Der am 21. September 1969 eröffnete Salzburgring zählt zu den Kult-Rennstrecken in Europa, auf dem in der Vergangenheit prominent besetzte Rennen, mit klingenden Namen, stattfanden. Graham Hill, Emerson Fittipaldi, Jacky Ickx, Niki Lauda u.a. gaben sich hier die Ehre. Jochen Rindt fuhr 1970 seinen letzten Sieg im „Nesselgraben“ bei einem Formel-2-Rennen ein, sechs Tage vor seinem tragischen Unfalltod in Monza.
Nicht zu vergessen sind auch die Tourenwagen-EM Läufe, die in den 70er und 80er Jahren stattgefunden haben. Von 1971 bis 1994 fanden auch regelmässig Läufe zur Motorrad-WM statt. Zwischen 1975 und 1994 gab es achtmal den "Oldtimer Grand Prix" für historische Motorräder und Automobile, der mehrere hundert Teilnehmer aus aller Welt anlockte, selbst mit Prominenz, wie: Fangio, Lauda, Surtees und Taveri. Leider musste diese Veranstaltung aufgrund verschärfter Lärmschutzbestimmungen des Bundeslandes Salzburg eingestellt werden.
Seit 2004 findet wieder eine Oldtimerveranstaltung in Erinnerung an den einzigen österreichischen Motorradweltmeister Rupert Hollaus statt.
Die Streckenlänge beträgt 4255 Meter, der geschwungene Rundkurs ist von prachtvollen Naturtribünen umgeben.
Demofahrten mit historischen Rennwagen
Mit der Austragung des Legends Grand Prix 2025 wird am 2. bis 5. Oktober 2025 eine neue Klassiker-Rennsport-Veranstaltung auf dem Salzburgring initiiert. Der Legends Grand Prix wird in Form von Demo-Fahrten ausgetragen, womit die Gefahr minimiert wird, dass die historisch wertvollen „Zeitzeugen der Automobilwelt“ durch Unfälle zu Schaden kommen.
“Wir wollen den Legends Grand Prix mittelfristig in den Top Five der Classic-Series in Europa etablieren. Das Fahrerfeld, das in England, Frankreich, Italien und Deutschland an den Start geht, soll zukünftig auch in Salzburg zu sehen sein. Die Region um den Salzburgring bietet alles, was für diese Klientel von Wertigkeit und Bedeutung ist. Eine historische Rennstrecke zwischen der Naturkulisse „Salzkammergut“ und der Kulturmetropole Salzburg, erklärt Joachim Althammer, CEO der Legends GP GmbH und Organisator Edelweiß Classic und Rossfeld Bergrennen.
Vorbild Goodwood Revival
Nach dem Beispiel von Goodwood wird auch der Legends Grand Prix mit einem historischen Jahrmarkt ausgestattet sein. Das Konzept sieht in Gestaltung und Optik ein einheitliches Gesamtbild vor, bestehend aus Fahrgeschäften, Pagodenzelten und Verkaufsständen. Brauchtum und Volkskultur bilden den Rahmen dazu. Den Besuchern soll eine automobile Zeitreise in historischer Atmosphäre vermittelt werden. “Eine Ära neu erfahren, das ist die Philosophie des Legends Grand Prix auf dem Salzburgring”, so Althammer.
“Mit dem Legends Grand Prix schaffen wir ein zeitgeschichtliches Veranstaltungsformat
in der internationalen Oldtimerszene. Wir erwarten bis zu 250 Boliden, die an 4 Tagen und in 8 Klassen, von 1920 (Silberpfeile Mercedes I Auto Union) bis 1985 (DRM-Serie mit Porsche Carrera 911 I Ford I Opel I Alfa Romeo u.a.), auf dem Salzburgring zu sehen sind.
Die Klasseneinteilung wird 1 Le Mans-, Indianapolis, Grand-Prix- und Bergrennwagen der 20er Jahre, 2 der 30er Jahre, 3 der 50er Jahre, 4 der 60er Jahre, 5 der 70er Jahre umfassen. Dazu kommen mit der Gruppe 6 und 7 Besondere Formel-, Renn- und Tourenwagen der 50er und 60er Jahre. Die Gruppe 8 wird ein DRM-Starterfeld von 1972 - 1985.
Gleichzeitig öffnen wir das Fenster in die automobile Zukunft, indem wir führenden Autoherstellern eine Plattform für ihre technischen Innovationen bieten.
Ein einzigartiges Highlight für Familien mit Kindern ist sicher der historische Jahrmarkt mit originalen alten Karussells, einem Riesenrad und vielen weiteren Attraktionen”, ergänzt Arno Zensen, Head of Sporting Affairs – Legends GP GmbH und Ex-Teamchef DTM 1995 - 2020 I Rennstall Keke Rosberg.
Die Ausrichtung des Events nach ökologischen Kriterien und umweltkonformen Maßstäben ist dem Organisations-Team sehr wichtig und nimmt daher einen grossen Stellenwert im Gesamtkonzept ein. Daher wird der Event bereits während der Planung von einem externen und unabhängigen Umweltexperten begleitet.
Die Zielsetzung ist, den Legende Grand Prix als "Green Event" zu etablieren, daher werden Gespräche mit Herstellern von eFuels geführt und geprüft, ob alle Teilnehmerfahrzeuge künftig mit synthetischem Kraftstoff betrieben werden können.
Weitere Informationen gibt es auf der Website der Veranstaltung.




























































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