Auf dem dreieckigen Areal zwischen den Bahnlinien der früheren Nordostbahn und der Nationalbahn wird von November 2025 bis Januar 2026 eine Oldtimer-Ausstellung gezeigt. Der neue Besitzer des denkmalgeschützten Areals, Werner Hofmann, möchte damit die kulturell und industriell wertvolle Geschichte des Industrieareals aufzeigen - und den Startschuss für seine zukünftige, zum Teil auch öffentliche Nutzung geben.
Zürcher Automarken-Vielfalt
Es geht bei «Zürcher Automobile» um insgesamt 39 bislang eher bekannte Unternehmen, die seit Anfang des letzten Jahrhunderts im Kanton Zürich Fahrzeuge herstellten – und dies zum Teil auch noch heute tun.
Einige davon sind sogar auf genau diesem Gauss-Stierli-Areal aktiv und sogar in den historischen Werkhallen. Die Ausstellung auf diesem historisch wertvollen Gelände ist daher auch bei den relevanten Institutionen breit abgestützt. «Es motivierte uns sehr, diese einzigartige und bisher nicht bekannte Dichte an Zürcher Fahrzeugherstellern mit einer Ausstellung zu würdigen», sagt Daniel Geissmann, ehemaliger Ausstellungsleiter im Verkehrshaus der Schweiz und Präsident der Swiss Historic Vehicle Federation (SHVF).
Autos auch aus Seebach
So wurden z.B. nach Ende des Ersten Weltkrieges 1918 in diesen Fabrikhallen bis 1924 Autos des Zürcher Konstrukteurs Rudolph Egg (Egg & Egli), so ein Vierplätzer mit 11-PS-Motor der Firma Zürcher mit dem Markennamen SEMAG produziert. Landläufig war diese Marke den eingefleischten Auto-Enthusiasten unter dem Namen «Seebacher» bekannt. Doch auch anderswo im Kanton sind Autos entstanden, etwa in Uster bei Turicum der Fabrik der beiden Autopioniere Paul Vorbrodt und Martin Fischer.
Eine weitere Stadtzürcher Herstellerin war aber die Motorwagenfabrik Arbenz von der eine einzige Halle in Zürich-Altstetten und das ehemalige Zufahrtsgeleise der Eisenbahn erhalten geblieben sind.
In Zusammenarbeit zwischen dem Swiss Car Register, der Swiss Classic World und weiteren schlagkräftigen Partnern hat darum unter der Leitung von Daniel Geissmann eine Gruppe von Enthusiasten aus der Vintage-Szene ein vielfältiges Angebot für diese Veranstaltung ausgearbeitet: Neben den ausgesuchten Zürcher Fahrzeugen werden überlebensgrosse Arbeiter- Skulpturen sowie weitere Präsentationen und ein Verpflegungsangebot an diesem ehemaligen Werkplatz mitten in Zürich zu finden sein. Der Eintritt ist frei, es besteht eine Kollekte zugunsten des Nachwuchsprogramms «young4vintage» des Dachverbands SHVF - Swiss Historic Vehicle Federation.
Bei regem Interesse wird die Ausstellung, vorerst mit verschiedenen Öffnungstagen zwischen dem 1. und dem 16. November geplant – es empfieht sich die Website zu den genauen Öffnungszeiten zu beachten – bis in den Januar fortgeführt.
Im Nachgang der Ausstellung ist zudem die Veröffentlichung eines Buches geplant.
Die genauen Öffnungszeiten, Anfahrt und alles weitere finden Sie hier



























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