Bereits zum 23. Mal findet die Retro Classics von 25. bis 28. April 2024 in Stuttgart statt. Und sie präsentiert neben einem riesigen Fahrzeugkaufangebot auch Skurriles und Rares:
Das Wildpferd aus Dearborn – 60 Jahre Ford Mustang
Bis 1964 war ein Mustang ein nordamerikanisches Wildpferd, was sich ab April / Mai des gleichen Jahres schlagartig ändern sollte: Die Ford Motor Company unter Führung von Lido Anthony "Lee" Iacocca und Henry Ford II präsentierte auf der New Yorker Weltausstellung den Ford Mustang, der vom ersten Tag an ein Riesenerfolg wurde und maßgeblich dazu beitrug, daß fortan mit einem Mustang nicht sofort das gleichnamige Wildpferd, sondern ein Sportwagen made by Ford assoziiert wurde.
Bereits im ersten Jahr wurden über 400’000 Ford Mustang in den Varianten Hardtop-Coupé, Cabrio und Fastback-Coupé verkauft, was der Marke Ford ein junges und sportliches Image bescherte. Die Evolution des "Pony cars" von 1964 bis in die 80er-Jahre kan am Stand des First Mustang Club of Germany e.V. in Halle 3, Stand B38 mitververfolgt werden.
Autos für Sturm und Wind von der Insel
Einst waren "Autos von der Insel" für ihre Sportlichkeit, ihre Rennerfolge, ihre Ingenieurskunst und ihren Luxus bekannt. Vieles ist davon heute leider nicht übriggeblieben und lässt die Enthusiasten ergo wehmütig auf die glorreiche Vergangenheit zurückschauen, was am besten in der schon traditionellen "British Corner" in Halle 7 auf der Retro Classics gelingen wird, werden dort doch auf über 900 m² britische Fahrzeuge von Austin, Triumph, MG, Morris, Rover, Jaguar, Lotus, TVR und Morgan von verschiedenen Marken- und Typenclubs präsentiert.
Dort kann man auf den Club-Ständen in der British Corner in die Welt kerniger Roadster, opulenter Luxus-Limousinen und genialer Kleinwagen "von der Insel" eintauchen.
70 Jahre Mercedes-Benz 300 SL
Unter seiner inoffiziellen Typ-Bezeichnung "W 198" ist er auch bekannt, viel geläufiger und weltbekannt dagegen ist er als "Flügeltürer": Der Mercedes-Benz 300 SL, wie er 1954 direkt von den Rennstrecken dieser Welt zu den Händlern rollte. Zweiter Platz bei der Mille Miglia, Doppelsieg in Le Mans, Vierfachsieg am Nürburgring und der heldenhafte 1. Platz bei der mexikanischen Carrera Panamericana, bei dem das Team auch durch einen Geier nicht zu stoppen war, standen auf der erfolgreichen Habensseite des Vorgängers W 194, der optisch wie technisch die Grundlage für den W 198 lieferte, der im Februar 1954 auf der "International Motor Sports Show" in New York sein Debüt feierte.
Die Flügeltüren waren dabei keinesfalls ein Design-Gag, sondern Notwendigkeit, da der (aus dem Rennsport stammende) Gitterrohrrahmen keinen tieferen Einstieg zuließ, was auch das abklappbare Lenkrad bedingte.
Im April können diese Ikonen des Automobilbaus und Meilensteine der Automobilgeschichte in Halle 5 am Stand von Mercedes-Benz Classic und verbundenen Clubs genauer betrachtet werden.
Bitter – Westfälisches aus Baden-Württemberg
Erich Bitter stammte wie seine gleichnamige Firma aus dem westfälischen Schwelm. Doch seine erste Kreation, der sagenhafte Bitter CD, ist ein waschechter Schwabe und Stuttgarter zugleich, wurde er doch 395-mal komplett beim renommierten Stuttgarter Karosseriebauer Baur in Stuttgart-Berg gefertigt.
Beim Nachfolgemodell SC stammte die Karosserie zwar aus Italien, das atemberaubend elegante Cabrio aber wurde auf der Alb von keinem Geringeren als Horst Keinath in Dettingen / Erms realisiert.
Und es gibt zwei weitere Bitter-Modelle, die in Baden-Württemberg entstanden – diese kann man in Halle 3 auf dem Stand E32 entdecken.
Mehr über die Retro Classics Stuttgart gibt es auf der Website der Veranstaltung nachzulesen.




















































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