50 Jahre Alfa Romeo Alfetta – Berlina mit den Rennsport-Genen
Zusammenfassung
Es war am 17. Mai 1972, als Alfa Romeo eine revolutionäre Limousine namens Alfetta in Grignano präsentierte. Die Presse nahm den Wagen begeistert auf, aber an die Vorstellung vor 50 Jahren denkt heute kaum jemand mehr. Trotzdem traf sich am 17. Mai 2022 ein eingeschworenes Grüppchen Enthusiasten nochmals in Grignano mit ihren Alfetta-Limousinen. Einiges war noch wie damals, anderes nicht. Dieser Bericht charakterisiert die innovative Alfetta Berlina, zeigt sie auf historischem Bildmaterial sowie auf Fotos von der kleinen Jubiläumsfeier am 17. Mai 2022.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Aus einer Position der Stärke
- Informationsleck
- Verzögerungen wegen Vibrationen
- Alfasud vorgezogen
- Enthüllung am 17. Mai 1972
- V8 angedacht
- Das 50-Jahre-Jubiläum fällt ins Wasser
- Kurzcharakteristik Alfa Romeo Alfetta Berlina
Geschätzte Lesedauer: 6min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Frontmotor, Getriebe und Differenzial an der Hinterachse, hinten innen liegende Scheibenbremsen, dazu eine de Dion-Hinterachse – alles Ingredienzen aus dem Rennsport. Aber genau dieses Prinzip bildete das Skelett der Alfetta Berlina, die Alfa Romeo am 17. Mai 1972 einem staunenden Publikum in Grignano bei Triest erstmals präsentierte. Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erlebte Alfa Romeo eine Hochphase. Im Gegensatz zu heute konnte aus einer kompletten Modellreihe mit Giulia und ihren Derivaten (Berlina, Coupé, Spider), der Berlina 1750 / 2000 als Modell für die gehobene Mittelklasse, dem Montreal mit dem aus dem Rennsport domestizierten V8-Motor und neu und erstmals als Frontantrieb dem Alfasud, der passende Typ gewählt werden. Die Produktionszahlen mit über 200‘000 (1973) konnten sich sehen lassen (mit im Vergleich zu heute bescheidenen nicht mal mehr 50‘000 Autos).
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Bilder zu diesem Artikel

Damit hat er Recht. Aber nicht völlig.
Es gibt sie noch bis heute. Menschen mit Benzin im Blut, die - einmal mit einer Alfetta in Berührung gekommen - genau wissen, warum sie dieses Fahrzeug und kein anderes je bewegen wollen.
Solche Leute, von denen es mehr gibt, als man glaubt, haben sich am 17.05.2022 in Grignano zusammengefunden. Dass weder Hersteller noch Markenclubs dabei waren, war völlig unwichtig.
Wir haben die Alfetta weiter leben lassen und ihr gezeigt - sie ist unvergessen!
Nicht zuletzt durch diesen Artikel.
Danke Thomas!
Der Alfetta wurde dann verschrottet als ich vier war. Zu dem Zeitpunkt konnte man an diversen Stellen Finger durchs Blech stecken. Der Nachfolger wurde um 80/81 ein unfassbar gegensätzlicher Mercedes 240D (W123), gegen Ende der 80er gefolgt von einem 300D (W124), seinerseits um 92/93 abgelöst von einem 230CE (C124). Und den Wagen fährt er noch heute.


























































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