Windbeutel – BMW 2002 mit Turbolader im (historischen) Test
Zusammenfassung
Alles andere als begeistert äusserte sich 1974 der Auto-Tester Jürgen Rapp über den damals neuen BMW 2002 mit Turbolader. Er ging sogar so weit, das Konzept Turbolader an sich zu verwerfen. Wie wir wissen, hat sich der Turbo in den folgenden Jahren dennoch bewiesen, umso spannender ist es im Test von damals zu lesen, wie sich die frühen Turbos anfühlten.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Nur für amerikanische Straßenkreuzer
- Computergesteuert
- Schlicht und einfach traurig
- Trinkfreudig
- Technische Daten
- Messungen
Geschätzte Lesedauer: 14min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Drei Möglichkeiten gibt es im Prinzip, um seinem Auto Zusatzkräfte zu verpassen: das konventionelle Tuning, wobei der vorhandene Motor durch Kunstgriffe wie Aufbohren, Verdichtungserhöhung und andere Finessen hochgepäppelt wird; dann die simple Methode, einen größeren und stärkeren Motor eines kräftigeren Typs in ein kleines Auto zu verpflanzen; zuletzt der Weg über die Aufladung eines konventionellen Motors. BMW schlug die zuletzt erwähnte Richtung ein und liefert – als erstes deutsches Autowerk nach dem Krieg – Autos mit Lader-Motoren. Dabei ist das Prinzip der Motoraufladung, wobei der Gasdurchsatz des Aggregates erhöht wird, lange bekannt und im Grunde sehr logisch. Im Gegensatz zum Saugmotor, der sich seine Atemluft mühsam hereinsaugen muß, wird bei der Laderkonstruktion die Luft förmlich in die Brennräume gepreßt. Das kann entweder durch einen Kompressor geschehen, der für seine Verdichtungsarbeit Energie vom Motor verlangt, oder durch einen Abgas-Turbolader, der die für ihn nötige Antriebsenergie den allgemein nutzlos entweichenden Abgasen entnimmt.
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