Das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) ist eine Schlüsselerfindung der Automobiltechnik. Es verhindert ein Schleudern des Fahrzeugs durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder und kann damit Unfälle vermeiden. Bei widrigen Straßenverhältnissen bleibt das Fahrzeug so besser beherrschbar.
Weltpremiere feierte das ESP am 6. Februar 1995 in Nordschweden in den S-Klasse-Coupés der Baureihe 140. Der Vergleich zeigte deutlich, dass ein mit ESP ausgerüstetes Fahrzeug auf schneebedeckter Fahrbahn stabil seine Kreise zieht, während das Pendant ohne Assistenzsystem ständig ausbricht.
Das ESP war eine Gemeinschaftsentwicklung von Mercedes-Benz und Bosch. Der Durchbruch in der Großserie folgte rund drei Jahre später, als die überarbeitete A-Klasse 1998 serienmässig mit ESP ausgerüstet wurde. Mit dieser Maßnahme reagierte Daimler-Benz auf den Überschlag im "Elchtest".
Die Einführung in der A-Klasse hatte Signalwirkung: Nahezu alle Automobilhersteller zogen nach. 30 Jahre nach seiner Erfindung wacht ESP heute in den meisten auf dem Markt erhältlichen Fahrzeugen im Hintergrund, um blitzschnell gefährliche Fahrsituationen zu entschärfen.
































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