Am 3. September 1996 lief in Mladá Boleslav der erste Octavia der modernen Generation vom Band. Drei Jahrzehnte und rund 7,9 Millionen Fahrzeuge später ist er über vier Generationen hinweg zum meistverkauften Škoda überhaupt geworden.
Ein historischer Name kehrt zurück
Der Name Octavia war 1996 alles andere als neu: Zwischen 1959 und 1971 hatte Škoda bereits ein Modell unter dieser Bezeichnung gebaut. Die Entwicklung des modernen Nachfolgers begann 1992, ein Jahr nachdem Škoda dem Volkswagen-Konzern beigetreten war. Der Zugriff auf die Konzerntechnik ermöglichte ein betont praktisches Auto, dessen Linie der damalige Škoda-Designchef Dirk van Braeckel zeichnete. Parallel entstand in Mladá Boleslav ein neues Werk, das die Jahreskapazität von 90'000 auf 350'000 Fahrzeuge hob.
Die erste Generation legt den Grundstein
Die Limousine debütierte am 4. April 1996, ihre Serienproduktion startete am 3. September. Schon damals bot der Octavia mit 528 Litern einen aussergewöhnlich grossen Kofferraum. 1998 folgte der beliebte Combi, 1999 kam der Allradantrieb, und im Jahr 2000 sorgte der erste Octavia RS für sportliche Ambitionen. 1,44 Millionen Einheiten liefen von dieser Generation vom Band, einzelne Varianten sogar bis 2010, obwohl der Nachfolger bereits 2004 präsentiert worden war.
Zweite und dritte Generation: mehr Platz, mehr Technik
Die zweite Generation legte beim Innenraum nach und vergrösserte den Kofferraum um weitere 32 Liter; Technik wie das DSG-Doppelkupplungsgetriebe hielt Einzug. Bis 2013 entstanden 2,6 Millionen Exemplare. Die dritte Generation (2012 bis 2020) brachte Assistenzsysteme aus höheren Klassen, eine leichtere Karosserie, optimierte TSI- und TDI-Motoren sowie die sparsame GreenLine-Variante. 2017 folgte ein umfangreiches Facelift mit geteilten Scheinwerfern.
Vierte Generation: der aktuelle Bestseller
Seit November 2019 steht die vierte Generation als Limousine und Combi beim Händler. Nach der Modellpflege Anfang 2024 fährt sie mit bis zu zehn Airbags sowie einem Aufmerksamkeits- und Müdigkeitsassistenten vor. Gebaut wird der Octavia heute in Mladá Boleslav, Kvasiny und im kasachischen Kostanay.
Ein Dauergast auf dem Podest
Für Škoda-Chef Klaus Zellmer ist der Octavia «seit drei Jahrzehnten eine Ikone der Marke». Er habe stets geboten, was Kunden schätzten: Geräumigkeit, Praktikabilität, Sicherheit und Ausstattung zu einem attraktiven Preis. Die Fachwelt sah es ähnlich – mehrere «Best Cars»-Auszeichnungen und das «Goldene Lenkrad» zieren die Vita des Bestsellers.




























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