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Bild (1/1): Abarth 1100 Sport Ghia Coupe (1953) von Grant Kinzel - Gewinner der Klasse O-1 (© Steve Burton, 2015)
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Limousine, viertürig, 45 PS, 1221 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
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Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
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Limousine, zweitürig, 27 PS, 594 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Abarth Fiat 595 SS (1964-1971)
Limousine, zweitürig, 32 PS, 594 cm3
 
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    Abarth 1100 Sport Ghia - zwei Identitäten und einige Rätsel um das kleine Juwel

    21. Mai 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Angus McKenzie - Courtesy RM/Sotheby's 
    (12)
    Courtesy Owner/Besitzer - Courtesy RM/Sotheby's 
    (3)
    Courtesy Milen Milenovich Collection - Courtesy RM/Sotheby's 
    (2)
    Steve Burton 
    (1)
    Courtesy Paul Sable - Courtesy RM/Sotheby's 
    (1)
    Bruno von Rotz 
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    Im Jahr 2015 wäre ein kleiner Abarth 1100 Sport aus dem Jahr 1953 beinahe zum “Best of Show” in Pebble Beach gekürt worden. Dies war aus zweierlei Gründen aussergewöhnlich. Erstens kommen in Pebble Beach meist Vorkriegsautos prominenter Hersteller zu Ehren und zweitens wurde der kleine Abarth nicht durch ein hochdotiertes Restaurierungsunternehmen in Bestform gebracht, sondern durch einen enthusiastischen Privatier.

    Abarth (Fiat) 1100 Sport Ghia (1953) - elegantes Coupé, es wirkt deutlich grösser, als es in Wirklichkeit ist
    © Copyright / Fotograf: Angus McKenzie - Courtesy RM/Sotheby's

    Eine der Hauptattraktionen in Turin

    Im Frühling 1953 stand auf dem Ghia Stand neben einem imposanten Dodge Firearrow auch ein kleines Coupé mit Abarth-Markenzeichen. Die Automobil Revue berichtete damals am 29. April:
    “Abgesehen von einer etwas massiven Vordergestaltung, ist ein fast schnee-weisses kleines Ghia-Sportcoupé eine der Hauptattraktionen im Salon. Unter dem niedrigen Wagen, dessen verchromte Drahtspeichenräder in pikantem Gegensatz zur grossflächigen Karosserie stehen, verbirgt sich ein von dem ‘Frisier’-Künstler Abarth unter Verwendung  von Fiat-1100-Teilen entwickeltes Fahrwerk mit eigenem Rahmen und Porsche-Vorderradaufghängung.”

    Abarth (Fiat) 1100 Sport Ghia (1953) - auf dem Turiner Autosalon 1953
    © Copyright / Fotograf: Courtesy Milen Milenovich Collection - Courtesy RM/Sotheby's

    Am gleichen Salon stellte auch der Hersteller Fiat seinen neuen Typ 1100 (intern 1100-103 bezeichnet) vor, eine hübsche kleine Limousine mit 1,1-Liter-Motor und selbsttragender Karosserie. Exakt von diesem Modell entlehnte der Chassis-Bauer Carlo Abarth auch einige der technischen Komponenten.

    Was wurde an Technik verbaut?

    Chassis Nummer 205-104 war das vierte von fünf gebauten 205A-Fahrgestellen , die Abarth in den Jahren 1950 bis 1953 konstruierte. Die ersten drei erhielten Vignale-Coupé-Karosserien, das letzte einen Spideraufbau, es wurde nach einem schweren Unfall verschrottet.

    Abarth 205A (1950) - Chassis-Nummern 101 bis 104 historisch und zeitnah gesehen
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Es handelte sich bei diesen Chassis um einen Plattformrahmen aus Spezialstahl. Die Vorderräder waren einzeln, die hinteren an einer Starrachse aufgehängt. Der Radstand betrug rund 2,23 Meter, der Motor mit 1089 cm3 leistete eindrückliche 75 PS bei 6000 Umdrehungen.

    Abarth 205A (1950) - das Plattform-Chassis, auf denen die Coupés aufgebaut wurden
    © Zwischengas Archiv

    Bei der Nummer 104 griff Abarth auf Teile des neuen Fiat 1100 zurück, namentlich den Motor und das Getriebe. Die Karosserie liess er bei Ghia bauen.

    Um die Chassis-Nummer drehen sich einige Diskussionen, so wird gemunkelt, dass ursprünglich nicht die Ziffern 205-104, sondern 103-104, passend zum Fiat 1100, im Fahrgestell eingestanzt wurden.

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    SC73

    Wer hat ihn gezeichnet?

    Es gab eine ganze Reihe von Karosseriedesignern, die in jener Zeit für Ghia entwarfen, darunter Virgil Exner, Giovanni Michelotti, Mario Boano und Giovanni Savonuzzi. Entsprechend unsicher ist es, wer sich nun für den Abarth 1100 Sport ans Zeichenbrett setzte. Die vorherrschende Meinung ist es, dass Michelotti den Abarth verantwortete, aber man kann davon ausgehen, dass er einen genauen Blick auf andere Entwürfe jener Zeit warf.

    Abarth (Fiat) 1100 Sport Ghia (1953) - zusammen mit dem Dodge Firearrow I auf dem Turiner Autosalon 1953
    © Copyright / Fotograf: Courtesy Paul Sable - Courtesy RM/Sotheby's

    Das Ergebnis jedenfalls war atemberaubend. Der kaum viel mehr als 3,6 Meter lange Ghia-Abarth wies teilverschalte Räder und eine sehr minimalistische Ponton-Karosserielinie auf. Die Front allerdings war klar charakterisiert und zeigte eine “Nase” ähnlich wie dies bei einigen Studebaker-Modellen der frühen Fünfzigerjahre der Fall war. Die Kabine war grosszügig verglast, auf eine B-Säule wurde verzichtet. Je nach Perspektive wirkte der Abarth wie eine verkleinerte Version des Dodge Firearrow, neben dem er präsentiert wurde in Turin.

    Vom Abarth zum Vaughn SS Wildcat

    Der Abarth Ghia kam gut an, ganz besonders gefiel er ihm offenbar einem Amerikaner namens Bill Vaughn. Der kaufte ihn kurzerhand und präsentierte ihn an der New York Auto Show im Jahr darauf als Vaughn SS Wildcat. Doch nicht nur der Name war neu. Unter der Haube wollte man einen V8 mit oberliegenden Nockenwellen untergebracht haben.

    Abarth (Fiat) 1100 Sport Ghia (1953) - als Vaughn Super Sport in New York 1954
    © Copyright / Fotograf: Courtesy Owner/Besitzer - Courtesy RM/Sotheby's

    Ob tatsächlich je ein V8 in das Chassis eingebaut wurde, ist höchst unsicher, zumindest existieren keine Fotos, die dies belegen würden. Auch aus der geplanten Serienproduktion wurde nichts, der Wagen verschwand.

    Arosa ClassicCar 2019 K1

    Der französische Zwilling

    Wie damals üblich nutzte man ein gelungenes Design bei den Karosseriebauern nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach, vor allem dann, wenn sich damit eine Serienproduktion verkaufen liess. So entstand neben dem Abarth-Fiat Ghia auch noch ein Simca. Wiederum hatte Carlo Abarth seine Hand im Spiel, als dürfte das Chassis des Simca ähnlich demjenigen des Fiat gewesen sein.

    Simca Aronde Sport Abarth (1954) - auf dem Pariser Autosalon
    © Archiv Automobil Revue

    Präsentiert wurde die Coupé-Version des Simca Aronde Sport nie, aber am Pariser Autosalon des Jahres 1954 wurde eine Cabriolet-Variante gezeigt, die etwas mehr Chromschmuck trug und die man auch in Serie bauen wollte. Die Automobil Revue schrieb im Oktober 1954:
    “Der Prototyp eines neuen Zweisitzer-Cabriolets, das im nächsten Sommer in Serie gehen soll, ist eine der Salon-Neuheiten von 1954. Die Karosserie des Prototyps schuf Ghia-Turin, während die mechanischen Entwicklungsarbeiten von Carlo Abart durchgeführt wurden. Der Wagen soll etwa 150 km/h erreichen.”

    Dafür war eine leistungsgesteigerte Version des Motors des neuen Simca Aronde nötig, doch aus der Serienproduktion wurde auch hier nichts. Insider gehen davon aus, dass es nur einen Ghia-Simca gab, der in offener und geschlossener Variante präsentiert wurde.

    Über Jahrzehnte verschollen

    Bis 1982 blieb der Abarth (Fiat) 1100 Ghia Sport verschwunden, dann wurde er von Russ Bear in einer Scheune in Asthon, Maryland wiederentdeckt. über die nächsten Jahrzehnte wechselte der Prototyp mehrfach den Besitzer, bis im Jahr 2010 die Chance ergriffen wurde, dem Wagen wieder zu altem Glanz zu verhelfen.

    Abarth (Fiat) 1100 Sport Ghia (1953) - das Heck ist die Schokoladenseite des Coupés
    © Copyright / Fotograf: Angus McKenzie - Courtesy RM/Sotheby's

    In minutiöser Kleinarbeit restauriert

    Fünf Jahre dauerte die Restaurierung, bei der der Besitzer Greg Kinzel jedes Teil auf Originalität überprüft wurde und dank intensiver Nachforschungen eine maximale Authentizität des Wagens angestrebt wurde.

    Abarth 1100 Sport Ghia Coupe (1953) von Grant Kinzel - Gewinner der Klasse O-1
    © Copyright / Fotograf: Steve Burton

    Das Ergebnis überzeugte auch die Jury in Pebble Beach, ein Klassensieg war dem 2015 präsentierten Wagen nicht zu verwehren und fast hätte es auch noch zum “best of show” gereicht. Seither wurde der Wagen nicht mehr öffentlich vorgeführt.

    SC73

    In Monterey unter dem Hammer

    Im Sommer 2017 nun kommt das kleine Juwel unter den Hammer. RM/Sotheby’s offerieren den Abarth am 18./19. August 2017 im Rahmen des Pebble Beach Concours. Ein Schätzpreis wurde bisher nicht kommuniziert, doch dürfte man nicht ganz falsch liegen, wenn man von einem deutlich siebenstelligen Betrag ausgeht. Und vielleicht findet der Wagen ja auch wieder nach Europa zurück, die Besucher der hiesigen Concours d’Elégance würden sich sicherlich freuen.

    Abarth (Fiat) 1100 Sport Ghia (1953) - Interieur des rechtsgelenkten Coupés
    © Copyright / Fotograf: Angus McKenzie - Courtesy RM/Sotheby's

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