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Lister Costin - neu gebaute Continuation Cars ab Werk

Erstellt am 22. Dezember 2016
, Leselänge 3min
Text:
Sara Räss
Fotos:
Daniel Reinhard 
3
Balz Schreier 
5
Bruno von Rotz 
5
Courtesy Goodwood Revival 
1

Nachdem bereits eine Serie von Lister Knobbly Continuation Cars auf den Markt kam, lässt Lister nun auch den Rennwagen "Costin" von 1959 aufleben.

Der letzte Lister-Rennwagen der Fünfzigerjahre war der Lister Costin, der dem berühmten Lister Knobbly in die Fussstapfen treten sollte. Der Nachfolger der Lister Knobblys musste aber aerodynamischer werden, um mit den damaligen Konkurrenten mithalten zu können. Deshalb zog Brian Lister mit Frank Costin, dem Bruder von Mike Costin, einen Aerodynamik Spezialisten bei. Vor seiner Zusammenarbeit mit Lister gestaltete Costin bereits Karosserien für Lotus und Vanwall. Für Lister konzipierte Costin eine schmale, luftwiderstandsarme Aluminium-Karosserie.

Lister Costin Jaguar (1959) - Woodcote Trophy & Stirling Moss Trophy - Spa Six Hours 2016
Copyright / Fotograf: Balz Schreier

Für die Saison von 1959 montierte das Team von George Lister Engineering in Cambridge zwei Werkswagen, insgesamt wurden neun Exemplare gebaut. Die beiden Werkswagen wurden mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen wie beispielsweise einem feuerfesten Tank ausgestattet. Gefahren wurden sie von Ivor Bueb, Peter Blond und teilweise auch von Stirling Moss und Bruce Halford. Den ersten Sieg in einem Costin fuhr Bueb noch im selben Jahr in Sussex ein. Und sowohl in Sebring als auch am 24 Stunden Rennen in Le Mans standen die Costins am Start. Heute sind Lister Costins in historischen Rennen immer wieder erfolgreich. 2016 gewann ein Lister Costin seine Gruppe an der Le Mans Classic sowie die Sussex Trophy in Goodwood.

Lister Costin (1959) - Plateau 3 - Le Mans Classic 2016
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Die neuen Continuation Cars werden wiederum in Cambridge von George Lister Engineering gebaut. Die gleichen Methoden wie in den Fünfzigern werden beim Aufbau angewendet, so dass alles den Originalen aus vergangenen Zeiten entspricht. Die Lister Costins von 1959 hatten den Reihensechszylinder Motor von Jaguar, die Continuation Cars werden mit einem zeitgetreuen Reihensechszylinder von Crosthwaite and Gardiner angetrieben. Derselbe Motor wurde bereits für die Lister Knobbly Continuation Cars und die Stirling Moss Edition verwendet.

Lister-Jaguar 'Costin' (1958) - im Rennen um die Sussex Trophy am Goodwood Revival 2012
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

In nur vier Sekunden beschleunigt der Lister Costin auf 60 mph (96 kmh) und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 180 mph (289 kmh). Ein Continuation Car mit Renn Spezifikationen und FIA HTP  sowie der Berechtigung zur Teilnahme an der Stirling Moss Trophy kostet ab Werk £ 295’000 (€ 350’600, CHF 375’400). Gegen einen Aufpreis von £ 12’500 (€ 14’900, CHF 15’900) bekommt man den Lister Costin aber auch mit Strassenzulassung.

Lister Costin (1959) im Feld der "Legends 50s Sports Car" am Algarve Classic Festival 2013
Copyright / Fotograf: Balz Schreier

Mehr dazu finden Sie auf der offiziellen Webseite von Lister.

Bilder zu diesem News-Artikel

von 7c******
07.01.2017 (09:37)
Antworten
Ich weiss echt nicht was ich von diesen "Continuation Cars" halten soll. Wenigstens sind sie günstig.
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