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SC73
Bild (1/1): Tritan A2 (1984) - konnte als Motorrad zugelassen werden (© Bonhams, 2019)
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    Tritan Aero Car 2 - oder wie die Pizza schneller zum Kunden kommt

    20. April 2019
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bonhams 
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    Junge, frisch und dynamische Unternehmern wollen die Welt neu erfinden und über Innovation Marktvorteile generieren. So ist das heute, wenn Mobilitätsdienstleister wie Uber oder Lyft das autonom fahrende Taxi erforschen, so war es aber auch schon in der Vergangenheit, als die Pizza-Kette Domino’s für sich vor über 35 Jahren ein effizientes und günstiges Auslieferungsfahrzeug auf drei Rädern bauen liess.

    Schliesslich rechnete sich schon damals jede gewonnene Minute beim Ausliefern einer Pizza nicht nur in eingespartem Geld sondern auch in Qualitätsgewinn beim Kunden.

    Pizza zuhause in 30 Minuten

    Bis zum 23. April 1963 lässt sich Domino’s Pizza zurückverfolgen, denn an jenem Tag übernahmen die Brüger Tom und James Monaghan ein kleines Pizza-Restaurant in Ypsilanti (Michigan). James schied schon bald wieder aus, Tom aber kaufte weitere Pizzeria, so dass er 1965 bereits drei Restaurants besass und auch Pizza nachhause lieferte. Ein Mitarbeiter schlug den Namen “Domino’s Pizza” vor, Tom war von der Idee so angetan, dass er die Firma entsprechend umbenannte im Jahr 1965.

    Von der ursprünglichen Idee, für jedes Restaurant einen weiteren Punkt im Logo zuzufügen, kam Tom schon bald ab, denn bis 1978 besass er bereits 200 Pizza-Läden. Auch international expandierte Domino’s, die Rezepturen und Pizzagrössen waren aber überall dieselben und auch das 30-Minuten-Versprechen – so schnell sollten die bestellten Speisen beim Kunden angkommen –  war überall die oberste Zielsetzung.
    Dass man sich daher neue effiziente Wege suchte, um die Pizza heiss und schnell ans Ziel zu bringen, ist sehr gut nachvollziehbar.

    Das Dreirad von Tritan

    Tritan Ventures war eine Firma in Ann Arbor (Michigan). 1982 erschien der Triton Aero 135 in der Presse. Es handelte sich dabei um ein Dreirad, das mit einem 14-PS-Motor überdurchschnittlich ökonomisch – man sprach von 75 mpg, also 3,14 Liter pro 100 km – und gleichzeitig 60 Meilen pro Stunde (96 km/h) schnell sein sollte.

    Tritan Aero 135 Prototyp von 1982

    Tom Monaghan wurde auf dieses ungewöhnliche Dreirad, das in der Serie auf einen Verkaufspreis von USD 6400 kommen sollte, aufmerksam und bestellte 10 Prototypen zur Evaluierung.

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    Domino’s Tritan

    Die Triton-Ingenieure optimierten den Zweisitzer so, dass er einerseits mehr Leistung aufwies, gleichzeitig aber aerodynamisch noch effizienter wurde. Dem Kunststoff-Fahrzeug mit einem Rohrrahmen als Basis wurde ein cW-Wert von 0.15 zugesagt, das wäre anfangs der Achtzigerjahre mehr als doppelt so gut gewesen wie die besten Serienautos.

    Tritan A2 (1984) - aerodynamisch sehr effizient
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Als Motor kam nun ein Einscheibenwankelmotor mit 440 cm3 und 30 PS zum Einsatz. Man sprach jetzt sogar von 80 mpg, also weniger als drei Liter Benzinverbrauch pro 100 km. Statt eines zweiten Sitzes, die beiden Sitzplätze waren mittig in Tandem-Konfiguration vorgesehen, gab es im Domino-Triton eine Ablagefläche für die Wärmetasche mit den Pizza-Schachteln.

    Tritan A2 (1984) - Vordersitz für den Fahrer
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Am Heck sorgte nun ein sogenannter “Amick” Bogen, benannt nach dem Aero-Car-Designer James Amick, anstelle der zwei Finnen, für einen niedrigen Luftwiderstand und Schubhilfe beim Segeln (bei Seitenwind).

    Gerade einmal knapp über 400 kg schwer war das nun Triton A2 (Aero Car 2) genannte Dreirad und es sorgte sicherlich für Aufsehen, wenn es in seiner Domino’s-Lackierung auftauchte.

    Strassengebundenes Flugzeug

    Wie ein Auto sah der Triton definitiv nicht aus, eher wie ein Flugzeug. Da passte es auch gut, dass es keine konventionellen Türen gab, sondern die Glashaube wie bei einem Flugzeugcockpit nach vorne geschoben wurde. Das Innere wirkte dann aber deutlich auto-mässiger, schliesslich liess sich das Aero Car fahren wie ein Automobil, auch wenn man dies in einigen Bundesstaaten auch mit dem Motorradführerschein tun durfte.

    SC73

    Kein Erfolg

    Offenbar war der Piloteinsatz kein Erfolg, denn nach den 10 Prototypen im Jahr 1984 bestellte Monaghan keine weiteren Tritan, sie waren ihm wohl mit USD 15’000 Anschaffungspreis auch zu teuer. Und vermutlich hatten sie sich als nicht effizienter erwiesen als andere Auslieferungsfahrzeuge damals.

    Titan A2 Domino

    Vor allem dürfte er wohl um die Zuverlässigkeit der kleinen Vehikel besorgt gewesen sein, denn noch schlimmer als knapp nach den 30 Minuten anzukommen, war gar nicht ans Ziel zu gelangen und ob da ein in Israel entwickelter Wankelmotor der Weisheit letzter Schluss war, kann man sich nur wundern.

    Plan nicht aufgegeben

    Den Plan, eigene Auslieferungsfahrzeuge einzusetzen gab man bei Domino’s aber nicht auf. So präsentierte die Pizza-Firma 2015 einen Auto namens “Domino’s DXP, der auf einem Chevrolet basierte und sogar einen Ofen an Bord hatte.

    DRU

    2016 stellte man “DRU” vor, die Domini’s Robotic Unit, die selbständig auf kurzen Strecken Pizzas ausliefern konnte.

    Aber so cool wie der Tritan waren weder DXP noch DRU.

    Eine gute Handvoll Überlebende

    Von den zehn Domino’s-A2 dürften fünf oder sechs Exemplare überlebt haben, teilweise in Privatbesitzer, teilweise in Museen. Einer stand mit 1,7 Meilen auf dem Tacho im Tupelo-Museum, wurde wohl nie wirklich gefahren. Jetzt kommt er zusammen mit den anderen Autos aus dem Museum am 27. April 2019 an der Bonhams-Tupelo-Versteigerung unter den Hammer und soll zwischen USD 10’000 und 15’000 kosten. Allerdings wird das auffällige Gefährt ohne Mindestpreis angeboten.

    Bis das Dreirad wieder komplett und fahrsicher ist, dürften noch einige Arbeiten nötig sein, aber ein eindrücklicher Auftritt ist dem zukünftigen Besitzer damit sicherlich gewiss.

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    ···
     
    Quelle:

    Alle Kommentare

     
     
    to******:
    23.04.2019 (22:52)
    Das ist wirklich lustig; wenn so etwas im Rückspiegel erscheint, macht sogar ein BMW-Fahrer Platz.
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