Lamborghini LM002 – exklusiver kann ein Geländewagen kaum sein
Zusammenfassung
Der LM002 mit seinem V12 Motor aus dem Countach ist wohl das aussergewöhnlichste Auto, das Lamborghini je gebaut hat. Der Geländewagen verfügte über hervorragende Off-Road-Eigenschaften und war innen luxuriös ausgestattet. Das Gewicht und die hohe Leistung machten ihn aber zu einem durstigen Gesellen.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Militärfahrzeug
- Tiefe Stückzahlen über die gesamte Bauzeit
- Kein Supersportler, aber schnell genug
- Geländetauglich
- Nicht zimperlich
- Überraschend kompakt
- Bester Freund des Tankstellenpächters
- Nicht perfekt
- LM002-Besitzer werden?
- Weitere Informationen
Geschätzte Lesedauer: 5min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Im Januar 1988 schrieb die Zeitschrift “Sport Auto” mit einem ironischen Unterton “Der LM wendet sich in erster Linie an Regierungen, die eine Wüste zu verteidigen haben” und nannte ihn eine “Off-Road-Skulptur”. Im Magazin “Car and Driver” wurde er 1987 als “Rambo Lambo” betitelt. Die Rede ist natürlich vom Lamborghini LM002, dem ersten Geländewagen von Lamborghini. Ursprünglich sollte Lamborghini zusammen mit dem US-Unternehmen Mobility Technology International einen geländetauglichen Nachfolger des Jeeps für die US Army bauen. Es entstanden zwei Heckmotor-Prototypen mit dem Namen “Cheetah”, welche von Chrysler-V8-Motoren mit knapp 6 Liter Hubraum angetrieben wurden und lediglich etwa 180 PS leisteten.
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Nach der Vorstellung des "Cheetah" (Jagdleopard) 1977 in Genf, wurde dieser für militärische Wüstentests nach Kalifornien gebracht und erlitt im Testprozedere einen Totalschaden. Wie hinter vorgehaltener Hand erzählt wurde, verlor MTI nicht nur deshalb die Ausschreibung, sondern auch weil es gewissen Kreisen Unbehagen bereitete, von einem damals nahezu bankrotten Sportwagenbauer, in dessen Heimatland damals Kommunisten im Parlament saßen, US-amerikanisches Militärgerät bauen zu lassen.
Doppelt schlimm für Lamborghini, denn in das Cheetah-Projekt flossen jene staatlichen Subventionen, die eigentlich für die Fertigungskooperation mit BMW für den M1 genehmigt worden waren - BMW stieg aus.
Als 1980 die Mimran-Familie Lamborghini rettete, wurde die Cheetah-Idee wieder aufgegriffen und der "LM 001"-Prototyp entstand 1981 (LM = Lamborghini "Military" bzw. "Militare", V8, ~5,9 Liter, ~180 PS). Es folgten die Prototypen LMA (1982, V12, ~4,8 L, ~330 PS), LM 004 (1984, die agilste Variante mit V12-Rennbootmotor!, ~7,3 L, ~420 PS) und schließlich der marktreife LM 002 (1986, V12, ~5,2 L, ~444 PS als Vergaser, ~426 PS als Einspritzer). Der LM 003 (mit 150 PS-Turbodiesel von VM Motori) blieb ein Reißbrettprototyp.
Zum Benzinverbrauch:
1990 attestierte "Quattroroute" dem 426 PS-Einspritzer folgende Trinksitten: bei konstant 60 km/h = 18,9 L/100 km, bei 100 km/h = 25,9 L, bei 130 km/h = 34,1 L und bei 180 km/h = 53,7 Liter. Manche Besitzer ließen ihren LM002, ob des rustikalen Benzingenusses, daher auf V8-Motoren zeitgenössischer Mercedes S-Klassetypen umrüsten. Verständlich. ;)


Danke für die interessanten Kommentare zur Ergänzung des recht kurzen Artikels :-)













































































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