Nur noch einige Tage, dann steht der Sunbeam 1000hp am glitzernden Pazifikstrand von Pebble Beach zum Concours d'Elegance. Der erste Auftritt des restaurierten Rekordwagens, mit dem Henry Segrave am 29. März 1927 in Daytona Beach als erster Autofahrer schneller als 200 Meilen oder 327 km/h fuhr. Erreicht wurde das durch zwei kolossale Flugmotoren, die vorn und hinten im Auto eingebaut und gekoppelt waren.
Drei Jahre Arbeit und viel Geld
Das komplexe System streikte bald und zu Demonstrationszwecken wurde der im National Motor Museum von Beaulieu untergebrachte Sunbeam nur noch mit einem Motor gefahren. Drei Jahre Arbeit kostete es das Museum plus erhebliche Spendengelder, den Originalzustand wieder herzustellen, denn es gab weder technischen Unterlagen noch Dokumentationen. Dass die beiden Motoren schon damals nicht ganz die eindrücklich klingenden 1000 Pferdestärken erreichen, wird nicht weiter kommentiert.
Gegenläufig drehende Flugmotoren
Beide 22,5-Liter-V12-Flugmotoren vom Typ Matabele wurden – zusammen mit dem übrigen Fahrzeug – akribisch zerlegt und restauriert. Ziel ist eine Demonstrationsfahrt bei niedriger Geschwindigkeit im März 2027 in Daytona, zum 100. Jahrestag von Sir Henrys Rekordfahrt. Die Herausforderung bestand darin, beide Motoren – die gegenläufig drehen – zu synchronisieren und erstmals seit fast einem Jahrhundert wieder gemeinsam laufen zu lassen. Doch die Probefahrten waren erfolgreich und eine neue Rekordfahrt ist ja auch nicht das Ziel.
Amerika-Ausflug einer Legende
Nach Pebble Beach ist der Sunbeam im Petersen Automotive Museum sowie in der Motorsports Hall of Fame of America zu sehen. Weitere Angaben zur US-Reiseroute des Sunbeam, zu seiner Geschichte und zur Restaurierung finden sich auf dieser Webseite. Fun fact: Der Spitzname für den Sunbeam 1000hp lautet "The Slug", was eigentlich Nacktschnecke bedeutet, aber hier die Bedeutung "Geschoss" hat.






















































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