1967 fand erstmals ein Rennen von Mollis auf den Kerenzerberg statt, noch als Sektionsrennen durchgeführt. 15’000 Zuschauer verfolgten damals Dieter Spoerry, wie er auf seinem Porsche Carrera 6 den Gesamtsieg herausfuhr, gefolgt von Peter Mattli, der einen Lotus-Climax 1500, also einen ehemaligen Formel-1-Wagen pilotierte.
Im Jahr darauf ging es dann um Schweizermeisterschafts-Punkte und Silvio Moser brannte die Rekordzeit von 2’ 54,21” für beide Läufe in den Asphalt. Zweiter wurde Xavier Perror, Dritter Walter Habegger. Sie alle fuhren Formel-Fahrzeuge. Auf Platz Vier und Fünf figurierten zwei Porsche 910, am Lenkrad sassen Karl Foitek und Sigi Lang. Die Automobil Revue schrieb damals: “Obschon die 2,9 km lange Bergstrecke keine übermässigen Schwierigkeiten bietet, verlangt sie zufolge der schnellen Abschnitte mit einigen Mut fordernden Passagen und Geschlängel doch die volle Konzentration des Fahrers.”
Im Jahr 1969 wurde am Kerenzerberg auf die “erbarmungslose Jagd um die letzten Meisterschaftspunkte” geblasen, so zumindest titelte die AR. Diesmal blieb Xavier Perrot auf seinem Brabham F2 der schnellste, gefolgt von Williamson auf McLaren F A und Arthur Blank auf einem Porsche 910, der den Sportwagensiegespokal heimtragen durfte.
1970 wurde zum letzten Mal ein Rennen von Mollis auf den Kerenzerberger ausgetragen und nochmals stand Silvio Moser, gefahren mit dem Bellasi-Ford Formel 1, zuoberst auf dem Podest. Die Sportwagenklasse gewann Bürgisser auf einem modifizierten Lotus 23. Walter Brun siegte bei dem Spezial-Tourenwagen im BMW 2002 TI. Karl Foitek siegte im Lola T210 bei den Sportwagen, Schweizermeister in dieser Disziplin aber wurde ein gewisser Peter Sauber auf einem Sauber C1.
Weitere Austragungen des Bergrennens von Mollis auf den Kerenzerberg gab es nicht mehr. Doch mit dieser Pause soll nun ein Ende sein, denn vom 29. bis 31. Mai 2015 werden die schnellen Rennwagen von damals im Rahmen des Kerenzerberg-Revivals wieder den Berg hochröhren.
Wiederum werden die vier berühmten Haarnadeln Teil der gesicherten Rennstrecke sein. Gefahren wird in drei Klassen:
- Competiton-Klasse für Fahrzeuge mit FIA-HTP und Lizenzfahrer (Ahsschreibung noch in Arbeit)
- Classic Fun Trophy bis Baujahr 1945 - Beifahrer erlaubt
- Classic Sport Trophy nach FIVA-Regulativ (auch ohne Fahrerlizenz möglich)
Die Classic Fun Trophy und die Classic Sport Trophy werden nach einem Gleichmässigkeitsreglement gefahren, Fahrzeuge mit FIVA-ID-Card werden bevorzugt behandelt und dürfen höchsten Jahrgang 1985 haben. Die Competitions-Klasse fährt wie 1967-1970 auf Bestzeit, Motorsport pur!
Die Nennung erfolgt online und kann jetzt schon vorgenommen werden. Das Nenngeld beträgt 990 Franken, wer seinen Wagen im Fahrerlager auf dem Flughafen Mollis mit einem Zelt schützen will, zahlt 200 Franken zusätzlich. Mit vier Wertungsläufen und zwei Trainingsläufen wird einiges geboten, auch für die Zuschauer. Nennschluss ist der 9. März 2015.
Weitere Informationen finden sich auf der Website des Kerenzerberg-Revivals 2015.






























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