Am Abend des 9. September 2022 werden im Grand Hotel des Bains Kempinski St. Moritz in der Schweiz 22 Autos im Wert von CHF 26,3 Millionen versteigert. Pro Wagen werden also fast CHF 1,2 Millionen erwartet, das scheint irgendwie zum mondänen Kurort im Engadin zu passen.
Die Autos sind im Schnitt nur knapp 36 Jahre alt, zwei davon werden ohne Mindestpreis angeboten.
Der Bugatti
Bei weitem am meisten Geld werden in St. Moritz für einen Bugatti Type 57S Atalante aus dem Jahr 1936 erwartet. Beim fast überirdisch schönen Coupé mit Chassisnummer 57384 handelt es sich um den ersten 57S Atalante, der damals die Fabrik im Elsass verlassen hat und einen von nur 17 überhaupt gebauten Atalante Coupés auf der Basis des 57S.
Es ist auch einer der wenigen Wagen dieses Typs, die im Rennsport eingesetzt wurde. Und das heute rot-schwarze Coupé war fast die letzten drei Jahrzehnte im selben Besitz.
Jetzt sind CHF 10 bis 12 Millionen für den Bugatti angesetzt.
Ferrari und Aston Martin
Die beiden Sportwagenmarken Ferrari und Aston Martin machen zusammen genau die Hälfte des Fahrzeugangebots aus. Das Durchschnittsalter liegt bei den Astons bei 32 Jahren, während die Ferrari-Sportwagen im Schnitt eine Spur älter (35 Jahre alt) sind.
Von allen anderen Marken sind maximal zwei Autos vor Ort.
Super- und Neoklassiker
Das Angebot umfasst neben dem Bugatti und einem F1-Auto fast nur Superklassiker der Sechziger- bis Achtzigerjahre und Neoklassiker.
Zu letzteren gehören etwa der Aston Martin One-77 von 2011 (CHF 1,8 bis 2 Millionen) oder der Ferrari 599 GTO von 2010 (CHF 700’000 bis 800’000).
Bei den Superklassikern wären etwa der weisse Lamborghini Miura P400 von 1968 (CHF 1,4 bis 1,6 Millionen), der Lancia Stratos von 1975 (CHF 600’000 bis 700’000) und der Ferrari 512 BB von 1979 (CHF 225’000 bis 300’000) zu nennen.
Von Aston Martin sind gleich zwei DB5 als Coupé (Vantage) und als Cabriolet am Start. Beide Wagen wurden 1965 gebaut und sie sollen CHF 1 bis 1,2 Millionen (Coupé) und CHF 1,9 bis 2,6 Millionen (Convertible) kosten.
F1-Wagen von Williams
Der Williams FWC12C mit Chassisnummer FW12C/10 aus dem Jahr 1989 gehört wohl nicht zu den erfolgreichsten Monoposti Frank Williams. Der Wagen wurde aber mit Ricardo Patrese immerhin Dritter beim Grand Prix von Frankreich, Vierter in Deutschland und Pole-Position Setter in Ungarn.
Allerdings fehlen dem Renault-Motor ein paar Teile, so dass er deswegen und aufgrund einer langen Standzeit nicht so einfach zum Laufen zu bringen sein dürfte.
Geschätzt wurden CHF 1,25 bis 1,75 Millionen, man darf gespannt sein.
Lauffähig und damit sofort einsetzbar ist dagegen ein Maserati 450 S von 1958. Es handelt sich hier allerdings um eine “Recreation”, also um einen exakten Nachbau des schnellen Sportwagens der späten Fünfzigerjahre. Als Besonderheit hat der Wagen eine Strassenzulassung samt Veteranenausweis in der Schweiz.
Nun will sich der Besitzer für CHF 800’000 bis 1,2 Millionen vom offenen Sportwagen trennen.
Nur bei einem Lot liegt der Schätzwert im fünfstelligen Bereich, dabei handelt es sich um einen Ferrari 360 Spider von 2003, der für CHF 70’000 bis 90’000 (ohne Mindestpreis) unter den Hammer kommen wird.
Weitere Informationen und viele Bilder zu den einzelnen Autos gibt es auf der Website von RM/Sotheby’s.
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