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Bild (1/4): MG B GT (1970) - elegant, sportlich und praktisch (© Daniel Reinhard, 2017)
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    MG B GT - elegant, praktisch und fortschrittlich

    7. Juli 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
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    Wer gerne im britischen Sportwagen fuhr, den Wagen aber auch im Alltag einsetzen und ab und zu etwas transportieren wollte, der erhielt Ende 1965 eine neue Alternative, den MG B GT. Bereits beim Vorgänger MG A hatte es ein Coupé gegeben, doch beim MG B half die italienische Designschmiede Pininfarina mit, eine nicht nur elegante, sondern eben auch sehr praktische geschlossene Variante zu entwickeln.

    MG B GT (1970) - grosszügig verglast
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Formschön

    Erstmals öffentlich gezeigt wurde das neue Coupé im Oktober 1965 an der Earls Court Motor Show in London. Die Automobil Revue berichtete:
    “Eine weitere grosse Attraktion auf dem Stand der British Motor Corporation stellt ein auf einer Drehplatte aufgebautes Schnittmodell des eben neu herausgebrachten MGB-GT-Coupés dar, welches auf Grund seiner sehr ansprechenden Linienführung grosse Scharen von Salonbesuchern anzieht. Das im Fastback-Stil gehaltene Coupe, dessen Pavillonlinie von Pininfarina stammt, kennzeichnet sich durch die bis ins Dach greifende Heckklappe. Durch Umlegen der hinteren Notsitzbank, die sich allenfalls entfernen lässt, vergrössert sich das Gepäckabteil ganz wesentlich, und die soignierte Innenausstattung unterstreicht den luxuriösen Charakter dieses formschönen GT-Coupés. Sein 95 SAE-PS- Motor entspricht demjenigen der bekannten Cabrioletausführung; verstärkte Federelemente sowie ein Stabilisator tragen jedoch der höheren Nutzlast Rechnung.”

    MG B GT (1972) - wurde gerne mit jungen Pärchen gezeigt
    © Zwischengas Archiv

    Und tatsächlich, das neue Coupé überzeugte mit zeitloser Eleganz, wirkte formschöner als das natürlich weiterhin gebaute Cabriolet, dem es ein wenig an Pfiff fehlte.

    MG B GT (1973) - mit der sich öffnenden Heckklappe wurde ein Trend kreiert - praktisch nicht nur für Hundebesitzer
    © Zwischengas Archiv

    Wer genau hinsah, erkannte, dass die Pininfarina-Designer eigentlich gar nicht soviel tun mussten, um aus dem Cabrio, das schon seit 1962 auf dem Markt war, ein eigenständiges Coupé werden zu lassen. Der gesamte Glasaufbau war neu, die Windschutzscheibe und die Seitenscheiben höher, die hintere Scheibe neu und als Abschluss ergänzte ein Schrägheck (Fastback) die Coupé-Silhouette.

    Überdurchschnittlich praktisch

    Richtig alltagstauglich wurde das Coupé durch die Heckklappe, die relativ tief herunterreichte und einen komplett flachen Kofferraumboden freigab, der durch Umklappen der Mini-Rücksitzlehnen noch verlängert werden konnte. Natürlich liessen sich im nun 1,254 Meter hohen Coupé keine Kommoden transportieren, für den Wochenendeinkauf reichte es aber damals genauso wie heute.

    MG B GT (1967) - wurde gerne mit Damen präsentiert
    © Zwischengas Archiv

    Die Rücksitze aber wollte man wohl bestenfalls kleinen Kindern zumuten, geräumig war das Fondabteil nämlich nicht.

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    Technisch geringfügig modifiziert

    Aus Kostengründen wurde soviel wie möglich vom Cabriolet übernommen, so dass auch die eigentlich festere Coupé-Karosserie auf der Bodengruppe der offenen Variante basiert, was zu einem Eigengewicht von 1075 kg (vollgetankt) führte. Auch das Fahrerwerk mit Querlenkern und Schraubenfedern vorne, sowie einer Starrachse an Längsblattfedern hinten wurde zusammen mit der Zahnstangenlenkung mit wenigen Modifikationen vom Cabrio übernommen, genauso wie die gemischte Bremsanlage mit Scheiben vorne und Trommeln hinten.

    Ein Sportwagen?

    In der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre war die Konkurrenz des MG B deutlich stärker geworden. Das neue Coupé glänzte zwar durch seine Praxistauglichkeit, mit DM 14’535 oder CHF 14’200 war es aber relativ teuer geworden, was auch mit der vergleichsweise guten Ausstattung hierzulande zu tun hatte.

    Die Konkurrenz aber konnte es günstiger, so kostete ein Fiat 124 Sport Coupé damals gerade einmal DM 9980, ein Alfa Romeo Giulia GT Veloce DM 13’990 und selbst der Porsche 912 war mit DM 16’980 nicht allzu viel teurer. In den Fahrleistungen (0 bis 100 km/h in 13,9 Sekunden) hinkte das neue Heckklappen-Coupé den Alternativen teilweise deutlich hinterher, in der Höchstgeschwindigkeit konnte es knapp mit den Langsameren mithalten.

    MG B GT (1973) - das Coupé lief vor dem Cabriolet aus
    © Zwischengas Archiv

    Beim Fahrverhalten spürte man die Nähe zum Vorgänger MG A noch deutlich, allerdings hatten die Ingenieure von BMC ihren Job ganz gut gemacht:
    “In der Abstimmung aber hat es Fortschritte gemacht, so dass der MG B keineswegs schlecht liegt; ohne grosse Mühe kann man sportlich schnell fahren, vor allem auf guten Strassen. Doch auch auf unebenen Bahnen, wo es gelegentlich zu kleinen Versetzern der Hinterachse kommt, gerät man kaum in Schwierigkeiten, weil der Wagen über ein neutrales, gutmütiges Eigenlenkverhalten verfügt”, schrieb Manfred Jantke anlässlich seines Tests für Auto Motor und Sport im Jahr 1967.

    Er kritisierte aber das nicht mehr konkurrenzfähige Vierganggetriebe mit unsynchronisiertem ersten Gang, die mässigen Fahrleistungen und die aus seiner Sicht immer noch spärliche Ausstattung bei hohem Preis.

    Stetige Evolution

    Man war sich bei BMC und später Leyland bewusst, dass der MG B nicht mehr in allen Punkten zeitgemäss war. Den Leistungshungrigen bot man zunächst den Sechszylinder-C und später den GT V8. Auf der Preisseite mässigte man sich soweit möglich, so dass das Coupé eher günstiger als teurer wurde über die Jahre. In der langen Bauzeit bis 1980 erhielt das Coupé jeweils im Einklang mit dem Cabriolet immer wieder Verbesserungen zugestanden, so etwa ein synchronisiertes Vierganggetriebe ab 1967 und die Gummi-Stossstangen ab 1974, die den Amerikanern zu verdanken waren. Auch am Interieur und an der Ausstattung wurden immer wieder Modifikationen zugestanden.

    MG B GT (1975) - die amerikanischen Gummistossstangen gerieten dem Coupé nicht zur Zierde
    © Zwischengas Archiv

    Im Grossen und Ganzen aber blieb sich das MG B GT Coupé über 125’282 gebaute Exemplare  stets treu. Im Vergleich zum Roadster, der fast 400’000 Mal gebaut wurde, war die geschlossene Version deutlich mehr auf den Alltagsbetrieb und lange Fahrstrecken ausgelegt, weshalb der Anteil der überlebenden Fahrzeuge relativ gering ist.

    Klassisch elegant

    Ein MG B GT fällt heute nicht auf, denn weder ist er besonders laut, noch weist er exzessive Formen auf. Er wirkt beinahe zeitlos und überrascht auch heute noch durch seine praxisorientierte Gestaltung.

    MG B GT (1970) - mit dem Originallenkrad
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Im Innern fällt sofort die typisch britische Gestaltung auf und die klassischen Rundinstrumente schmeicheln dem Auge genauso wie das Federspeichen-Lenkrad oder der grosse Lautsprecher in der Mitte des Armaturenbretts.

    MG B GT (1970) - schlicht und elegant
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Zusammen mit den bei den frühen Modellen serienmässigen Speichenräder und den kompakten Dimensionen (3,9 Meter Länge, 1,522 Meter Breite) ist der MG für viele Fans britischer Fahrzeuge der ideale Enstiegsoldtimer.

    Brav oder zu brav?

    Reichen 95 PS für einen Sportwagen mit fast 1,1 Tonnen Gewicht? Im Prinzip wirkt die Leistung schon arg knapp heute, da selbst kleine Dieselpersonenwagen deutlich dynamischer beschleunigen. Aber eigentlich gibt es im Alltag keinen Grund, auf den MG zu verzichten. Der 1,8-Liter-Vierzylinder wuchtet immerhin 152 Nm auf die Kurbelwelle und dies bei zivilen 3000 Umdrehungen. Die vier Gänge lassen sich sorglos schalten, der (damals aufpreispflichtige) Overdrive senkt die Drehzahl im vierten Gang bei 120 km/h um fast 1000 Umdrehungen.

    MG B GT (1970) - mit der praktischen Hecktüre
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Der Tonfall des fünffach gelagerten Vierzylinders ist luftig und etwas knurrig, gefällt vor allem im Bereich unter 4000 Umdrehungen. Weit darüber hinaus muss man auch nicht gehen.

    Im heutigen Verkehr kann man gut mithalten und wenn Kühler und Ventilator in gutem Zustand sind, dann sollte der MG auch mit den heutigen Sommertemperaturen zurechtkommen.

    Die Sache mit der Golftasche

    In den Achtziger- und Neunzigerjahren war es ein wichtiges Kriterium bei Sportwagen, ob man eine oder zwei Golftaschen damit transportieren könne. In den Sechzigerjahren dürfte dies eigentlich weniger häufig verlangt worden sein, trotzdem tauchten auf MG-Werbeillustrationen häufig Golf-Spieler auf.

    MG B GT (1968) - auch auf dem Golfplatz praktisch, dank der grossen Heckklappe
    © Zwischengas Archiv

    Hierzulande dürften sich allerdings die wenigsten Golf-Spieler eine MG gekauft haben und selbst heute sind diese Leute wohl eher im Bentley oder allenfalls Aston Martin unterwegs, nichtsdestotrotz aber fasst der MG-B-GT-Kofferraum auch heute noch eine Golfausrüstung.

    MG B GT (1970) - eine tiefe Ladekante erleichtert das Ein- und Ausladen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Wir danken Classic-Autos.ch für die Gelegenheit, den grünen MG B GT mit Jahrgang 1970 portraitieren zu können.

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    ···
     
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    la******:
    11.07.2017 (12:11)
    Als der MGB GT in England erschien, nannten ihn die Presse und auch das autoaffine Volk bald einmal "poor man's Aston Martin", und von der Form her hatten sie um 1965 herum gar nicht mal so unrecht!
    ox******:
    11.07.2017 (15:51)
    Das wirklich alltagspraktische heute: der B ist im Kern ein Bauernauto und technisch kaum kleinzukriegen. Ersatzteile sind kein Problem und sehr günstig zu bekommen. Unser GT ist seit Kauf in der Familie, unrestauriert, technisch sauber - und noch immer ein solider 3er. Die Karosse muss man allerdings ein wenig im Auge behalten. Ich fahr ihn gerne, und dass er damals technisch hinterherhinkte ist heute völlig egal.
    su******:
    11.07.2017 (17:25)
    Habe zwischen 1987 und 1990 einen MGB GT mit OD gefahren und viel Spass gehabt mit dem Wägelchen. Sogar das Kajak hatte Platz auf dem Dachträger. Doch leider machte die elektrische Anlage so ungefähr bei jedem Regen schlapp. Bin dann umgestiegen auf einen Eurospider, ebenfalls Pinifarina-Design. Seit 19 Jahren steht nun ein SLK auf dessen Garagenplatz.
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