Röhr 1927-1935 - der sicherste Wagen der Welt
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine von diesen verschwundenen Marken ist Röhr, die zwischen 1927 und 1935 Fahrzeuge in Deutschland herstellte. Diese Fahrzeuge profitierten von der Erfahrung im Flugzeugbau und glänzten mit vorderer Einzelradaufhängung, hinterer Pendelchase und tiefem Schwerpunkt, was zu überlegenen Fahreigenschaften führte. Nach ersten Verkaufserfolgen kam es aber 1930 zum Konkurs. Die Auffanggesellschaft hatte dann nochmals Erfolg mit dem Röhr Junior, aber 1935 war es dann endgültig vorbei.
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
Weil ihnen nach dem Ersten Weltkrieg das Konstruieren von Flugzeugen verwehrt war, wandten sich manche deutsche Aeronautikspezialisten dem Automobil zu. Hans Gustav Röhr verhalf ihm gar zu einer neuen Konstruktionsidee: Nebst vorderer Einzelradaufhängung entwickelte er eine hintere Pendelachse und einen Tiefbett-Kastenrahmen, der den Schwerpunkt wesentlich absenkte. Nachdem sich kein Werk für sein Konzept gewinnen liess, wurden 1926 die Röhr Auto AG gegründet und die Anlagen des Falcon-Automobilwerks in Ober-Ramstadt bei Darmstadt übernommen. Dort entstand ab 1927 der Röhr 8 mit 2-Liter-Achtzylinder und Authenried-Karosserie. Als «sicherster Wagen der Welt» glänzte der leichtgewichtige Röhr durch überlegene Fahreigenschaften; allerdings musste sein Motor zweimal überarbeitet und vergrössert werden.






































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