AWZ P 70 Zwickau - innovative ostdeutsche Mobilität der Fünfzigerjahre

Erstellt am 16. Mai 2020
, Leselänge 5min
Text:
Daniel Koch
Fotos:
Bruno von Rotz 
2
Wolfram Hamann 
1
Archiv 
13

Zusammenfassung

Der AWZ P 70 aus Zwickau von 1955 ist ein Vorgänger des DDR-Autos Trabant, angetreten, um die Massenmotorisierung in Ostdeutschland voranzubringen. Doch hohe Preise, lange Wartelisten und knappe Produktionskapazitäten verhinderten den grossen Erfolg des mit einem wassergekühlten Zweizylinder-Zweitaktmotor ausgerüsteten Kleinwagens. Dieser Bericht erzählt die kurze Geschichte des kompakten Kunststoffautos aus der DDR und zeigt es auf historischen Abbildungen und in der damaligen Verkaufsliteratur.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel

  • Corvette-Technologie aus dem Osten?
  • Vier Jahre Entwicklungszeit
  • Nur das Nötigste an Bord
  • Bescheidener Vortrieb
  • Fachpresse aus der BRD
  • Nicht sehr enthusiastisch

Geschätzte Lesedauer: 5min

Leseprobe (Beginn des Artikels)

Der AWZ P 70 gilt als Vorgänger des Ostdeutschen Trabbi und sollte die Massenmotorisierung in der DDR voranbringen. Wie dies hätte gemeistert werden sollen ist aber unklar, denn mit 9500 Ostmark war der zweitürige Kleinwagen für die meisten Normalbürger unerreichbar. Zudem konnte man ja damals nicht einfach zum Händler gehen, um ein Auto aus dem Ausstellungsraum zu kaufen, sondern wurde auf lange Wartelisten gesetzt und bekam oft erst nach vielen Jahren die Möglichkeit zum Erwerb eines Fahrzeuges. Im September 1955 wurde der Zweitürer an der Herbstemesse in Leipzig ausgestellt, aber die etwas uninspirierte Pontonform stiess offenbar nur auf mässige Begeisterung.

 
5min
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Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von ha******
19.05.2020 (15:07)
Antworten
Hallo,
vielen Dank für diesen Artikel. Ich fürchte allerdings, Sie aus den falschen Blickwinkel auf den Wagen geschaut: Die maßgeblichen Wirtschaftslenker der DDR sahen den Automobilbau nicht als wichtig an. Daher gab es kaum offizielle Möglichkeiten neue Fahrzeugmodelle zu entwickeln. So entstand der P70 ohne genehmigten Plannungsauftrag, sondern wurde als fertig entwickeltes Modell vorgestellt und erhielt dann eine Fertigungsfreigabe.
Die Entwickler wollten zeigen, das eine Serienfertigung mit Duroplastkarosserie technisch möglich ist. Dabei griff man auf den Rahmen des IFA F8 zurück, einer Vorkriegskonstruktion. Des Weiteren entstand der Aufbau in Gemischtbauweise: die Kunstoffteile wurden auf ein Holzskelett gezogen. Damit war eine rationelle Fertigung kaum möglich: Die Kunstoffteile wurden mit Baumwollfasern und Phenolharzen in beheizten Pressen langwierig gebacken. Die Produktion des Aufbaus war also insgesamt zu aufwendig. Aber der P70 zeigte auf, dass Duroplast eingesetzt werden konnte. Der Trabant erhielt dann ein Stahlskelett und die Kunstoffbeplankungen wurden aufgeklebt.
Mit dem Duroplast konnte nicht nur der teure Import von Tiefziehblechen umgangen werden. Durch die Verwendung minderwertiger Baumwolle, die die DDR importieren musste
Antwort von ha******
19.05.2020 (15:10)
Konnte der sonst fast nutzlose Rohstoff noch eingesetzt werden. Daher blieb das Verfahren auch für den Trabant im Rennen. Auch als die DDR dann Tiefziehbleche selbst produzieren konnte.
Antwort vom Zwischengas Team (Daniel Koch)
20.05.2020 (08:01)
Besten Dank für die spannende Ergänzung!
von ch******
19.05.2020 (13:56)
Antworten
Dem Kommentar meines Vorgängers schließe ich mich an. Vielen Dank für die gute und interessante redaktionelle Arbeit.

Christian Sievers
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