Triumph 1300 Royal – Dasselbe, nur anders
Zusammenfassung
Kein Leiterrahmen, kein Hinterradantrieb, keine Kompromisse – der Triumph 1300 machte fast alles anders als seine Vorgänger. Doch blieb er mit Langhubmotor, reichlich Holzfurnier und einer vermasselten Modellpolitik noch britisch genug, um als Spross seiner Marke anerkannt zu werden. Dieser Artikel schildert die Entstehung des ersten (und letzten) Triumph mit Vorderradantrieb und zeigt historisches Bild- und Verkaufsmaterial.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Gestapelter Antrieb
- Italienisch in Form und Anspruch
- Sportlich oder königlich
- Kompliziert vereinfacht
Geschätzte Lesedauer: 5min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
So richtig begeistert sieht er ja nicht aus, der Triumph-Fahrer in der Werbeannonce von 1967. Natürlich nicht, immerhin hatte er gerade seinen zweisitzigen Sportwagen gegen eine familientaugliche Limousine eintauschen müssen. Dabei hätte er es noch weitaus schlechter treffen können. Denn nur wenige Sportwagenfahrer hatten Mitte der Sechzigerjahre das Glück, ihrer Marke treubleiben zu können – und dabei kaum an Fahrdynamik einbüssen zu müssen. Ursprünglich war Projekt "Ajax" als Nachfolger für den 1959 vorgestellten Triumph Herald gedacht. Trotz unbestrittener praktischer Vorteile und recht hübscher Karosserieform verkaufte sich der 700 Pfund teure Kleinwagen nämlich längst nicht so gut wie erhofft. Tatsächlich war der Herald so unbeliebt, dass Triumph – obwohl der TR3 erfolgreicher lief denn je – mit jedem gebauten Auto knapp 20 Pfund Verlust machte. Nach der Übernahme durch Lastwagenbauer Leyland im Juni 1961 war bei Standard-Triumph zum Glück wieder genug Geld für eine Neuentwicklung vorhanden.
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