Es war exakt vor 40 Jahren, nämlich am 15. Mai 1984, als das deutsche Kraftfahrzeugbundesamt “Treser” zum eigenständigen Automobilhersteller erklärte, amtlich dokumentiert mit Schlüsselnummer 7673. Die von Walter Treser selbst entwickelten Teile für seinen Audi Quattro Roadster waren einfach zu viele geworden, der Treser Quattro Roadster wurde damit zu einem eigenständigen Automobil.
Billig war dieses Auto nicht, Walter Treser stellte DM 42’157.70 in Rechnung für den Umbau, die Basis, sprich ein Audi quattro, musste vom Kunden geliefert werden. Auf der IAA in Frankfurt wurde der offene Quattro zum Publikumsliebling und mit seinem versenkbaren Klappdach war der Treser Quattro Roadster ein Vorgänger für Mercedes-Benz SLK oder BMW Z4.
Wolfgang Haug schrieb in der Zeitschrift "auto motor und sport" über den offenen Quattro: “Wer mit dem Einsatz von 140’000 Mark spielen kann, der bekommt beim Quattro Roadster mehr als ein offenes Auto, das schneller als 200 km/h fährt. Tresers Quattro bietet über den serienmäßigen „Fortschritt durch Technik“ die Möglichkeit, selbst das verwöhnteste Publikum zum Halsumdrehen zu bewegen.”
Walter Treser, der seine Firma bereits 1982 gegründet hatte, beliess es aber nicht mit dem Quattro-Umbau, er bot Veredelung und Tuning für verschiedene Autos an.
Eigenes Auto
Doch mit Umbauten und Tuning liess es Walter Treser nicht bewenden. Am 11. September 1987 feierte sein eigener Sportwagen Premiere. Beim T1 handelte es sich um einen zweiplätzigen offenen Sportwagen mit versenkbarem Hardtop und quer eingebautem Vierzylindermittelmotor aus dem VW Golf GTI 16V.
Unter der Kunststoffkarosserie sorgte eine Aluminium-Verbundkonstruktion für Stabilität. 4,05 Meter lang war der T1, der Radstand betrug 250 cm.
In 8,7 Sekunden sollten 100 km/h erreicht werden können, 210 km/h wurden gemäss Hersteller als Höchstgeschwindigkeit angegeben. Bei der Präsentation sprach man von einem Grundpreis von DM 55’000. Ein halbes Jahr später lautete der Verkaufspreis für den 1100 kg schweren Roadster allerdings bereits auf DM 64’850.
Es gab den Treser T1 zudem auch als Coupé.
400 feste Kaufverträge und 600 Optionen konnten in kurzer Zeit gezeichnet werden, doch dann zog sich einer der Kapitalgeber plötzlich zurück und zwang damit die Firma Treser, die mit Produktionsräumen und 137 Mitarbeitern bereits in Vorleistung gegangen war, im August 1988 in den Konkurs. Auch eine Bürgschaft des Landes Berlin konnte den T1 nicht retten, eine Zusammenarbeit mit Oettinger führte ebenfalls nicht zum Erfolg.
Schliesslich waren genau 27 Treser T1 gebaut worden. Und Schluss.
Heute sind die überlebenden Treser-Konstruktionen begehrte Klassiker und sie fallen überall auf, wo sie auftreten.




































































Kommentare