuen und anspruchsvollen Strecke St. Gallen (diese wurde vor vielen Jahren bei der Staatsmeisterschaft gefahren) gab es eine zusätzliche Herausforderung. Bei der mit Sprungkuppen und Spitzkehren versehenen Prüfung wurden die Fahrer stark gefordert.
Leider kam es am Ende der Veranstaltung zu einem schweren Unfall mit einem Audi quattro - die Veranstaltung wurde daraufhin sofort abgebrochen. Für den Fahrer Alois Schlauderer aus Deutschland kam jegliche Hilfe zu spät – er verstarb noch vor Ort. Der Copilot Wolfgang W. wurde mit schweren Verletzungen in das UKH Graz geflogen. Somit fand die ansonsten beeindruckende Rallye leider ein trauriges Ende.
Unsere Gedanken sowie die der Veranstalter sind bei den Hinterbliebenen von Alois Schlauderer und beim hoffentlich bald genesenden Wolfgang W..

























































































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