Technik im Rennwagen (11): Chaparral 2 – Plastik-Playmobil
Zusammenfassung
Jim Hall und sein Kompagnon Hap Sharp gründeten zusammen die Rennwagenschmiede Chaparral und gehörten damit zu den wichtigsten Innovationstreiber der Sechzigerjahre. Nicht nur verbauten sie ein Kunststoff-Chassis, sie setzten auch ein Automatikgetriebe ein und leisteten Pionierarbeit in der Rennwagenaerodynamik, alles gezeigt am Modell 2 (A-E). Dieser Bericht aus der Serie Technik im Rennwagen beschreibt die Entwicklungsgeschichte dieses besonderen Modells.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Kunststoff statt Stahlrohre
- Optimierung der Aerodynamik
- Automatik im Rennsport
- Erfolgreich
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die Jahre 1958-1978 waren die zwei kreativsten Jahrzehnte der Renntechnikgeschichte. Diese Serie porträtiert die innovativsten, zukunftsweisendsten wie auch exotischsten Konstruktionen der Formel 1, der Indy Cars, der Sportwagen und der CanAm und zeichnet so zugleich die bis heute nachwirkenden, grossen Entwicklungslinien nach. Die Serie startete mit Lotus, einem der wichtigsten Innovationstreiber dieser zwei Jahrzehnte. Und mit Lotus wird die Serie auch ins Ziel kommen: Mit dem ersten Groundeffekt-Formel 1, der 1978 eine WM gewann, dem Typ 79. Der texanische Rennwagenbauer Chaparral ist neben Lotus der wichtigste Innovations-Treiber der Jahre 1958 bis 1978. Gegründet wurde die Firma von Jim Hall, Erbe einer texanischen Öl-Dynastie, und von Hap Sharp, ebenfalls im Ölgeschäft tätig. Hall hätte beste Voraussetzungen gehabt, ein Playboy zu werden. Aber er wurde ein ernsthafter Ingenieur. Das schloss etwas Spielerisches nicht aus. «Autosport» fragte ihn in einem Interview, was das wichtigste Motiv für sein Engagement im Rennwagenbau sei. Seine Antwort: «Es ist Spass. Ich bin nichts anderes als ein Junge, der nie erwachsen wurde! Wichtig ist auch die Herausforderung, etwas zu realisieren, an das noch nie jemand gedacht hatte.» Man stelle sich ein solches Statement vom Technik-Direktor eines aktuellen Rennteams vor...
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Vielmehr wandelt er das Drehmoment bis zu einem Verhältnis von bis zu 2,5 zu 1 und kann daher eine oder zwei Getriebestufen "ersetzen".
Natürlich benötigt man dann zum Anfahren keine Reibkupplung mehr, dafür gehen im Wandler aber einige zig PS "verloren", d.h werden in Wärme umgesetzt und müssen weggekühlt werden.
M.E. fuhren Phil Hill / Joakim Bonnier beim Sieg auf dem Nürburgring 1966 im Chaparral eine Kombination aus Drehmomentwandler und zwei Planenten-Stufen (sic!), sehr ähnlich der damaligen Powerglide-Automatik von GM.
Wandler: Der Begriff "automatische Kupplung" wurde zwar damals oft verwendet, aber er ist technisch falsch. Der Wandler ist ein Kupplungs- ERSATZ, mit der von Ihnen
beschriebenen Wirkung. Ich werde die Bezeichnung im Text anpassen.
Getriebe: Von der Schaltung des Typ 2A- C gibt es Bilder, welche ein H- Schaltschema mit offenen Kulissen zeigen. Auch Aussen- Ansichten des Antriebs selber deuten eher auf ein konventionelles Getriebe.
Dass der D effektiv ein Planetengetriebe hatte, ist mir bisher nicht begegnet. Ich werde
dem noch nachgehen.
Der Autor







































































































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