Standard - eine Säule des britischen Empire

Erstellt am 30. August 1978
, Leselänge 13min
Text:
Michael Sedgwick
Fotos:
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1
Archiv 
50

Zusammenfassung

Die Marke Standard war einst einer der grössten britischen Autohersteller. Immer wieder konnten die Ingenieure mit aufsehenerregenden Modellen auf sich aufmerksam machen. Doch eine verfehlte Modellpolitik und schliesslich die Übernahme durch Leyland sorgten für ein unschönes frühes Ende. Dieser Artikel erzählt die Geschichte der inzwischen weitgehend vergessenen britischen Marke Standard.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel

  • Zu wenig Leistung für den Durchbruch
  • Zu viel Variation
  • Das Werbe-Genie Charles Friswell
  • Fast vom Erfolg verschlungen
  • Mit eiserner Faust durch die Depressionsjahre
  • Den Fokus auf die falsche Klasse gesetzt?
  • Ein Standard von Swallow
  • Facelift der gesamten Modellpalette
  • Zu spät gekommen
  • Der zu grosse Brite mit amerikanischer Linie

Geschätzte Lesedauer: 13min

Leseprobe (Beginn des Artikels)

R. W. Maudslay entstammte einer alten britischen Techniker-Sippe. Sein Urgroßvater hatte in England die ersten Schiffsmaschinen gebaut, und einige seiner Vettern stellten in Coventry Maudslay-Personenwagen und später auch Nutzfahrzeuge her. Bevor R. W. Maudslay sich dem Automobilbau zuwendete, arbeitete er als Hochbau-Ingenieur bei Sir John Wolfe Barry, der vollstes Verständnis für Maudslays Absprung hatte - er unterstützte den Einunddreißigjährigen sogar finanziell, damit er seinen ersten Versuchswagen auf die Räder stellen konnte. Das war im Jahr 1902. Nach einem Jahr war der Wagen fertig. Maudslay hatte ihn in einer kleinen Werkstatt mitten in Coventry gebaut, wo später der Lea-Francis geboren werden sollte. Maudslays erster Konstrukteur war niemand anderer als Alex Craig, der 1904 für Lea-Francis ebenfalls den ersten Prototypen entwerfen sollte. Damals steckte Lea-Francis aber so intensiv im Fahrradgeschäft, daß man von Craigs Entwürfen keinen Gebrauch machte - und sie an Singer verkaufte. Craig war ein Pionier des Unterflurmotors liegender Bauart; sein erster Motor für Lea-Francis wies Pleuel von fast einem Meter Länge auf, „um Übertragungsmechanismen zur Antriebsachse einzusparen“, wie es hieß. Beim ersten Standard jedoch stellte er den Motor senkrecht. Der Einzylinder, vorn tief im Chassis sitzend, wies arg überquadratische Dimensionen (127 x 76,2 mm) auf und hatte seitlich stehende Ventile. In seiner niedrigen Bauart unterschied sich der vollelliptisch gefederte Victoria von den meisten Motorwagen der Konkurrenz.

 
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Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von ca******
13.04.2021 (08:03)
Antworten
Ein sehr schöner roter Standard Vanguard wird seit vielen Monaten auf Ebay angeboten. Vielleicht ist dank Ihrem Artikel nun jemand inspiriert sich um das seltene Stück (dazu ein Linkslenker!) zu interessieren. Angemerkt sei bitte, daß ich weder Verkäufer noch das Auto im Original kenne.
von bl******
08.04.2021 (14:19)
Antworten
Hi, danke, dass ihr diesen Artikel aus dem Archiv vorgesucht habt. Über Standard(-Triumph) liest man leider viel zu wenig. Eine zu Unrecht fast vollkommen vergessene Automarke! Zu den 6-Zylindermotoren, die in den 1930ern exklusiv für SS-Jaguar gebaut wurden, gibt es eine witzige Anekdote: W Lyons hat Sir J Black angeblich eine halbe Ewigkeit belatschert, ihm die Fertigung zu verkaufen. Irgendwann war J Black bereit das zu tun. Scheck und LKWs kamen quasi gleichzeitig in der Standard Fabrik an, die Fertigungslinie ging umgehend komplett an SS-Jaguar. Kurze Zeit später hat Black wohl erkannt, dass das nicht wirklich klug war und wollte alles zurückkaufen - W Lyons war aber nicht bereit dazu und der Grundstein für Jaguars Aufstieg nach dem Krieg war definitiv gelegt. Nachzulesen bei Graham Robsons in "Book of the Standard Motor Company". Wer sich für Industriegeschichte interessiert: Sehr lesenswert!
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