An der Vintage Shamrock Rallye, die von 12. bis 15. Mai 2025 stattfand und durch einige der schönsten Landschaften Irlands führte, nahmen traditionell ausschliesslich Vorkriegsfahrzeuge teil. Die von Rally the Globe in Zusammenarbeit mit Irish Racing Green organisierte Veranstaltung ist für Liebhaber von Vorkriegsfahrzeugen zum festen Bestandteil des Rallye-Kalenders geworden, sodass 2025 bereits die 6. Auflage gefeiert werden konnte.
Nach vier herrlichen Tagen, 500 gefahrenen Meilen und so manchen absolvierten Prüfungen ging der Sieg an den 1933er Frazer Nash TT Replica, der vom Team Theo Hunt / James Galliver gefahren wurde.
Es war ein historischer Sieg, denn es ist das jüngste Team in der Geschichte von Rally the Globe, das bei einer Rallye den ersten Platz belegte. Die ehemaligen Schulfreunde haben bereits an der “Generations Rally” zusammen teilgenommen, einer Veranstaltung des Organisators, die jüngeren Teilnehmern Langstrecken-Rallyes in charismatischen Autos aus vergangenen Zeiten näher bringen soll.
Startet eure Motoren!
Die Rallye startete im luxuriösen Fünf-Sterne-Hotel Fota Island Resort und kehrte auch 2025 zu den spektakulären Küsten und Bergen der Regionen Cork und Kerry zurück.
Unter den insgesamt 64 teilnehmenden Fahrzeugen waren mehr als drei Jahrzehnte Automobilgeschichte zu sehen. Das älteste Auto im Teilnehmerfeld war ein Alvis 12/40 aus dem Jahr 1923, während das jüngste Fahrzeug ein MG TC aus den späten 1940er Jahren war. Neben einer starken Beteiligung der Marken Bentley und Frazer Nash gab es auch eine grosse Auswahl an alten Talbots, BMWs, HRGs, Rileys, Triumphs, Aston Martins, Jaguars und selteneren Marken wie Rockne und Lancia.
Nach den technischen Überprüfungen begann die Rallye mit einer Reihe von Zeit- und Gleichmässigkeits-Prüfungen und Regularien im Vorland der Nagle Mountains.
Frühe Spitzenreiter und irische Legenden
Graham Goodwin und seine Frau Marina, die in ihrem Bentley Supersports von 1925 unterwegs waren, gaben das Tempo vor. Dicht dahinter hielten Andrew und Ann Boland in ihrem Talbot AV105 von 1934 die irische Ehre hoch.
Am zweiten Tag gab es jedoch grosse Veränderungen an der Spitze. Die Strecke in Richtung Westen führte die Teilnehmer zur Sheen Falls Lodge, einem weiteren Fünf-Sterne-Resort-Hotel mit einem Panoramablick über die Kenmare Bay.
Bald darauf erreichte das Feld “Coleman Country“, benannt zu Ehren der irischen Rallye-Legende Billy Coleman, wo es eine Prüfung auf staubigen, gesperrten Strassen durch Rapsfelder zu absolvieren gab.
Es folgten Gleichmässigkeitsprüfungen und Zeitkontrollen sowie ein Besuch im “Top of Coom”, Irlands höchstgelegenem Pub, und weitere Schotterprüfungen. Bei der Ankunft in der Sheen Falls Lodge wurden die Teilnehmer von niemand geringerem als Billy und Carmel Coleman zum Abendessen empfangen.
Die kurvenreichen, kieslastigen Prüfungen des zweiten Tages begünstigten die wendigen Frazer Nashes gegenüber den grösseren Bentleys. Dadurch fielen die Goodwins in der Gesamtwertung auf den fünften Platz zurück, während die Frazer-Nash-Teams von Theo Hunt und seinem Vater Martin Hunt die Plätze eins und zwei bestiegen. Der Aston Martin Speed von Simon Arscott und Emily Anderson aus dem Jahr 1937 erreichte den dritten Platz.
Familienglück und Küstenherausforderungen
Das herrliche Wetter hielt auch am dritten Tag an, und die Teilnehmer wurden mit einem atemberaubenden Blick auf die Küste der Bantry Bay belohnt. Im Gegensatz dazu forderten technische Abschnitte auf dem Cork Autograss Track und eine kurvenreiche Strecke durch die Rhododendren von Hollybrook House Fahrer und Beifahrer mächtig heraus.
Während Theo Hunt seine Führung in der Gesamtwertung beibehielt, fielen Vater Martin und Navigator Bob Mannix aus den ersten fünf Plätzen zurück. An seiner Stelle fuhren Shane Houlihan und Richard Pain in ihrem Frazer Nash-BMW auf den zweiten Platz, während der Aston Martin von Arscott und Anderson weiterhin auf dem dritten Platz lag.
Zuspitzende Ereignisse am letzten Tag
Der vierte und letzte Tag bildete mit vier weiteren Regularien und drei Prüfungen durch den Südwesten Irlands den krönenden Abschluss.
Die Teilnehmer fuhren entlang des Wild Atlantic Way, durch die Caha Mountains und über die Sheep's Head Halbinsel. Ein anstrengender Aufstieg zum Gipfel des Healy Passes bildete sowohl buchstäblichen als auch metaphorischen den Höhepunkt.
Trotz des wachsenden Drucks blieben Hunt und Galliver standhaft und sicherten sich den Sieg. In der Gesamtwertung gab es jedoch erhebliche Veränderungen: Houlihan und Pain fielen nach mechanischen Problemen auf den fünften Platz zurück und wurden von Arscott und Anderson auf Platz zwei, dem 1929er Chrysler Roadster von David und Jo Roberts auf Platz drei und dem 1939er Frazer Nash BMW 328 von Gavin und Diana Henderson auf Platz vier überholt.
Hunt zum Fahrerlebnis: „Der Frazer Nash TT Replica mit seinem 1500ccm Meadows-Motor ist eine Art David im Feld der Goliath. Zwar nicht der Stärkste, aber er geht um die Kurven, wie man es nicht glauben würde, sodass wir auf den rutschigen Prüfungen mit der stärkeren Konkurrenz mithalten konnten.”
Besondere Auszeichnungen und Vorschau auf weitere Anlässe
Neben den Trophäen für die Klassen und die Gesamtwertung wurde David Brabazon und Celia Drane der Spirit of the Rally Award für ihren Teamgeist verliehen.
Die Rallye-Saison 2025 wird mit der Carrera Andalucía fortgesetzt, die von 22. Juni bis 3. Juli Fahrten durch Spaniens historische südliche Landschaften bietet. Es folgt das Suffolk Cloverleaf von 5. bis 8. August und endet im aussergewöhnlichen Islands of Japan Marathon, der von 18. September bis 16. Oktober eine einmalige Reise durch das Land verspricht.
Weitere Informationen zu allen Rally the Globe-Veranstaltungen, einschliesslich Einzelheiten zu den teilnahmeberechtigten Fahrzeugen, finden Sie auf der Webseite des Clubs.




































































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