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Bild (1/1): Autobau Wall of Fame des Schweizerischen Rennsports - Charles Vögele (© Archiv / J. Froidevaux / Daniel Reinhard, 2010)
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Charles Vögele - Weit mehr als ein Bergkönig

Erstellt am 7. August 2020
Text:
Jürg Kaufmann
Fotos:
Archiv / J. Froidevaux / Daniel Reinhard 
(1)
Archiv Vögele 
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Archiv Jürg Kaufmann / Auto Sport Schweiz 
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Archiv 
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Mit dem Rennsport in Kontakt kommt Charles Vögele erst im Alter von 28 Jahren, als der damals in Bern ansässige Werber 1951 die Rennen auf der Bremgarten-Strecke besucht. Der Funken springt sofort, und schon bald erzielt er erste Erfolge. So stellt er 1954 beim Bergrennen Mitholz-Kandersteg auf dem ehemals Hans Stanek gehörenden Glöckler-Porsche die drittbeste Zeit des Tages auf.

Von Anfang an vorne dabei

Richtig Auto fahren lernt er aber nach eigenen Aussagen erst bei seinen Abstechern nach England, von wo er als erster Schweizer die modernsten Leichtbaukonstruktionen der dortigen Rennwagenbauer mit nach Hause bringt. Auf die Lotus Modelle 12 F2 und Eleven folgt 1960 ein Lola Mk2 mit 1200er Climax-Motor. Vögeles Debüt auf dieser Neuerwerbung erfolgt am legendären amerikanischen 12-Stunden-Rennen von Sebring, wo er zusammen mit Werkpilot Peter Ashdown auf Anhieb einen Klassensieg erringt.

Vögele auf dem Zeltweg
© Copyright / Fotograf: Archiv Vögele

Das Duo gewinnt anschliessend auch bei den 1000 km auf dem Nürburgring und liegt in Le Mans bis zum technisch bedingten Ausfall erneut auf dem ersten Platz seiner Klasse. In der Schweiz vermag er mit dem filigranen Frontmotor-Spider bei Slaloms und am Berg meist ganz vorne mitzumischen, was sich Ende Jahr im zweiten Platz in der Sportwagen-SM niederschlägt.

Der neue Lotus 19 Monte Carlo mit 2,5-Liter-Climax-Mittelmotor ist 1961 noch ziemlich fragil, doch da Vögele daneben auch den bewährten Lola und einen Lotus Elite an den Start bringt, gewinnt der mit weniger als 40 Jahren bereits stark ergraute Charles Vögele immerhin zum dritten Mal in Serie den österreichischen Flugplatz Cup.

Vögele mit Müller und Foitek
© Copyright / Fotograf: Archiv Vögele

1962 fährt er dann mit dem Lotus 19 seine zwei ersten Tagessiege bei Schweizer Bergrennen heraus und wird vor Herbert Müller und Harry Zweifel Sportwagenmeister. 1963 ist ein aktuelles Brabham-F1-Chassis, aber mit dem Climax-Vierzylinder bestückt, am Berg das Mass aller Dinge, und prompt setzt er sich damit bei den Rennwagen durch.

Vom Pech verfolgt

1964 misslingt die Titelverteidigung trotz neuem Brabham-Chassis in der zweiten Saisonhälfte wegen eines Kupplungsdefekts am Schauinsland sowie eines Drehers beim Finale in Eigental. Da er sich aber in dieser Saison 22 Mal klassiert und zahlreiche Erfolge bei Berg- und Rundrennen im Ausland feiern kann, wird der seit einiger Zeit wieder in seiner Heimat wohnhafte Ostschweizer vom ACS mit dem Coupe du Président ausgezeichnet.

Vögele in einem Mclaren Elva in Wien, Aspern
© Copyright / Fotograf: Archiv Vögele

1965 ist ihm das Glück in der Schweiz erneut nicht hold. Diesmal scheitert die Jagd auf den dritten nationalen Titel an einem Abflug beim verregneten Bergrennen Kandersteg. In den beiden folgenden Jahren gehört er mit dem Brabham am Berg zwar wiederum zu den Animatoren, daneben zieht es Vögele aber vermehrt auf die Rundstrecke. Diese Disziplin bereitet ihm nach wie vor mehr Spass, obschon er inzwischen als Bergspezialist international einen tollen Ruf geniesst. Der Zeitaufwand ist jedoch deutlich grösser.

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Kritiker stummgeschalten

1966 ersteht er bei Porsche einen der neuen Carrera 6 und verpflichtet den aufstrebenden Jo Siffert als Teamkollegen für die von Rico Steinemann gemanagten Langstreckeneinsätze. Nach einem tollen 6. Gesamtrang in Sebring schliessen sie in Monza erneut als bestes Privatteam ab. Als er dort im Regen fast so schnell unterwegs ist wie der als Ausnahmetalent geltende Siffert, straft der Gentleman-Driver jene Kritiker Lügen, die seine Erfolge vor allem auf überlegenes Material und grosszügige Budgets zurückführen. Siffert dient diese Saison übrigens als Sprungbrett für seine erfolgreiche Karriere als Porsche-Werkpilot.

Vögele mit Siffert in Sebring
© Copyright / Fotograf: Archiv Vögele

Misslungener Saisonauftakt - dafür aber Weltrekord

1967 geht der Saisonauftakt in Daytona hingegen voll daneben, denn Teamkollege Walter Habegger – einer seiner Dauerrivalen am Berg – wird mit dem Porsche 906 Langheck in einen Unfall verwickelt, und der ehemalige Werkswagen brennt völlig aus. Zusammen mit dem am Genfersee ansässigen Schweden Jo Bonnier plant Vögele danach Einsätze auf einem Lola T70, aber das Projekt kommt nicht zustande. Stattdessen erweitert er seinen Rennstall um einen Porsche Carrera 10 und intensiviert auch die Unterstützung von Silvio Moser, den er schon in früheren Jahren sporadisch mit einem Brabham Formel Junior am Berg auf seine SM-Gegner angesetzt hat.

Vögele im 911 R bei der Weltrekordsfahrt 1967
© Copyright / Fotograf: Archiv Vögele

Mit dem in Uster von Fritz Baumann aufgebauten Cooper-ATS soll Moser seine ersten Gehversuche in der Formel 1 unternehmen. Gleichzeitig will Vögele selbst damit gegen Bonnier antreten, der mit seinem Cooper-Maserati F1 und Schweizer Lizenz in der SM Unruhe zu stiften droht. Der Monoposto ist allerdings weder konkurrenzfähig noch zuverlässig, und auch das parallel dazu für Bergrennen angeschaffte dritte Brabham-Chassis (BT23B) funktioniert mit dem Climax 2,7-Liter nicht wirklich zufriedenstellend.

Einzig der Carrera 10 erfüllt die Erwartungen, und Erfolg beschieden ist auch dem zusammen mit Siffert, Dieter Spoerry und Rico Steinemann, sowie der Unterstützung von BP Schweiz unternommenen Rekordversuch auf dem bereits arg holprigen Hochgeschwindigkeitsoval von Monza. Als der zuerst vorgesehene Porsche Carrera 6 den Dienst quittiert, steigen die Schweizer kurzerhand auf einen beim Werk organisierten 911 R um und stellen in 96 Stunden bei Nebel und Regen insgesamt fünf Weltrekorde auf. Mit einem Schnitt von knapp 210 km/h legen sie in vier Tagen 20‘000 km zurück.

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Tritt in den Hintergrund

Im folgenden Jahr tritt Vögele als Fahrer nur noch sporadisch in Erscheinung, Mit der Gründung des Charles Vögele Racing Teams soll dafür Mosers Einstieg in die Formel 1 diesmal besser gelingen. Als Fahrzeug dient ein zweijähriger Brabham BT20-Repco, der 1967 von Guy Ligier pilotiert worden ist und mittlerweile gegen die Werksautos keinen Stich mehr hat. Der kleine Tessiner holt bei seinen fünf GP-Auftritten aber immerhin zwei WM-Punkte (5. in Zandvoort). Der Reservemotor des Brabham wird übrigens im Porsche 910 installiert. Die primär in England durchgeführte Operation beschert aber mehr Probleme als Zusatzpower, und der Porsche-Repco V8 geht als Flop in die Geschichte ein.

Vögele im Porsche Rennanzug
© Copyright / Fotograf: Archiv Vögele

Ende 1968 zieht sich Charles Vögele mit 45 Jahren abrupt aus der Rennsportszene zurück. So ist Moser, der sich weitere Unterstützung erhofft hat, wieder auf sich selbst gestellt, findet aber schliesslich Freunde, die ihm die Fortsetzung seiner F1-Karriere und den Kauf eines neueren Brabham erlauben. Der stets diskret auftretende Geschäftsmann äussert sich nie über die Gründe für diesen unerwarteten Schritt.

Ein wichtiger Punkt ist aber zweifellos der mangelnde Support, welcher seiner an der Zürcher Rennwagenschau 1967 lancierten Aktion «pro Autosport» für den Bau einer Schweizer Rennstrecke zuteil wird.

Nicht mehr im, sondern für den Rennsport aktiv

Neben der Förderung talentierter Piloten setzt sich Vögele seit Jahren auch in anderer Form für den Schweizer Rennsport ein. So eröffnet er in Zürich das erste Spezialgeschäft für Sportfahrerausrüstungen ausserhalb Englands, und 1963 übernimmt er von Walter Ringgenberg die Leitung der legendären Ausbildungskurse in Monthléry. Er ist zudem ein tragendes Vorstandsmitglied im SAR und investiert viel Herzblut in dessen traditionelle Rennwagenausstellung. Daher trifft es ihn besonders hart, als seine Bemühungen zum Teil aus den eigenen Kreisen hintertrieben werden. Sein Freund Steinemann zitiert ihn damals wie folgt: «Der Autosport war meine Geliebte. Aber sie hat mich verschmäht.» Erst als ihn der SAR 1997 anlässlich seines 50-jährigen Bestehens nachträglich zum Ehrenmitglied ernennt, findet eine Art Versöhnung statt, und Vögele lässt sich an der Feier nach beinahe dreissig Jahren Absenz wieder kurz in der Rennszene blicken.

Porträt von Charles Vögele
© Copyright / Fotograf: Archiv Vögele

Als Sohn des Dorfschusters von Uznach hat Vögele schon in jungen Jahren ein feines Gespür für Geschäfte und den Geschmack der Bevölkerung. Mit Ehefrau Agnes legt er 1955 in Form eines Direktversand-Handels den Grundstein zum späteren Modeunternehmen. Auch wenn er in seiner aktiven Zeit als Rennfahrer dieses Hobby mit grossem Aufwand betreibt, hat die expandierende Firma stets Priorität. Er baut ein Modeimperium mit Tausenden Mitarbeitern auf, das noch heute seinen Namen trägt.

Als die Familie den Konzern 1997 an eine Investorengruppe verkauft, läuft noch alles rund, seit einigen Jahren kommt er jedoch nicht mehr aus den roten Zahlen heraus. Nach dem Rückzug aus dem Rennsport wendet sich Charles Vögele einer weiteren Leidenschaft zu, der Kunst. Als grosser Opernliebhaber hat er sich schon lange zuvor geoutet. Nun übernimmt er mit der Berner Galerie Stuker ein traditionsreiches Auktionshaus und 1976 gründet er das Seedamm-Kulturzentrum Pfäffikon. 1995 erhält der Kunstmäzen vom Kanton Schwyz für seine Verdienste den Kulturpreis.

Hier sieht man Charles Vögele bei der Rückkehr von Sebring 1960, neben Freund Robert Schittli
© Copyright / Fotograf: Archiv Vögele

2002 verstirbt er im Alter von 79 Jahren, mit zwei seiner Söhne, Carlo und Peter, lebt die Rennsporttradition jedoch in der Familie weiter. Beide besitzen nämlich etliche historische Wettbewerbsautos und pilotieren diese Preziosen auch selbst bei grossen Oldtimer-Rennen.

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···
 
Quelle:

Neueste Kommentare

 
 
no******:
11.08.2020 (11:12)
Im März 1964 besuchte ich mein allererstes Bergrennen: Das war in Fléron (Belgien) und Charles Vögele fuhr Tagesbestzeit in seinem Brabham Intercontinental. Bemerkenswert ist auch, dass Jacky Ickx an diesem Tag dort sein erstes Rennen auf Ford Cortina Lotus bestritt (und natürlich bei den Tourenwagen unschlagbar war).
sw******:
11.08.2020 (09:56)
Nur sind die Söhne, wie bei Herbie Müller und Clay Regazzoni, nicht die Hälfte des Papa wert. Das Erbe durften sie alle mitnehmen.
Antwort von ei******
11.08.2020 (10:55)
Ich hätte da noch Mick Schumacher hinzuzufügen. Es gibt aber auch das Gegenteil, wie Nico Rossberg oder Max Verstappen beweisen.
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