Der Auto Union Typ C – Porsche Konstruktionsnummer 22
Zusammenfassung
Der AUTO UNION Typ C oder - wie er in der zeitgenössischen Terminologie hieß - der AUTO UNION 6ltr. Grand Prix-Wagen 1936/37 – ist sowohl die höchste Entwicklungsstufe des Porsche-Entwurfs für einen Grand Prix Rennwagen von 1932 als auch die Grundlage für das Fahrwerkkonzept des Volkswagens und seiner zahlreichen Ableger sowie des Porsche 356 bis 1965. In dieser Abhandlung soll der Versuch unternommen werden, die Entwicklung von Fahrgestell und Motor des AUTO UNION Typ C 1936-1937 aufzuzeigen.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Die 750 kg-Formel
- Wanderer, von Oertzen und Porsche
- Die geteilte Subvention
- Reichspatent Nr. 692 180
- Drei Besonderheiten der Konstruktion in der Patentschrift
- Adolf Rosenberger und der Benz Tropfenwagen
- Bernd Rosemeyer und der AUTO UNION Typ C
- Die Anordnung der Massen in AUTO UNION GP-Fahrzeugen 1934 und F1-Fahrzeugen heute
- Die Weiterentwicklung des Fahrwerks
- Der Antriebsstrang
- Vergleich der Motorendaten der Auto Union Modelle A, B und C
- Weitere Informationen
Geschätzte Lesedauer: 12min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Der AUTO UNION Typ C oder - wie er in der zeitgenössischen Terminologie hieß - der AUTO UNION 6ltr. Grand Prix-Wagen 1936/37 – ist sowohl die höchste Entwicklungsstufe des Porsche-Entwurfs für einen Grand Prix Rennwagen von 1932 als auch die Grundlage für das Fahrwerkkonzept des Volkswagens und seiner zahlreichen Ableger sowie des Porsche 356 bis 1965. In dieser Abhandlung soll der Versuch unternommen werden, die Entwicklung von Fahrgestell und Motor des AUTO UNION Typ C 1936-1937 aufzuzeigen. Eine derart bedeutende und über Jahrzehnte eingesetzte Konstruktion ist selbstverständlich nicht „vom Himmel gefallen“, sondern das Ergebnis einer langwierigen Entwicklung, eben eines Prozesses, dessen wichtigste Stationen zum besseren Verständnis kurz aufgezeigt werden sollen. Am 12. Oktober 1932 erreichte das am 25. April 1931 offiziell ins Handelsregister eingetragene Büro Porsche die Nachricht vom Beschluss der Sportkommission des AIACR (Internationaler Verband der anerkannten Automobil Clubs) über die ab 1934 gültige Rennformel für Grand Prix-Fahrzeuge: Maximalgewicht 750kg ohne Kraftstoff, Kühlmittel, Öl und Reifen. Für den Rest hatte der Konstrukteur freie Hand. Hubraum, Aufladung und Kraftstoff frei! Die Herausforderung dieser erstmals in die Tat umgesetzten Gewichtsformel bestand für den Konstrukteur darin, mit den Anfang der 30er Jahre bekannten Materialien das Optimum innerhalb dieses Gewichtslimits zu erzielen. Ferdinand Porsche fühlte sich von den Vorgaben derart angespornt, dass er mit seinem Partner und Finanzier Adolf Rosenberger bereits am 1. November 1932 die „Hochleistungsfahrzeugbau GmbH“ gründete, eine vom Konstruktionsbüro unabhängige Gesellschaft mit dem Geschäftsführer Rosenberger.
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