Mercedes-Benz 280E - sportlich unterwegs im Strich-Acht
Zusammenfassung
Erwartet hatte man von Mercedes eigentlich einen kleinen Benz, die Zeitschriften waren Ende der Sechzigerjahre voll von entsprechenden Spekulationen. Aber es kam der Strich-Acht, der die kleine Heckflosse ablöste und so ganz anders aussah als sein Vorgänger. Und es gab ihn auch mit einer richtig starken Motorisierung, dem 2,8-Liter-Reihensechszylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Ein Vorgänger der AMG-Sportlimousinen? Dieser Bericht erzählt die Geschichte des Strich-Acht und des leistungsstärksten Modells und zeigt die Autos auf vielen historischen und modernen Fotos.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Schlichte Karosserie
- Nur keine Revolution
- Fortschritt unter dem Blech
- Platzhirsch
- Mit Sportmotorisierung
- Grosse Streuung
- Langläufer?
- Sorgfältige Modellpflege
- Noch immer ein schneller Reisewagen
- Weitere Informationen
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Erwartet hatte man von Mercedes eigentlich einen kleinen Benz, die Zeitschriften waren Ende der Sechzigerjahre voll von entsprechenden Spekulationen, genährt noch durch Erlkönigaufnahmen der kommenden Limousine. Doch, obschon der Strich-Acht, so inoffiziell wegen des Geburtsdatums 1968 benannt, war zwar kleiner als der zweieinhalb Jahre vorher präsentierte W108/109, löste aber den Mittelkasse-W110 ab, bekannt als “kleine Heckflosse”. Im Vergleich zu diesem wirkte er optisch aber wie von einem anderen Stern. Für die Linienführung war, wie bei der Oberklassenlimousine Paul Bracq verantwortlich. Im Vergleich zur ebenfalls von Bracq stammenden Oberklassen-Limousine war die Karosserie noch geradliniger gestaltet worden, die Scheinwerfer vorne waren eckiger und schlanker, die Heckleuchten geometrischer. Die Gürtellinie lag tief, die Fensterflächen waren gross. Zwischen den verschiedenen Motorisierungen gab es karosserieseitig nur minimale Unterschiede.
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Bilder zu diesem Artikel


Bild 18: Mercedes-Benz 280 E (1975) – Lichtschalter
Der abgebildete Lichtschalter ist für die Beleuchtung im Fond! Übrigens eine Sonderausstattung.
Bild 32: Mercedes-Benz 280 E (1975) - verchromte Radkappen, wie es schon in den Sechzigerjahren üblich war.
Die Radkappen sind nicht verchromt, sondern aus poliertem Edelstahl.
Bild 41: Mercedes-Benz 280 E (1971) - Baureihe W114
280 und 280 E wurden erst 1972 vorgestellt.
Bild 42: Mercedes-Benz 280 E (1971) - mit Schafen
280 und 280 E wurden erst 1972 vorgestellt.
Bild 44: Mercedes-Benz 200 D (1970) - durch das Fischaugen-Objektiv gesehen
Der 240 D 3.0 wurde erst 1974 vorgestellt. Die drei anderen Diesel-Versionen der zweiten Serie wurden erst gar nicht erwähnt.
Bild 45: Mercedes-Benz 200 D (1970) - ganz schön bunt, diese Diesel-Limousinen der Baureihe W115
Der 240 D 3.0 wurde erst 1974 vorgestellt.
Bild 49: Mercedes-Benz 200 D (1974) - als Taxi
Dies ist ein Modell der ersten Serie. Der rechte Außenspiegel wurde ab 08.1969 auf dem Kotflügel montiert. Ab 02.1971 waren die Taxis in Hellelfenbein statt Schwarz lackiert. Ab 08.1971 war das Kühlergitter aus Kunststoff statt Blech gefertigt. Demnach stammt das abgebildete Fahrzeug aus der Zeit zwischen 02.1971 bis 07.1971.
Bild 50: Mercedes-Benz 200 D (1974) - als Taxi
Das abgebildete Fahrzeug stammt aus der Zeit zwischen 02.1971 bis 07.1971.
Bild 55: Mercedes-Benz 200 (1968) - W114/115 im Winter
Es ist ein Fahrzeug aus der Typenreihe W115, die W114 hatten damals ein grobmaschiges Kühlergitter.
Bild 56: Mercedes-Benz 200 (1967) - viel Platz im Kofferraum, trotz Reserverad
Das Foto zeigt einen 200 D (siehe Kofferraumhaube). Es ist ein Fahrzeug von 1968.
Bild 59: Mercedes Benz 200 (1967) - der fertige Wagen verlässt die Produktion.
Das Bild zeigt einen 250 vom Typ W114. Erkennbar an der doppelten Stoßstange und dem grobmaschigen Kühlergitter.
Bild 61: Mercedes-Benz 200 (1971) - Werbeanzeige betont die Sicherheit der Baureihen W114/115.
Das abgebildete Fahrzeug ist vor 12.1968 produziert worden (der Innenspiegelfuß war nur bis 11.1968 verchromt).
Bild 69: Mercedes-Benz 280 E (1971) - als Coupé und Limousine
280 und 280 E sowie 280 C und 280 CE wurden in 04/05.1972 vorgestellt.
Bild 71: Mercedes-Benz 280 E (1971) - längs eingebauter Reihensechszylinder mit 185 PS
Der 280 E wurde erst in 04/05.1972 vorgestellt.
Bild 72: Mercedes-Benz 280 E (1971) - Blick in den Motorraum
Der 280 E wurde erst in 04/05.1972 vorgestellt. Unterschied zu Bild 71: Dieser hat keine Klimaanlage.
Bild 74: Mercedes-Benz 280 E (1971) - sicherlich eine seltene Farbe für den Sechszylinder
Der 280 E wurde erst in 04/05.1972 vorgestellt.
Bild 75: Mercedes-Benz 280 E (1971) - gerne in dunklen Lackierungen bestellt
Es ist das gleiche Bild wie Bild 74. Aus rot wurde im schwarz-weiß eine dunkle Lackierung?
Bild 76: Mercedes-Benz 280 E (1971) - mit Sechszylindermotor
Der 280 E wurde erst in 04/05.1972 vorgestellt.
Bild 83: Mercedes Benz 200 (1976) - Rohkarosserie für Karosseriebauer, die auf dieser Basis Krankenautos oder auch Rennwagen bauten.
Das Bild zeigt die Rohkarosse eines W 123!
Weitere sachliche Fehler:
„Setzt man sich heute in einen 280 E der Baureihe W 115, dann weiss man sofort, dass man in einem Mercedes sitzt.“
Der 280 E gehört zur Baureihe W 114!
„Drehzahlmesser fehlt, dafür wird der Schalthebel der Automatik entlang der typischen gezackten Kulisse und über die Stufen P, R, N, D, S und L geführt.“
Dies gilt nur bei Wählhebel in der Mittelkonsole. Bei der Lenkradautomatik werden die schaltstufen im Kombiinstrument angezeigt.
Weitere Fehler (Grammatikfehler):
•Falsch: „Eine Revolution wollte man aber trotz dem komplett neuen Karosseriekleid nicht anzetteln, …“
•Korrekt: „Eine Revolution wollte man aber trotz des komplett neuen Karosseriekleids nicht anzetteln, …“
•Falsch: „Eine formfeste Passagierzelle und verformbare Bug- und Heckpartien gehörten genauso dazu wie eine gepolsterte Flächen beim Armaturenbrett, ....“
•Korrekt: „Eine formfeste Passagierzelle und verformbare Bug- und Heckpartien gehörten genauso dazu wie eine gepolsterte Fläche beim Armaturenbrett, …“
•Falsch: „Zum Aufriss taugt die Limousine also nur bedingt, zur gemütlichen und nervenschonenden Ausfahrt zu Viert aber jederzeit.“
•Korrekt: „Zum Aufriss taugt die Limousine also nur bedingt, zur gemütlichen und nervenschonenden Ausfahrt zu viert aber jederzeit.“















































































































































































































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