Big Bangers Sonderausstellung in der Motorworld Manufaktur Region Zürich (Die Interserie lebt)

Erstellt am 28. April 2021
, Leselänge 5min
Text:
Motorworld
Fotos:
Daniel Reinhard 
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Aston Martin St. Gallen 
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Balz Schreier 
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Bruno von Rotz 
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Edi Wyss 
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Dave Friedman 
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Louis Galanos 
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Christian Wilkens 
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Porsche AG 
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Motorworld 
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Archivbild 
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Stuart Adams 
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Archiv 
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Vom 24. Mai bis 18. Juli 2021 wird die Motorworld Manufaktur Region Zürich zum Mekka für Motorsport-Fans. In der denkmalgeschützten Immobilie realisiert die Solitude GmbH mit Unterstützung von Kuno Schär ein Pop-up-Event in Erinnerung an die schnellste Rennklasse der Welt. Acht leistungsstarke Sport-Prototypen mit dem Beinamen „Big Bangers“ werden zwei Monate lang in der Motorworld auf rund 200 Quadratmetern zu sehen sein. Der historische Anlass ist die Erinnerung an die „Interserie“, welche 1970 als europäisches Pendant zum amerikanischen CanAm-Cup ins Leben gerufen wurde.

Vom 24.05.-30.05. wird der Ausstellungspartner Aston Martin St. Gallen zudem zwei Fahrzeuge der Limited Edition «Vantage V12 Zagato Heritage TWINS» präsentieren. Die auf 19 Fahrzeugpaare limitierte Sonderserie entsteht zum Jubiläum 100 Jahre Zagato und 60 Jahre Zusammenarbeit mit Aston Martin. Im weiteren Verlauf der Sonderausstellung werden weitere seltene Aston Martin Modelle zu bestaunen sein, darunter auch der Aston Martin V12 Vantage GT3 vom 12 Stunden Rennen in Bathurst und ein DB4 Continuation.

Die Sonderausstellung startet am 24. Mai zum 40. Todestag der Schweizer Rennlegende Herbert “Stumpen-Herbie” Müller. Im Rahmen der Ausstellung wird Daniel Müller, Sohn von Herbert Müller, die neu erschienene Biografie seines Vaters “Herbert Müller…alles zu langsam” präsentieren.

Die schnellsten Europäer

Porsche-Fahrzeuge dominierten mit dem Typ 917 die europäische Interserie von 1970 bis 1974. Die Meisterschafts-Sieger hiessen 1970 Jürgen Neuhaus (917 Coupé), 1971 bis 1973 Leo Kinunnen (917 Coupé und 917/10 Spyder) sowie 1974 Herbert Müller (917/30 Spyder).

Grösster Gegner waren Fahrer wie Helmut Kelleners und George Loos mit den über 800 PS starken McLaren M8F. Aber auch die Ferrari 512 mit den rund 600 PS starken Zwölfzylinder-Triebwerken gehörten in den Anfangsjahren der Interserie noch zur Spitzengruppe. „Powered by Porsche“ waren die Marken Behnke , KMW und Tecno. Lolas T 70 stellte darüber hinaus eine solide Basis für die schnelle Sportprototypen-Klasse dar. Faszinierend schöne Exoten waren der Alfa Romeo 33 und die Dreiliter-Abarth. Ein Sauber C5 war 1976 mit dem Schweizer Peter Müller erfolgreich.


McLaren M8 (1970) - Papaya Orange und über 800 PS
Copyright / Fotograf: Edi Wyss

Überhaupt spielten fünf Schweizer Persönlichkeiten und Marken in der Interserie eine bemerkenswerte Rolle: Edi Wyss, Herbert Müller, Peter Sauber, Fredy Lienhard und Horag.

Der am 3. September 1942 geborene Edi Wyss aus dem Züricher Oberland ist der Brückenschlag zwischen allen. Er kam 1968 als Mechaniker zu McLaren nach England und begleitete Denny Hulm zum Weltmeisterschaftstitel in der Formel 1. Danach zog er als „Wandermechaniker“ um die Welt, unter anderem mit Joakim Bonnier, Clay Regazzoni und Herbert Müller. Vor 50 Jahren war „The Swiss Wiz“, der Schweizer Zauberer, Jo Sifferts Rennmechaniker im CanAm-Cup und betreute dessen über 1000 PS starken Porsche 917/10.

1974 schließlich konstruierte Wyss für Peter Sauber den C4, den ersten Monocoque-Rennwagen des Schweizer Rennstalls. Danach gründete er in Zürich-Witikon seine eigene Werkstatt, mit dem Schwerpunkt auf klassischen Ferraris.


Sauber C4 (1975) - W. Blumer Sieger der Sportwagen am Gurnigel
Archiv Automobil Revue

Herbert Müller konnte die Interserie 1974, 1975 und 1976 gleich dreimal gewinnen. Die ersten beiden Meisterschaften auf Porsche und 1976 schließlich mit einem Sauber C5-BMW. Dem Schweizer Spitzenfahrer zu Ehren beginnt die Sonderschau am 24. Mai 2021, 40 Jahre nachdem er beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring tödlich verunglückte. Den 40. Todestag zelebriert sein Sohn Daniel Müller am Forellensee im Berner Oberland. Die Biografie über Herbert Müller wird im Juni im Rahmen der Ausstellung „Die Interserie lebt“ präsentiert.

bedeutende Schweizer Sammler öffnen ihre Garagen

Die „Autobau Erlebniswelt“ in Romanshorn ist Kooperationspartner der Big-Banger-Show. Inhaber Fredy Lienhard fuhr selbst in der Interserie einen Horag CanAm. Auf Basis von F 3000-Monocoques entstanden ab 1987 einige sehr erfolgreiche Fahrzeuge mit 3,5-Liter-Formel-1-Motoren. Die Gesamtwertung der europäischen Interserie haben die Schweizer Rennwagenbauer 1995, 1996 und 1997 gewonnen. Diese Fahrzeuge markieren das Spektrum der letzten Generation der Interserie-Fahrzeuge. Das Reglement liess den Konstrukteuren ungewöhnlich viel Freiheit. Die Meisterschaft wurde letztendlich bis 2009 ausgetragen.

Für das Pop-up-Event in der Motorworld Manufaktur öffneten bedeutende Schweizer Sammler die Garagen. Aus dem Autobau kommen ein Ferrari 512 sowie ein Porsche 917. Edi Wyss stellt den McLaren M8 zur Verfügung, den George Loos ab 1971 erfolgreich pilotierte. Aus Sammlerhand kommen ein Lola-Coupé vom Typ T 70, sowie eine Spyder-Version des englischen Sportprototypens und auch die berühmte Abarth-Sammlung von Engelbert Möll steuert ganz besondere Highlights bei. Erstmals sind beide 1970 gebauten Dreiliter Sportprototypen zusammen zu sehen: Die Vergaser-Version „3000 Sport Spider Prototipo“ sowie die Einspritzer-Ausführung „3000 Sport Prototipo“. Der Sauber C5 Siegerwagen von Herbert Müller wird diese einmalige PS-Show voraussichtlich entsprechend abrunden.


Lola T70 Mk 3B GT (1969) - Der schnelle Lola T70 von Penske Racing mit Mark Donohue und Ronnie Bucknum (12 Stunden von Sebring 1969)
Copyright / Fotograf: Dave Friedman

Bereits im letzten Jahr sorgte die Veranstaltungsagentur Solitude GmbH in der Motorworld Region Stuttgart mit diesem Motorsport-Thema für Furore. Dazu Geschäftsführer Tobias Aichele: „Ich freue mich, dass unser Ausstellungskonzept in der Region Zürich so eine erfolgreiche Fortsetzung findet und freue mich, dass wir die grosse Bedeutung der Schweizer Persönlichkeiten und Rennställe in dieser europäischen Meisterschaft in Erinnerung rufen können.“ Der Motorsport-Enthusiast fährt fort: „Es ist mir wichtig, dass wir auch in diesen durch Corona geprägten Zeiten Motorsport im Rahmen der Möglichkeiten erlebbar machen – beispielsweise in einer besonderen Themen-Immobilie wie der Motorworld Region Zürich."


Aston Martin Vantage V12 Zagato Heritage Speedster (2020) - Im Showroom von Aston Martin St. Gallen
Copyright / Fotograf: Aston Martin St. Gallen

Möglich gemacht hat die Pop-up-Veranstaltung eine Marke mit ausgeprägten motorsportlichen Genen, Aston Martin, genaugenommen Aston Martin St. Gallen. Als Brückenschlag in die motorsportliche Neuzeit stehen im Foyer der Ausstellungshalle während der ersten Ausstellungswoche die Aston Martin Vantage V12 Zagato Heritage Twins, ein Augenschmaus. Die auf 19 Fahrzeugpaare limitierte Sonderserie entsteht zum Jubiläum 100 Jahre Zagato und 60 Jahre Zusammenarbeit mit Aston Martin. Im weiteren Verlauf der Sonderausstellung werden weitere seltene Aston Martin Modelle zu bestaunen sein, darunter auch der Aston Martin V12 Vantage GT3 vom 12 Stunden Rennen in Bathurst und einen DB4 Continuation.

Weitere Informationen finden Sie auch bei Facebook oder auf Instagram (#interserie50) und auf der Homepage unserer Partneragentur infact.digital. Informationen zur Anreise und den Öffnungszeiten finden Sie auf der Homepage der Motorworld Manufaktur Region Zürich.

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