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Bild (1/6): Alvis TC 108G Graber Special (1957) - Eleganz aus den Fünfzigerjahren (© Daniel Reinhard, 2019)
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  • Alvis TC 108G Graber Special - handwerkliche und künstlerische Eleganz der Fünfzigerjahre

    Erstellt am 2019
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
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    Neben Bentley und Citroën feierte auch die Marke Alvis im Jahr 2019 ihren 100. Geburtstag, doch im Vergleich zu den auch noch heute aktiven Herstellern wurde ihr deutlich weniger Aufmerksamkeit teil. Kaum jemand weiss, dass auch heute noch Alvis-Fahrzeuge gebaut werden, während Bentley und Citroën mit ihrem modernen Angebot weiterhin zu den Stars auf den Autosalons dieser Welt gehören. Alvis hingegen bietet sogenannte "Continuation"-Modelle an, die nach den orginialen Plänen gebaut werden, wobei aufgrund geänderter Gesetze (Emissionen, Sicherheit) einige Konzessionen gemacht werden müssen.

    In den Fünfzigerjahren hing das Überleben der Autosparte bei Alvis an einem seidenen Faden und wäre nicht der Schweizer Alvis-Importeur Hermann Graber gewesen, es gäbe die eleganten Coupés, Cabriolets und Limousinen der Fünfziger- und Sechzigerjahre wohl nicht, die an Concours und Clubtreffen für ihre zurückhaltende Schönheit bewundert werden.

    Alvis TC 108G Graber Special (1957) - Klassische Linienführung
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Veraltete Technik, veraltete Formen

    1919 hatte Thomas G. John eine Firma namens T. G. John and Company gegründet, schon kurze Zeit später entstand das gedrehte rote Dreieck mit dem Schriftzug “Alvis” als Markenzeichen. Ab 1921 hiess dann auch die Firma “Alvis”. Produziert wurden Motoren, Vergaser, Roller und mit dem Alvis 10/30 schliesslich ein Automobil. Schnell eroberten sich die Autos der kleinen Firma einen hervorragenden Ruf für Qualität und Leistungsfähigkeit. Schon 1927 wurde ein Sechszylindermotor eingeführt und man bewegte sich bis zum zweiten Weltkrieg an vorderster Innovationsfront.

    Alvis Four-Seater Sports Saloon (1928) - fortschrittliche Technik in den Zwanzigerjahren
    © Archiv Automobil Revue

    So ging etwa das erste vollsynchronisierte Getriebe auf das Konto von Alvis, aber auch ein sehr konkurrenzfähiger Sportwagen mit Frontantrieb. Wie bei vielen Autoherstellern bedeutete der zweite Weltkrieg auch bei Alvis einen Stillstand der Autoproduktion und der Neuanfang ab Mitte der Vierzigerjahre war nicht einfach. Zunächst machte man mit dem braven TA 14 auf sich aufmerksam, 1950 schob man einen grösseren Sechszylinder im TA 21 nach.

    Alvis (1950) - Roadster
    © Archiv Automobil Revue

    Während die Konkurrent allerdings immer modischere und sportlichere Fahrzeuge anbieten konnte, blieben die Alvis Limousinen und Sportwagen vergleichsweise traditionell und zurückhaltend.

    Spezialkarosserien, von Hand gearbeitet

    Karosserien liess Alvis bei externen Firmen herstellen, z.B. bei Mulliners oder bei Tickford. In der Schweiz setzte Hermann Graber elegante Aufbauten auf die robusten Alvis-Fahrgestelle und er wurde auch Importeur der Marke. In Wichtrach entstanden in aufwändiger Handarbeit Einzelstücke für den anspruchsvollen (und wohlhabenden) Autofahrer. Der Glamour der Graber-Kreationen strahlte bis nach Coventry aus und so entspannte sich eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Schweizer Karosseriebauer und der britischen Autofirma. Bereits 1951 zeigte Hermann Graber auf dem Genfer Autosalon ein elegantes Cabriolet auf der Basis des Alvis Three Litres. Mit fast kompletter Ponton-Form, aber noch hohem Kühler und angedeuteten Kotflügeln schufen diese Wagen den Übergang zwischen Design-Geschichte und Zukunft. Jedes Jahr wurde an der Form weiter gefeilt und 1954 stand in Genf ein noch deutlich moderner wirkendes Modell auf Alvis-Basis.

    Alvis Tree Litre Graber (1955) - auf dem Genfer Automobilsalon 1955
    © Archiv Automobil Revue

    Die Automobil Revue schrieb damals: “Bezüglich Sauberkeit der Linie, Klarheit der Form und Freiheit von Stilfehlern sind bei allen schweizerischen Karosseriefirmen Fortschritte festzustellen. Der Stand von Hermann Graber steht dieses Jahr im Zeichen der Marke Alvis. Verschiedene Ausführungen dieses Dreiliter-Fahrgestells als Cabriolet oder Coupé zeigen eine in den Details noch verfeinerte Linie, besonders im Heck, im Gesicht und beim Übergang der Partie nach der hinteren Türkante. Die grossen Scheiben und das seitlich herumgeführte Heckfenster ergeben einen lichten Eindruck, der durch die nunmehr lebhafteren Pastellfarben der Karosserien ergänzt wird. Besonders gut ist die etwas schmalere Ausführung des normalen Kühlers geraten.”

    Im Vergleich zu den Werks-Ausführungen wirkten die Graber-Kreationen deutlich moderner.

    Alvis Three Litre Graber Convertible (1954) - Das elegante Cabrio
    © Archiv Automobil Revue
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    Verfeinerte Graber-Linie

    Auch 1955 waren die Graber-Alvis umschwärmte Salon-Schönheiten. Die Automobil Revue schrieb: “Tatsächlich hat sich die Zusammenarbeit zwischen der Marke und den Carrosseriewerken Graber so bewährt, dass auch die letztere Firma dieses Jahr sowohl auf dem Alvis-Stand wie auch auf ihrem eigenen an den ersten Tagen des Salons ausschliesslich Alvis-Fahrgestelle mit Graber-Karosserien zeigte. Derzeit wird nur noch die leistungsfähigere Ausführung des bekannten Dreilitermodells hergestellt, doch sind Karosserievarianten bezüglich Kühlerform und Innenraum als Coupé oder Cabriolet lieferbar. Die heutige Modellreihe ist insofern ein Unikum, als sonst selten mehr klassische Fahrzeugtypen der traditionellen Bauweise in dieser Preiskategorie und in dieser Ausführung erhältlich sind.”

    Alvis Three Litre Graber (1958) - Am Genfer Automobilsalon
    © Archiv Automobil Revue

    Jahr für Jahr präsentierte Graber in Genf überarbeitete Versionen seiner Kreationen, was auch in der Automobil Revue jeweils ausführlich gewürdigt wurde, so auch 1957: “Die schon seit mehreren Jahren andauernde Zusammenarbeit der englischen Alvis-Werke mit dem schweizerischen Karossier Graber findet nunmehr ihren Niederschlag in einer konsolidierten Serie von vier Karosseriemodellen, die für 1957 in verschiedenen Punkten neugestaltet wurden.

    Alvis TC 108G Graber Special (1957) - Ein Merkmal des Graber-Designs waren die schlanken B-Säulen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Graber baut auf das technisch nicht veränderte Dreiliter-Fahrgestell von Alvis viersitzige Coupés und Cabriolets sowie zwei-bis viersitzige Coupés und Cabriolets des Typs Special, der sich durch einen kleineren Sitzraum im Heckabteil sowie etwas sportlichere Linienführung und eine andere Kühlerverschalung von den viersitzigen Normaltypen unterscheiden. Die bekannte Graber-Linie, die durch ausgewogene Proportionen, knapp dimensionierte Fensterpfosten und grosse Scheibenflächen gekennzeichnet ist, wurde dieses Jahr noch eleganter gestaltet. Obwohl sich Graber auf die erwähnten Karosserietypen beschränkt, behalten diese bezüglich Ausführung und Ausstattung den Charakter von ausgesprochenen Spezialkarosserien. Besonders gut gelungen sind die neuen Kühlverschalungen mit ihren zierlichen Begrenzungsprofilen.”

    Sanft verbesserte Technik

    Während sich also Hermann Graber für die Ästhetik der Hülle einsetzte, waren die Ingenieure bei Alvis in Coventry ebenfalls nicht untätig. Zwar wurde an der Grundkonstruktion – Reihensechszylinder, seitliche Nockenwellen, Vierganggetriebe, vorne Einzelradaufhängungen mit Trapez-Dreieckslenkern und Schraubenfedern, hinten Starrachse – nicht gerüttelt, aber die Technik die “Three Litre” Familie wurde immer wieder sanft der Zeit angepasst. Als TC 108/G verfügte der Alvis über zwei Doppelvergaser von SU und 104 PS bei 4000 Umdrehungen, ein Plus von drei PS gegenüber dem Vorgänger TC21/100. In Kombination mit der leicht gebauten Graber-Karosserie brachte ein Coupé rund 1350 kg auf die Waage, womit der drehmomentstarke Motor keine Mühe hatte.

    Alvis Three Litre (1955) - Chassis
    © Archiv Automobil Revue
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    Werkskarosserien Lizenz Graber

    Als Alvis eine steigende Nachfrage spürte, wollte man zu den vergleichsweise teuren Spezialkarosserien eine Werks-Standardkarosserie als Alternative anbieten. Man beauftragte zunächst Willowbrook mit dem Bau der Karosserien m Graber-Stil, doch so richtig kam die Produktion nicht in die Gänge. Erst mit dem TC 108/G-Nachfolger TD21 und der Beauftragung von Park Ward änderte sich dies, denn dort konnten Blechpressen eingesetzt werden, was den Aufbau der Karosserien massgeblich beschleunigte und günstiger machte. Gegenüber den Graber-Versionen waren die Werksausführungen etwas schwerfälliger. Die Automobil Revue konnte 1959 eine Viergangversion probefahren:
    “Der Wagen ist knappe 100 kg schwerer und etwas behäbiger zu lenken als die in Grabers Werkstätten gebauten Wagen. Auch in ihrer Linienführung sind  die  englischen Serienausführungen nicht mehr ganz so elegant, dafür aber geräumiger.

    Die neuen Motoren sind drehfreudiger, «sportlicher» und im oberen Drehbereich kräftiger geworden, unter nur leichter Einbusse an Durchzugsvermögen bei tieferen Drehzahlen. Die Lenkung wirkt schwergängiger, und die Fahreigenschaften sind ebenfalls nicht ganz auf    dem Stand der von Graber karossierten Exemplare. Der Wagen nimmt insbesondere die Kurven nicht gleich mühelos, zeigt aber keine Laster. Das normale neue Schaltgetriebe lässt sich bedeutend  leichter bedienen als früher; einzig der erste Gang bietet noch etwelchen Widerstand. Die Synchronisierung der oberen drei Gänge funktioniert gut; trotz sehr kurzem Mittelschaltstock lassen sich die Fahrgänge mühelos einrücken. Die Beschleunigung ist eindrücklich, im vierten Gang natürlich nicht mehr so vehement. 150 km/h sind aber auch ohne Auswinden der Gänge rasch erreicht.

    Der erste Gang ist bei flüssiger Fahrt auch in Steigungen nur selten notwendig. Die neue Lockheed-Scheibenbremse wirkt sehr gut, bei Kriechgeschwindigkeit sehr sanft und bei hohem Tempo ohne fühlbares Nachlassen. Der Alvis entpuppt sich auch in seiner weniger eleganten Originalausführung als ein feines, exklusives Auto mit sportlicher Note.”