Praga 1910–1948 - Erfolg mit Volksmodellen
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine von diesen verschwundenen Marken ist Praga, die von 1910 bis 1948 Autos produzierte. Nach Lizenzfertigung fremder Modelle hatte man Erfolg mit Eigenentwicklungen und erreichte mit dem Modell Piccolo sogar breitere Schichten, konnte sogar Skoda von der Spitze verdrängen. Die Marke verschwand nach dem 2. Weltkrieg von der Bildfläche, als nur noch Nutzfahrzeuge produziert wurden.
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die Przska Automobilova Tovarna = Prager Automobilfabrik wurde 1907 gegründet und bezeichnete ihre ersten Autos mit dem Firmenkürzel PAT-PAF. Zunächst baute man Lizenzfabrikate von Isotta Fraschini (Luxusmodelle) und Charron/Renault (mit 1,2-Liter-Zweizylindermotor). Aber der Verkauf lief nicht, auch als 1910 die Marke Praga eingeführt wurde. 1911 wurde Frantisek Kec, zuvor Konstrukteur bei Laurin & Klement, Praga-Chefentwickler. Unter ihm entstanden nebst Lastwagen die Personenfahrzeuge Mignon und Grand mit 1,8-L- bzw. 3,8-L-Vierzylinder. Der bereits mit elektrischem Starter, Öl- und Benzinpumpe ausgerüstete Grand bewährte sich auf Anhieb bei der Alpenfahrt von 1912 und ebnete den Weg zum kommerziellen Erfolg. 1913 wurde das Fahrzeug-Angebot mit dem 1,1-Liter-Modell Alfa nach unten erweitert.







































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