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Bild (1/27): Blick in die Dauerausstellung - Coventry Transport Museum (© Bruno von Rotz, 2017)
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    Coventry Transport Museum - Aufstieg und Untergang des britischen Auto-Imperiums

    7. Januar 2019
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
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    Jaguar, Rover, Daimler - bekannte Automarken, die weit über Grossbritannien hinaus für Erfolge der britischen Autoindustrie sorgten. Sie alle wurden, neben vielen anderen Marken, rund um die Stadt Coventry gebaut. Dass dort ein grosses Museum steht, das den Aufstieg und Niedergang der britischen “Motor City” feiert, ist daher keine Überraschung.

    Blick in eine typische Garage von damals - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Ein Rundgang durch das mehrstöckige Museum, zu dessen Sammlung 300 Fahrräder, 120 Motorräder und 250 Automobile sowie Nutzfahrzeuge gehören, fühlt sich daher wie eine Zeitreise durch rund 150 Jahre Autogeschichte an.

    Die Zeit der Pioniere

    Der Eintritt der Stadt Coventry in die industrielle Fertigung von Fahrzeugen fand bereits 1868 statt. Damals erhielt nämlich die Coventry Sewing Machine Company einen Auftrag aus Paris, eine grössere Zahl von Laufrädern, Vorgänger der späteren Fahrräder, zu fertigen.

    Laufräder aus dem 19. Jahrhundert bescherten Fabriken in Coventry erste Aufträge - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Das Unterfangen war so erfolgreich, dass sich daraus eine Fahrradindustrie entwickelte, und viele Entwicklungen dafür sorgten, dass aus dem Laufrad über das Hochrad jenes Fahrrad wurde, das wir auch heute noch kennen.

    Mit dem Rover Safety Bicycle (links) kam Ende des 19. Jahrhunderts der Erfolg, Humber bot ein Fahrrad mit Kardanantrieb an (rechts) - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Unter den Firmen, die diese Fahrräder herstellten, waren viele, die man später auch als Autohersteller wieder traf, etwa Singer, Humber, Premier oder Rover. Letztere waren es auch, die mit dem Rover Safety Bicycle den Durchbruch schafften und dem modernen Fahrrad zum Erfolg verhalfen.
    Weil alles mit den Fahrrädern begann, sind diese auch der Ausgangspunkt der Dauerausstellung im Erdgeschoss. Von dort bewegt man sich dann durch die Räume nach oben und dem Zeitstrahl entlang vom 19. ins 20. Jahrhundert.

    Vom Fahrrad zum Automobil

    Um 1900 war Coventry die Fahrrad-Hauptstadt der Welt, doch die Kunden verlangten schon bald nach mehr Antriebskomfort und so mussten sich die damaligen Hersteller wie Swift, Riley, Humber oder Triumph schon bald mit Motorrädern und Automobilen beschäftigen, wollten sie mit der Nachfrage mithalten. Durch die gleichzeitige Herstellung verschiedener Verkehrsmittel konnten sie das Geschäftsrisiko tief halten.

    Humber Tourer (1914) - mit Vierzylinder-Motor, £ 350 als Neupreis - unrestauriert, aber konserviert - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Schnell erkannten die Autohersteller auch, dass sich nicht jeder Käufer ein Fahrzeug leisten konnte, für das ein Arbeiter 20 oder mehr Monatslöhne hinblättern musste. Standard war eine der ersten Firmen, die es schaffte, einen Personenwagen für £ 185 anzubieten, 2000 davon konnten verkauft werden.

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    Kriegseinbruch

    Mit dem Ausbruch des ersten Weltkriegs wurde aus den meisten Fahrzeugherstellern Unternehmen der Rüstungsindustrie. So verdienten sie zwar Geld, aber es war schwierig Arbeiter zu finden, weil so viele von ihnen an die Front berufen wurden und mancher nicht mehr zurückkehrte. So wurden vermehrt auch Frauen in die Produktion einbezogen. Am Ende des Kriegs aber war genügend Geld und moderne Fabrikationsanlagen vorhanden, um die neuen Anforderungen des Individualverkehrs zu erfüllen.

    Wachstum in den Zwischenkriegsjahren

    In den Dreissigjahren verdoppelte sich die Zahl der Personenwagen auf den öffentlichen Strassen. Entsprechend konnten viele Autos verkauft werden, aber nur jene Firmen, die schnell und nachhaltig in Betriebsvergrösserungen und Automatisierung investieren konnten, profitierten vom Boom. Doch auch dieser hatte wegen eines erneuten Kriegsausbruchs ein Ende.

    Alvis 12/60 (1932) - mit einer Karosserie von Carbodies - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz
    Alte Schule Podcast Allgemein

    Viel Zerstörungen im zweiten Weltkrieg

    Die grossen Industrie-Unterhmen in Coventry wechselten auch während des zweiten Weltkriegs wieder zur Rüstungsproduktion und wurden so auch Ziele der deutschen Streitkräfte.

    Standard 16 (1935) - mit Lampenabdeckung und Lackierung, wie sie während den "Blackout"-Perioden des 2. Weltkriegs genutzt wurden - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Am 14. November 1940 ging ein Hagel von Bomben auf die Stadt nieder, 568 Leute starben, 4300 Häuser wurden zerstört. Ein Drittel der Produktionsgebäude erlitten kleinere oder grössere Schäden, doch der Wiederaufbau ging in schnellen Schritten vorwärts, so dass die britische Autoindustrie, die sich insbesondere um Coventry formiert hatte, schon bald wieder mit Hochdruck Fahrzeuge baute, zunächst solche nach den Entwürfen der Dreissigerjahre, aber schon bald neue Konstruktionen.

    Standard Eight (1948) - vermutlich noch in der Vorkriegszeit gebaut, aber nach dem Krieg verkauft, weil noch keine neuen Modelle vorrätig waren - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Die britische Motor City

    In den Fünfzigerjahren hatte sich Grossbritannien zum zweitgrössten Autoproduktions-Land hochgearbeitet. Marken wie Jaguar, Daimler, Rover, Triumph oder Hillman gehörten zu den besten und begehrtesten weit herum. Die Firmen rund um Coventry wuchsen, boten gute Arbeitsplätze und stellten Fahrzeuge her, nach denen sich nicht nur die Briten, sondern auch die Amerikaner und die Kontinentaleuropäer die Finger leckten.

    Triumph TR2 Sports Car (1954) - eingeführt 1952, gezeichnet von Walter Belgrove, gedacht für den amerikanischen Markt - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Doch der Erfolg sollte nicht anhalten und der Gründe gab es viele, warum die Autoindustrie in Grossbritannien und damit auch in Coventry an Bedeutung verlor. Die Fahrzeugproduzenten in Deutschland, Frankreich und Italien, aber auch Schweden und Amerika waren teilweise innovativer, erkannten Bedürfnisse schneller, bauten günstiger und effizienter, teilweise auch vielfältiger und langlebiger.

    Hillman Imp (1975) - zwischen 1963 und 1976 in Schottland gebaut, um mit dem Mini zu konkurrenzieren - daneben ein Paykaan Hillman Saloon von 1980, der im Irak zusammengebaut wurde - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Die Hersteller in Grossbritannien reagierten durch Fusionen und Betriebszusammenlegungen, die Arbeiter mit Streiks und nicht erfüllbaren Forderungen. Plakate und Pamphlete sind auch im Museum zu sehen und zeugen von einer schwierigen Zeit.

    Zeichen des Niedergangs der britischen Autoindustrie - Lizenz-Produktionen und Auftragsfertigung in den Neunzigerjahren - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Der Staat musste einschreiten, um wenigstens einen Teil der Arbeitsplätze zu sichern, Firmen wie Triumph fertigten Honda-Derivate, Automarken und Fabriken wurden ins Ausland verkauft. So wurden in Ryton Peugeot-Personenwagen hergestellt und zwar bis ins Jahr 2006, dann wurde auch jener Produktionsbetrieb, wie schon viele zuvor, geschlossen. Im Museum kann man sich die Argumente, die für einen Weiterbetrieb respektive eine Schliessung geäussert wurden, anhören und dann selber abstimmen.

    Der Niedergang war kaum aufzuhalten und heute sind nur noch wenige britische Autofirmen übriggeblieben, die meisten davon sind in ausländischer Hand.

    Verschwundene Marken und Erfindungen

    So weckt auch der Rundgang durch das Museum die Erinnerung an verschwundene Automarken, schliesslich gab es alleine in Coventry 161 Auto- und 116 Motorradhersteller, wovon Armstrong Siddeley, Singer, Standard, Triumph, Hillman, Rover oder Jaguar/Daimler neben einigen anderen noch die bekanntesten waren.

    Hillman Aero Minx (1935) - ein Versuch den Hillman Minx aerodynamischer auszugestalten - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Das Museum in Coventry ruft aber auch viele britische Erfindungen ins Gedächtnis zurück, etwa den Ferguson-Allradantrieb im Personenwagen oder das kleine Elektroauto Sinclair C5, das inzwischen über 30 Jahre alt ist.

    Ferguson R4 Prototype (1952) - Personenwagen mit Allradantrieb - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Auch auf die Motorsporterfolge wirft das Museum Licht, wer weiss schon, dass sowohl der Talbot Sunbeam Lotus als auch der Peugeot 205 T16 massgeblich in Coventry zum konkurrenzfähigen Rallyeauto wurden?

    Sunbeam Lotus (1980) - gebaut in der Talbot-Rennabteilung in Coventry, Siegerwagen der Lombard RAC Rallye von 1980 - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz
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    Jaguar mit eigener Ausstellung

    Die heute wichtigste Coventry-Automarke dürfte nachwievor Jaguar sein, entsprechend erhielt sie auch einen eigenen Ausstellungsteil, der die Erfolgsgeschichte des Herstellers anhand einiger schöner Exponate aufzeigt, darunter natürlich ein XK 120, aber halt auch ein C-X75, den man schliesslich noch nicht oft gesehen hat.

    Jaguar-Ausstellung im Überblick - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Für die ganze Familie

    Man muss nicht unbedingt ein Liebhaber der britischen Automarken sein, um am Coventry Transport Museum Gefallen zu finden.

    Arbeitszeitkontrolle - Stechuhr aus den Dreissigerjahren - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Die liebevolle Einrichtung mit geschmackvollen Installationen und vielen Requisiten aus der Vergangenheit sind für jedermann interessant, zumal der Eintritt, wie bei britischen Museen üblich, kostenlos ist! Nur Spezialattraktionen wie der 4D Land Speed Record Simulator wollen extra bezahlt werden.

    Der Thrust 2 wird durch eine Rolls-Royce-Turbine mit 35'000 PS angetrieben - Coventry Transport Museum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Zudem gibt es immer wieder Sonderausstellungen und wer würde nicht einmal gerne das Überschallfahrzeug Trust 2 im Massstab 1: 1 bewundern?

    Genügend Zeit sollte man allerdings mitbringen, damit man auch etwas von den mannigfaltigen Exponaten hat.

    Weitere Informationen zum Museum gibt es auf der entsprechenden Website.

    Alle 100 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    Helmut Hostettler:
    09.01.2019 (23:18)
    Danke für den sehr informativen Bericht. Fazit: Coventry ist eine Reise wert!
    bo******:
    08.01.2019 (17:11)
    Habe schon etliche (Transport-)Museen besucht. Aber dieses Haus in Coventry ist wirklich einmalig und zudem erstaunlicherweise "Admission to the museum is FREE."
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