In Langenthal, der statistisch durchschnittlichsten Stadt der Schweiz, ist bis Mitte Juni eine ungewöhnliche, kleine, aber feine Ausstellung zur regionalen Entwicklung des motorisierten Verkehrs zu sehen. Langenthal war z.B. eine der ersten Gemeinden, die experimentierte, wie man Strassen staubfrei machen könnte. Der Oberaargau brachte einige der renommiertesten Schweizer Motorrad- und Auto- Rennfahrer hervor. Und in Langenthal war eine der renommiertesten Schweizer Karosserien zu Hause, die Carrosserie Langenthal AG.
Sie existiert unter dem Namen Calag noch heute und ist mit über 220 Mitarbeitern im Fahrzeugbau und im Karosseriegeschäft tätig. Die Geschichte der Firma ist in dieser Ausstellung einer der interessantesten Bereiche für den Oldtimer- Begeisterten. Im 19. Jahrhundert gegründet von Fritz Grogg zum Bau von Fuhrwerken, wandte sie sich später auch dem Bau von Auto- Karosserien zu.
Wunderschöne Originalpläne, originale Werkzeuge und historische Fotos lassen die Geschichte des Langenthaler Karosseriebaus lebendig werden. Die Firma baute 1935 bis 1954 Spezialkarosserien auf Chassis von 50 verschiedenen Herstellern, z.B. eine Reihe von Cabrios auf der Basis des Citroen Légère. Oft wurde bei Cabrios das besonders stabile Faltverdeck nach einer Lizenz von Kellner eingebaut.
Interessant sind in der Ausstellung auch die Biografien zahlreicher Oberaargauer Rennfahrer, z.T. von internationalem Rang, sowie eine Abteilung zum Thema Colani. Was den Stardesigner mit Langenthal verbindet, erfahren Sie vor Ort.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des Museums Langenthal. Geöffnet ist da Museum am Mittwoch und am Sonntag, jeweils von 14:00 bis 17:00. Der Eintritt ist kostenlos.








































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