Am 16. September 2015 hat die BBE Automotiv GmbH, Köln gemeinsam mit ihren Partnern ZDK, VDA und AvD das Update 2015 zur Studie “Wirtschaftsfaktoren Young- und Oldtimer” auf der IAA vorgestellt. Dabei wurde die Entwicklung im Markt der klassischen Automobilen in Deutschland präsentiert, seit der ersten Studienvorstellung im Dezember 2013. Die diesjährige Studie enthält deshalb nicht nur die aktuellen Marktdaten, sondern auch Tipps zur erfolgreichen Marktbearbeitung.
Update 2015
Im Jahr 2013 befragte man Besitzer von Young- und Oldtimern zu ihren Fahrzeugen, ihrem Reparatur- und Wartungsverhalten, ihrem mobilen Freizeitverhalten sowie ihren finanziellen Aufwendungen in umfangreichen Onlinebefragungen. Nun hat BBE diese Ergebnisse neu aufbereitet und mit den aktuellen Fahrzeugbeständen aktualisiert und erstaunliche Fakten herausgefunden.
Die Population wächst
Der Fahrzeugbestand wird immer älter, dies ist hauptsächlich auf den rasant wachsenden Anteil an Youngtimern in Deutschland zurück zu führen. Insgesamt gibt es aktuell um die 7,8 Millionen Young- und Oldtimer. Während es etwas über 700’000 Oldtimer (30 Jahre und älter) gibt, beträgt der Gesamtbestand der Youngtimer (15 bis 29 Jahre) mit rund 7 Millionen, das zehnfache. Im Vergleich zum Jahr 2013 sind das ganze 19% mehr und man geht davon aus, das die Gesamtzahl bis im Jahr 2020 über die 10 Millionen Grenze hinausgehen wird.
Oldtimer und die Umwelt
Etwa 600’000 Oldtimer werden heute noch regelmässig gefahren, zumindest über deutsche Landstrassen. Im Durchschnitt legt jedes dieser Fahrzeuge etwa 2’500 km pro Jahr zurück. Alle Fahrzeuge zusammen fahren ungefähr 1,5 Mrd. Kilometer. Im Bezug auf alle gefahrenen Kilometer der deutschen PKWs sind das zwar nur 0.24 %, eine erhöhte Umweltbelastung bedeutet dies jedoch trotzdem.
Doch auch da ist Besserung in Sicht, denn bereits ab dem Jahr 2022 wird jedes Fahrzeug, das mit seinem 30. Geburtstag zum Oldtimer wird, über eine Abgasreinigung verfügen.
Liebe zum Auto oder nur Mittel zum Zweck
Grundsätzlich gibt es 3 Gruppen von Young- und Oldtimern. Die echten Oldtimer laut Gesetz, die Freizeit Youngtimer mit Oldtimerpotenzial, und die Daily Use Oldtimer. Bei den ersten beiden Gruppen steht vor allem die Liebe zum Auto im Vordergrund, weshalb ihre Besitzer auch bereit sind einerseits viel Geld rund um das Auto auszugeben, andererseits aber auch viel Zeit und Geduld zu investieren und selbst Hand anzulegen. Der Anteil dieser Fahrzeuge beträgt etwa 2,8 Millionen. Die restlichen 5 Millionen Fahrzeuge dienen mehr als Mittel zum Zweck, zumeist ohne grosse emotionale Bedeutung, deswegen wird auch nur das Nötigste am Auto gemacht.
Wachsender Markt
Nicht nur die Population der Young- und Oldtimer, auch das Marktvolumen ist um 12 % gestiegen seit 2013 und beträgt jetzt über 16 Mrd. Euro. Ganze 40% des Marktvolumens resultiert aus Youngtimern, die noch immer täglich genutzt werden. Ausserdem verändert sich auch die Marktstruktur, man kann davon ausgehen, dass sich der Markt neu strukturieren wird. Dabei werden es besonders “Allrounder” in Zukunft schwer haben, gegen die vernetzten Spezialisten anzukommen. Ausserdem werden grössere, gemeinsam betriebene Plattformen dem Markt eine neue, zentrale Struktur geben.
Um in der neuen Struktur zu überleben braucht es vor allem eines: Mut. Mut um die Emotionen zurückzustellen und das rationale Potenzial des Marktes in den Vordergrund zu stellen. Mut um auch mal ein Risiko einzugehen und auf den Kunden einzugehen und sich nach dessen Wünsche zu orientieren. Ebenso ist es wichtig konsequent nach seinem Konzept zu handeln und der eingeschlagenen Strategie treu zu bleiben. Dann hat man auch in dieser Branche in naher Zukunft mit grossen Erfolgen, im stets wachsenden Markt, zu rechnen.
Weitere Informationen zur Studie gibt's auf der Internetseite von BBE.










































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