Vom 3. bis 7. Februar 2016 öffnet die Rétromobile in Paris wieder ihre Tore für alle Automobilenthusiasten und auch alle anderen Interessierten an aussergewöhnlichen Automobilen. Bei der 41. Ausgabe der renommierten Messe werden neben drei faszinierenden Geschwindigkeits-Rekordfahrzeugen auch sieben Oldtimer gezeigt, die im Jahr der ersten Auflage der Rétromobile im Jahr 1976 lanciert wurden und somit dieses Jahr ihren 40. Geburtstag feiern.
Es war im Jahr 1976
1976 war das Jahr in dem Steve Jobs Apple gründete, in dem der Ferrari von Niki Lauda am Nürburgring von der Strecke abkam und in Flammen aufging, in dem der erste Air France Flug nach Rio de Janeiro abhob und in dem ein verrückter Enthusiast die erste klassische Automobil Show veranstaltete: Die Rétromobile.
Im selben Jahr ersetzte Renault seinen 7CV durch den neuen R14, Mercedes stellte den neuen W123 vor, BMW präsentierte das edle Coupé der Sechserreihe (E24), Citroën stellt eine neue überholte Version des CX vor, während Alfa Romeo mit seinem eleganten “Alfasud Sprint” Coupé vorfuhr, Alpine den A310 mit V6-Motor vorstellte und Volkswagen mit dem ersten VW Golf GTI wie eine Bombe einschlug .
All diese Fahrzeuge haben dieses Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum, ein Grund zum feiern, wie das französische Magazin "Youngtimer" findet und bringt an der Rétromobile 2016 alle diese Fahrzeuge zusammen auf ein Podium.
Drei Rekordfahrzeuge in Aktion
Geschwindigkeit war schon immer das Ziel von allen Autoherstellern weltweit und dies hat sich bis heute nicht geändert. Dieses Jahr will die Rétromobile drei Rekordfahrzeuge in Aktion präsentieren, dabei kommt die Schönheit der Klassiker mit die unglaublichen Geschichten hinter den Fahrzeugen zusammen. Alle diese Fahrzeuge wurden von mechanischen Künstlern geschaffen, die die Menschen begeistern wollten und auf der Suche nach einer Sensation waren.
Der Älteste
Das älteste dieser Rekordfahrzeuge ist der Napier von 1903, er ist aber zudem auch der älteste britische Rennwagen, der bis heute überlebt hat. Eine der Veranstaltungen, an denen er teilgenommen hat, war der berühmte Gordon Bennett Cup im Jahr 1903. Beim Versuch das Fahrzeug während der Beschleunigung zu lenken endete das Rennen für den Piloten Charles Jarrott allerdings im Graben. Charles und sein Co-Pilot überlebten den Unfall schwer verletzt und auch der Wagen hatte einiges abbekommen. Das Rennen gewann der belgische Rennfahrer Camille Jenatzy in einem Mercedes. Er war der erste Mann, der im Jahr 1899 im Elektroauto La Jamals Contente die 100 km/h Grenze überschritt. Der Napier wurde dann nach Amerika verschifft und dort blieb er dann auch bis 1987, bevor er an ein Museum in Beaulieu verkauft wurde. Um das Publikum zu begeistern, wird der Napier auch in Aktion zu sehen sein. Die Zuschauer bekommen so auch den Sound des brachialen 7.7 L 4-Zylinder-Motors zu hören.
Die fabelhafte Geschichte des Darracq V8
Wer erinnert sich noch an den Tag, als ein Auto zum aller ersten Mal sehr nahe an die 200-km/h-Grenze herankam? Dieses Ereignins fand in Florida statt und zwar vor 110 Jahren. Während dieser Zeit tüftelten sämtliche Hersteller an Fahrzeugen, die den Geschwindigkeitsrekord brechen konnten. Im Jahr 1905 war auch Darracq aus dem Pariser Vorort Suresnes eifrig an der Entwicklung. Mechaniker Ribeyrolles kombinierte zwei 4-Zylinder Motors in einem einzigen Kurbelgehäuse und entwarf so den ersten V8-Motor, der das Auto schneller machen sollte als jemals zuvor. Im Jahr 1906 startete dann der französische Rennfahrer Victor Degomeot zur Demonstrationsrunde. Er nutzte die gesamte Kraft der 200 PS und erreichte eine Geschwindigkeit von 197 km/h. Auch dieses legendäre Fahrzeug wird wird bei einer Vorführung draussen gestartet und zeigt die Kraft seines V8-Motors.
The “Beast of Turin”
Manche Fahrzeuge blieben den Menschen in Erinnerung auf Grund ihrer Grösse und ihrer Geschichte. Der Fiat S76 ist eines dieser Fahrzeuge. Das Fahrzeug wurde 1911 gebaut, um den bestehenden Geschwindigkeitsrekord des sehr starken Blitzen-Benz zu schlagen. Im Jahr 1911 blieb der Fiat S 76 im Sand des Strandes von Saltburn stecken und so endete die schnelle Fahrt bei 180 km/h. Der Wagen wurden dann an den russischen Prinzen Boris Soukhanov verkauft. Ihm gelang es dann schliesslich auch im Jahr 1913 mit einer Geschwindigkeit von mehr als 210 km/h den Rekord des Blitzen-Benz zu schlagen.
Auf Grund seines hohen Gewichts war es aber sehr schwierig den Wagen in einer geraden Linie zu halten. Deshalb wurde der Wagen kurz darauf zurück nach Turin geschickt. Von dort aus wurde er nach Mexico verkauft und später nach Australien. Wo das S76 bei einem schrecklichen Unfall komplett zerstört wurde. Darauf baute Fiat einen zweiten S76, der aber nach den 1920er Jahren beinahe in Vergessenheit geriet in einer australischen Garage. Doch der Wagen wurde wieder fahrtüchtig gemacht und so können die Besucher der Rétromobile auch das “Beast” in Aktion erleben.
Alles weitere Wissenswerte zur Rétromobile finden sie auf der Webseite. Dort können auch bereits jetzt Tickets für 16 Euro erwernen. Für Kinder unter 12 Jahren ist der Eintritt frei. Die Messe hat am Mittwoch und Freitag von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet, am Donnerstag, Samstag und Sonntag von 10.00 bis 19.00 Uhr.















































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