Technik im Rennwagen (7): Ferrari 156 – Der Hai im Garagisten-Becken
Zusammenfassung
Als sich das Reglement der Formel 1 für das Jahr 1961 an der Formel 2 mit 1,5-Liter-Motoren orientierte, hatte Ferrari beste Karten. Trotzdem baute man einen neuen Wagen mit Mittelmotor und fuhr von Anfang an vorne mit, gewann schliesslich die Weltmeisterschaft. Der Ferrari 156 mit 65- und 120-Grad-V6 war das Mass der Dinge in der Saison 1961, die britischen Garagenteam hatten keine Chance. Kein Wagen überlebte. Dieser Beitrag aus der Serie “Technik im Rennwagen von 1958 bis 1978” geht auf den Ferrari 156 im Detail ein und zeigt ihn auf historischem und aktuellem Bildmaterial.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Entwickelt von Universalkonstrukteuren
- Mit zwei Motoren eingesetzt
- Rohrrahmen und Einzelradaufhängungen
Geschätzte Lesedauer: 4min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die Jahre 1958-1978 waren die zwei kreativsten Jahrzehnte der Renntechnikgeschichte. Diese Serie porträtiert die innovativsten, zukunftsweisendsten wie auch exotischsten Konstruktionen der Formel 1, der Indy Cars, der Sportwagen und der CanAm und zeichnet so zugleich die bis heute nachwirkenden, grossen Entwicklungslinien nach. Die Serie startete mit Lotus, einem der wichtigsten Innovationstreiber dieser zwei Jahrzehnte. Und mit Lotus wird die Serie auch ins Ziel kommen: Mit dem ersten Groundeffekt-Formel 1, der 1978 eine WM gewann, dem Typ 79. Die WM-Siege der kleinen Cooper in der 2,5 Liter-F1-Formel 1959/1960 inspirierten die Reglementshüter für 1961 dazu, das Reglement für die neue Formel 1 bis 1965 auf die Basis der bisherigen Formel-2-Wagen mit ihren 1,5-Liter-Motoren zu stellen – heute würde man wohl von Downsizing sprechen. Die englischen Teams waren nicht begeistert, weil sie fanden, damit werde Ferrari bevorteilt. Ferrari hatte seinen Dino 246 F1 für 1958-60 von einem 1,5-Liter-Formel 2 abgeleitet (siehe Beitrag zum Dino 246 F1 TiR (2)).
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Bilder zu diesem Artikel

Von Trips verunfallte 1961 tödlich in einem 156F1(-0004), das ist korrekt. Aber Collins verstarb nach Unfall bereits im August 1958 auf einem 246F1(-0002), wie übrigens auch Musso, einen Monat zuvor in Reims auf 246F1(-0004). Anno 1958 wurden Zentralmotorkonzepte bei Ferrari noch verteufelt ("garagisti"). ;)
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
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