Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Oldtimer Galerie Toffen Versteigerung Gstaad 2018: Oldtimer Galerie Toffen Versteigerung Gstaad 2018
Bild (1/5): Audi 50 GLS (1977) - zwei Rundscheinwerfer und vier Ringe, wie beim Audi 80 (© Daniel Reinhard, 2018)
Fotogalerie: Nur 5 von total 59 Fotos!
54 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Multimedia

Markenseiten

Alles über Audi

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Audi 50 (1974-1975)
Limousine, dreitürig, 50 PS, 1093 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Audi 50 (1975-1977)
Limousine, dreitürig, 60 PS, 1093 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Audi 50 (1975-1978)
Limousine, dreitürig, 50 PS, 1093 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Audi Audi (1965-1968)
Limousine, zweitürig, 72 PS, 1696 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Audi Audi (1965-1968)
Limousine, viertürig, 72 PS, 1696 cm3

Spezialisten (Auswahl)

Chromstahl-Auspuffcenter
 
Bonhams: Bonhams Paris 2019
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Audi 50 - der vergessene Geniestreich

    4. Dezember 2018
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (46)
    Volkswagen 
    (5)
    Audi Pressedienst 
    (1)
    Archiv 
    (7)
     
    59 Fotogalerie
    Sie sehen 5 von 59 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    54 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Die deutschen Autobauer hatten den Kleinwagen lange Herstellern wie British Leyland, Fiat oder Renault überlassen, bis dann 1974 der Audi 50 erschien.

    Audi 50 GLS (1977) - damals gab es noch keine Xenon-Lichter
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    In kürzester Zeit entwickelt

    Im Juli 1971 begann die Entwicklung, die Ludwig Kraus als letztes grosses Projekt vor seiner Pensionierung leitete.

    “Es war nicht unsere Absicht, einen Kleinwagen zu bauen, sondern ein vollwertiges Auto mit einer karossablen Länge, die 50 cm unter der des Audi 80 liegen sollte”, erklärte Kraus damals nach der Präsentation, die anfangs September 1974 stattfand.

    Audi 50 (1974) - Skizze
    © Copyright / Fotograf: Volkswagen

    Dass man in nur drei Jahren ein komplett neues Modell, dazu noch mit einem neuen Motor, hatte entwickeln können, löste damals einiges an Bewunderung für die fleissigen Auto-Entwickler aus.

    Ganz bei Null musste man (trotz des internen Namens A Null für den Audi 50) nicht beginnen, die NSU-Entwickler hatten bereits Ende der Sechzigerjahre an einem modernen Kleinwagen mit querliegendem und wassergekühlten Frontmotor herumgetüftelt.

    Modern und vielseitig

    Mit querliegendem Vierzylinder, Vorderradantrieb und Schrägheck samt Hecklappe folgte man zwar bereits bewährten Pfaden, vieles machte man aber anders als die Konkurrenz, manches auch besser. Und vor allem auf nur 3,5 Metern Länge. Und ohne Kompromisse bei der Sicherheit, denn alle europäischen Anforderungen wurden erfüllt.

    Audi 50 (1975) - sicherer Kleinwagen im Stil von Audi
    © Zwischengas Archiv

    “Wenn Sie ein Auto mit dreieinhalb Meter Länge bauen, das einen ausreichenden Innenraum bieten soll, dann müssen Sie ein Schrägheck wählen. Der zweite Punkt ist, dass der Quermotor für das kleine Auto wiederum Länge spart – ich würde sagen etwa 80 bis 100 mm”, erklärte Ludwig Kraus damals den Journalisten.

    Stolz waren die Audi-Leute damals darauf, dass das Styling im eigenen Hause entstanden war, auch wenn man dann doch noch von etwas Beratung aus dem Haus Bertone (Marcello Gandini) für einige Detailverbesserungen profitierte.

    Audi 50 LS (1974) - Werbung - Der Neue
    © Zwischengas Archiv

    Grosse Fensterflächen, kurze Überhänge und eine angedeutete Keilform waren Grundelemente des Designs, die Front erinnerte bewusst an den Audi 80.

    Als Motor kam ein Vierzylinder mit Querstromkopf und 1093 cm3 zum Einsatz, der je nach Modell und Spezifikation zwischen 50 und 60 PS bei 5800/6000 Umdrehungen entwickelte.

    Das mit dem Motor verblockte Getriebe wies vier Gänge auf und verteilte die Kraft über zwei ungleich lange Antriebswellen auf die beiden Vorderräder.

    Während die Vorderräder an McPherson-Federbeinen aufgehängt waren, sorgten hinten gezogene Längsschwingen mit Federbeinen für die unabhängige Radführung (Stichwort “Koppellenkerachse).

    Scheibenbremsen vorne und Trommelbremen verzögerten  den Wagen (auf Wunsch mit Servounterstützung). Eine Zahnstangenlenkung komplettierte die moderne Konstruktion. Wie der parallel entwickelte Golf verfügte auch der Audi 50 über einen “negativen Lenkabrollradius”, der für mehr Fahrstabilität in allen Situationen sorgen sollte.

    Die selbstragende Karosserie hatten die Ingolstädter auf Leichtbau getrimmt, das Ergebnis waren ein Leergewicht von 685 kg, die Vorserienautos waren noch leichter gewesen, die relativ umfangreiche Ausstattung schlug aber auf’s Gewicht.

    Neu konzipiert waren auch die Sitze, die erstmals ein Vollpolster aus Polyurethanschaum anstelle eines “Drahtgewirkes” enthielt. Die Materialkosten bei diesen Sitzen waren zwar höher, die Herstellung insgesamt aber günstiger.

    Schon bei der Präsentation munkelte man schon von einem Volkswagen-Zwilling, aber vorerst hatte der Audi 50 das Feld für sich alleine.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    xpertcenter AG: Die XpertCenter AG - Ihr Outsourcingpartner rund um die Schadenbearbeitung

    Hochwillkommen

    Die gesamte deutschsprachige Autopresse brannte natürlich darauf, den ersten deutschen Mini der Neuzeit zu testen. Die Resonanz war überwiegend positiv, der kleine Audi kam gut an.

    Audi 50 GL (1975) - ein fesches Mädel lehnt sich an den kleinen Audi, der vom italienischen Meister Marcello Gandini gezeichnet wurde
    © Zwischengas Archiv

    Auto Motor und Sport brachte bereits im November 1974 den ersten Test des Audi 50 LS und zeigte den Kleinen gleich im Flug. Viele Leute würden den neuen Audi mit dem Golf verwechseln, stand da geschrieben, dabei sei der Audi 50 doch deutlich kleiner und gleichzeitig hübscher, ja wohlproportionierter gelungen. “Mini-haftes” konnten die Schreiberlinge kaum entdecken, eher ein richtiges Auto, selbstbewusst und selbstverständlich.

    15,6 Sekunden benötigte die im Test 720 kg schwere 50-PS-Version für den Spurt von 0 bis 100 km/h. Als Spitze wurden 144,6 km/h gemessen. Als Testverbrauch wurden 8,3 Liter Normalbenzin pro 100 km notiert, mit Extremen. Das waren gute Werte für den DM 8195 teuren Wagen.

    Der gute Federungskomfort wurde mit relativ starkem Untersteuern erkauft, dieses sei aber höchstens beim rennmässigen Fahren ein Problem. Für den Normalfahrer überzeuge das Fahrverhalten mit hohen Sicherheitsreserven, selbst ein Lastwechsel-Übersteuern sei nur in milder Form zu spüren. Eine hohe Richtungsstabilität und wenig Seitenwindreaktionen gehörten ebenfalls zu den Vorzügen.

    Reinhard Seiffert fasste damals zusammen:
    “Unter dem Strich sind es eine ganze Menge technischer Besonderheiten, die in dieses Auto investiert wurden. Der Fahrer merkt sie hauptsächlich an dem, was er nicht merkt: Vibrationen, Geräusche, Fahrbahnstöße, Bedienungsprobleme sind auf ein Minimum reduziert. Gemessen an Raumangebot, Fahrleistungen, Fahrkomfort und Ausstattung ist der Preis dieses Autos nicht überzogen. Es wird wohl kein Problem sein, die in relativ kleiner Stück zahl anlaufende Produktion an den Mann zu bringen. Der dann folgende Schritt in die VW-Zukunft sieht ebenfalls nicht aus wie ein allzu großes Wagnis: Dieses Auto hat alle Aussichten, ein vielgefahrenes Auto zu werden.”

    Die ADAC Motorwelt sah keinen, dem AMS-Test zu widersprechen. Kritisiert wurden nur die geringe Kopffreiheit hinten und die nicht ganz spiegelfreien Instrumente, ansonsten überzeugte die praktische und geräumige Karosserie, die drehfreudigen und sparsamen Motoren, die spursicheren Bremsen und generell die passive Sicherheit. Zum Schluss wurde VW-Chef Rudolf Leiding zitiert (anlässlich der Hauptversammlung 1974) zitiert: “Mit dem kleinen Modell – davon sind wir überzeugt – wird es gelingen, uns einen guten Teil des Kleinwagengeschäftes, das bisher praktisch ausschließlich von den Ausländern wahrgenommen wird, zu sichern.” Leiding sollte Recht behalten, auch wenn der Erfolg schliesslich ein VW- und kein Audi-Zeichen trug. Aber davon später.

    Die Automobil Revue stiess derweil ins selbe Horn, in der Schweiz (und in vielen anderen Ländern) leistete die LS-Variante übrigens 52 PS, nur aus versicherungstechnischen Gründen wurde die deutsche Variante auf 50 PS gedrosselt: 
“In unserer Prüfung zeigte sich der Audi-Benjamin als grundseriöse, moderne Konstruktion. Zum echten Luxus-Kleinwagen, den er im Gegensatz zum kommenden spartanischen Zwilling VW Polo sein will, fehlen zwar zumindest dem von uns gefahrenen LS noch einige unwichtig scheinende Kleinigkeiten, die man bei einem Wagen dieser Preisklasse eigentlich erwartet; wesentlich gewichtiger sind indessen seine Pluspunkte. Als praktischer Hecktürenkleinwagen der neuen Zeit offeriert er bei einem schmucken Äusseren viel Innenraum, frisches Temperament und angenehmen Federungskomfort, und er ist dabei mühelos und sehr sicher zu fahren und zu manövrieren.”

    Dauerhaft

    Der neue Audi 50 zeigte sich aber nicht nur als Auto mit guten Eigenschaften, sondern auch als zuverlässiges Alltagsfahrzeug. Dafür war bereits in der Entwicklung viel gearbeitet worden. Bei den vorwiegend auf dem VW-Versuchsgelände  Ehra-Lessien durchgeführten Fahrerprobungen wurden mehrere Versuchswagen über mindestens 100’000 km über alle möglichen Teststrecken gescheucht.

    Entwicklungschef Kraus dazu: “Die Autos hätten ohne Zweifel noch weit grössere Distanzen schaffen können, aber was bei uns 100’000 km hält, wird – würde ich sagen – beim Kunden 250’000 km halten, wenn er nicht gerade ohne Wasser und Öl fährt». Er fügte an, dass die Entwicklung des Typs eigentlich von Anfang an erstaunlich gut verlaufen sein.

    Audi 50 GLS (1977) - dreisprachige Kleber wie diesen gab es wohl nur bei Schweizer Auslieferungen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Kollegen von Auto Motor und Sport wollten dies natürlich überprüfen und unterzogen den Audi 50 GL mit 60-PS-Motor einem Dauertest über 50’000 km.  Auch hier überzeugte der Audi Mini fast entlang aller Kriterien, zum günstigen Benzin- und Ölverbrauch gesellte sich eine hohe Zuverlässigkeit, teure Reparaturen waren nicht nötig. So liess der Wagen in der Schlussabrechnung auch Konkurrenten wie den Opel Kadett, den Renault 5, den VW Golf L oder den Fiat 127 deutlich hinter sich.

    “Die positiven technischen Eigenschaften des Audi 50 werden im Alltagsbetrieb auf erfreuliche Weise ergänzt – durch hohe Zuverlässigkeit und beispielhaft niedrige Unterhalts kosten”, fasste Werner Schruf die 50’000 km im Audi 50 zusammen.

    Allerdings, gegen den Rost waren die Audi 50 genauso wenig gefeit wie die anderen damaligen Autos. Aber dies fand man erst später heraus.

    Heel Porsche Fahrer Banner: Porsche Fahrer

    Ein hungriger kleiner Bruder

    Im März 1975, zu diesem Zeitpunkt waren bereits etwa 43’000 Audi 50 verkauft, erschien dann der VW Polo, zunächst mit einer 895 cm3 und 40 PS starken Sparmotorisierung. Überhaupt war der Polo klar unterhalb des Audi 50 positioniert, davon zeugten die billigen Türverkleidungen, viel sichtbares Blech im Innern und eine Sparausstattung, wie sie ein Buchhalter nicht besser hätte erfinden können.

    VW Polo (1975) - vom Bruder Audi 50 abgekupfert, mit 900 cm3 Motor als Benjamin in der VW-Palette - Genfer Automobilsalon 1975
    © Archiv Automobil Revue

    Den Käufern schmeckte der Spar-Polo nicht, so dass Wolfsburg den VW-Mini zunehmend aufwertete. Er wurde immer ähnlicher wie der Audi (abgesehen vom Markenzeichen) und verdrängte jenen schliesslich aus der Modellpalette der Ingolstädter, die man auf grössere und luxuriösere Autos fokussieren wollte.

    Zuvor allerdings, im Herbst 1977, wurde der Audi 50 nochmals aufgewertet, und zwar mit einem 1,3 Liter grossen 60-PS-Motor, der mit Normalbenzin lief. Dieser verfügte zwar über etwas mehr Drehmoment, mit der Sparsamkeit war es aber wegen der niedrigeren Verdichtung nicht mehr weit her. 10,9 Liter pro 100 km verbrauchte der GLS nun im Test, rund 20 Prozent mehr als die Superbenzin-1,1-Liter-Version, die nur unwesentlich langsamer war.

    Ohne Nachfolger eingestellt

    Dem Polo blieb dieser Motor erhalten, die Audi-50-Produktion stellte man im Sommer 1978 nach 180’812 Exemplaren ein. Für den Polo wurden bis zum Ende der Bauzeit im Jahr 1981 806’879 Einheiten attestiert, dazu kamen noch 305’400 Derby-Varianten mit Stufenheck.

    VW Polo GT (1980) - die sportliche Version
    © Copyright / Fotograf: Volkswagen

    Und während der Polo Nachfolger zeugte, blieb es bei Audi bis in die Neuzeit still im Kleinwagenbereich. Erst der A2 und später der A1 sorgten für eine Fortsetzung, während der Audi 50 fast vergessen ging. Dabei war er doch eigentlich der Grundstein des Kleinwagen-Segments im VW-Audi-Konzern gewesen.

    Leichtfüssiger Kamerad

    Dass der Audi 50 leicht gebaut war, spürt man sofort, wenn man die Türe schliesst. Ärmlich aber wirkt er sicher nicht, dafür sorgen angenehme Stoffsitze, viel Teppich und ein Holzfurnier rund um das Instrumentenbrett. Mit manueller Choke-Hilfe wird der Vierzylinder zum Leben erweckt.

    Audi 50 GLS (1977) - der Plastikschutz rechts war seit Auslieferung zur Abdichtung da
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Gänge im normalen H-Muster lassen sich problemlos sortieren. Natürlich vermisst man beim Manövrieren die heutzutage überall verbaute Servolenkung, aber einmal in Fahrt, fühlt sich der leichtgewichtige und überaus kompakte Wagen (3,53 x 1,56 x 1,35 Meter) ausserordentlich handlich an. Der enge Wendekreis ist angenehm und macht das Parkieren zum Kinderspiel. Dabei hilft auch die gute Übersichtlichkeit, die dank der grossen Fensterflächen gegeben ist.

    Audi 50 GLS (1977) - klassisches Audi-Armaturenbrett mit Holzfurnier und vier Ringen im Lenkrad
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Ein Handbuch muss man vor Fahrtantritt nicht studieren, alles ist klar beschriftet und logisch angeordnet. Zu den Langsamen gehört man auch nicht, dafür sorgen 60 muntere Pferdestärken, auch wenn der Antritt mit modernen Turbodieseln natürlich nicht mithalten kann.

    Audi 50 GLS (1977) - "Panamabraun" hiess diese Farbe
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Gut 14 Sekunden benötigt die 60-PS-Version für den Sprint von 0 bis 100 km/h, viel schneller kann man sowieso kaum mehr fahren, im seltenen Audi 50 sowieso nicht. Dabei würde er auch heute noch im Alltag eine vorteilhafte Rolle spielen mit seinem relativ geräumigen Kofferraum, der durch Umklappen der Rücklehne bis auf über 600 Liter vergrössert werden kann. Und als GLS-Modell hat der Audi 50 sogar einen Heckscheibenwischer, der bei den frühen Varianten noch fehlte.

    Audi 50 GLS (1977) - 257 Liter fasst der Gepäckraum bei hochgeklappter Rückbank
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Man kann auch über 40 Jahre nach seiner Fertigstellung noch gut nachvollziehen, warum der Audi 50 mit dem VW Polo zusammen ein derartig grosser Erfolg wurde. Schade eigentlich, erinnern sich nur noch so wenig Leute an den Zwerg aus Ingolstadt.

    Wir danken der Autowelt Bachmann , die uns den rüstigen Audi 50 GLS für die Fotoaufnahmen zur Verfügung stellte.

    Heel Banner 2: Heel Oldtimer

    Weitere Informationen

    Alle 59 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    al******:
    11.12.2018 (19:48)
    Damals wuirde u.a. bemängelt, dass die Armaturen nicht spiegelfrei waren.
    Heute spiegeln sich div. Chromteile am Armaturenbrett in de Außenspiegeln.
    Die Hersteller haben anscheinend nix dazugelernt ?
    Was alles der Schönheit geopfert wrid . . .
    Der Audi 50 wr übrigens ein tolles Auto für die damalige Zeit !
    up******:
    11.12.2018 (18:28)
    Als NSU Fahrer und Liebhaber (Typ67 Prinz) würde mich schon lange interessieren wie viel vom Audi 50 Konzept schon bei NSU "fertiggestellt" war bevor Ingolstadt das Auto in Serienstand brachte. Womöglich gibt es hier jemanden der genaueres weiß? Wenn man 3 Jahre Entwicklung bei Audi berücksichtigt, sollte eigentlich das Grundkonzept schon bei NSU recht weit gewesen sein.
    Antwort von Holger Merten
    11.12.2018 (20:09)
    Ich werde demnächst hier auf zwischengas zur sogenannten A0-Entwicklung im VW.Konzern
    etwas publizieren. Die Kurzversion auch deshalb, weil die Ausgangslage zwischen Ingolstadt, Wolfsburg und Neckarsulm und den dort Ende der 60er Jahre vorhandenen Konzepte, Modellplanungen und Zukunftsvorstellungen unendlich komplex ist. Die Auto Union noch nicht unter VW-Herrschaft, NSU bis zum Zusammenschluss mit der Auto Union de facto erstmal auf sich gestellt und in Wolfsburg bis Nordhoffs Tod auch nur eine Idee: die des Käfers.

    Fakt ist: Ein Vormodell lässt sich anhand der dünnen Aktenlage in den Archiven in WOB, NSU und IN nicht belegen. Dafür ist in den VW-Vorstandsakten allerdings bereits 1969 der Auftrag an NSU belegt, ein sogenanntes A0-Modell darzustellen. So ein Modell sollte unterhalb der A-Klasse (später Golf) den Sparkäfer in der DM 5000,- Klasse ersetzen. Was immer auch in WOB vorgestellt wurde, hatte genug innere Energie, um irgendwann trotz grösster Auseinandersetzungen 1974 als Audi 50 in Serie zu gehen. Ideell geht der Audi 50 bestimmt auf diese Darstellung zurück, weil er einfach die selbe EA-Nummer hat. Was allerdings faktisch bis in den Audi 50 mitgenommen wurde, weiss ich (noch) nicht.

    Für Spekulation sorgt dagegen der Motor im Audi 50, der eine gewisse konstruktive Verwandtschaft zu den NSU-Motorradmotoren und den Prinz-Motoren, z.B. in der Anordnung und im Antrieb der Nebenaggregate, nicht verleugnen kann. Belegbar ist aber eine Konstruktive Verantwortung seitens NSU nicht. Kann auch nicht, weil die Konstruktion 1970 nach Ingolstadt umzog also selbst wenn es Konstrukteure von NSU waren, die in Ingolstadt den Motor fertig machten, dann waren das eben keine NSU-Motoren mehr.

    Mündlich überliefert ist die Aussage, dass irgendwann im Sommer 1970 ein LKW in Neckarsulm die Reste eines Kleinwagenkonzepts auflud und nach Ingolstadt verbrachte. Die einen sagen, das sei der NSU-Kleinwagen gewesen, an dem man in Neckarsulm lange parallel zur K 70 Entwicklung mitgearbeitet hätte. Ich vermute eher, dass man dort das für Wolfsburg konzipierte Darstellungsmodell von 1969 in die neu fertig gestellte Technische Entwicklung nach Ingolstadt verbrachte, wo nun alle verbliebenen und umgezogenen NSU-Techniker und -Konstrukteure mit denen der Auto Union vereint waren. Mit Ausnahme derer aus der Wankel-Entwicklung, die in Neckarsulm verblieben, hatte das NSU-Entwicklerherz Ende 1970 aufgehört zu schlagen.
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Multimedia

    Markenseiten

    Alles über Audi

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Audi 50 (1974-1975)
    Limousine, dreitürig, 50 PS, 1093 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Audi 50 (1975-1977)
    Limousine, dreitürig, 60 PS, 1093 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Audi 50 (1975-1978)
    Limousine, dreitürig, 50 PS, 1093 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Audi Audi (1965-1968)
    Limousine, zweitürig, 72 PS, 1696 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Audi Audi (1965-1968)
    Limousine, viertürig, 72 PS, 1696 cm3

    Spezialisten (Auswahl)

    Chromstahl-Auspuffcenter
    xpertcenter AG: Die XpertCenter AG - Ihr Outsourcingpartner rund um die Schadenbearbeitung