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Oldtimermesse St. Gallen 2016 - wenn der Nebel sich lichtet

Erstellt am 31. Oktober 2016
, Leselänge 3min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Bruno von Rotz 
72

Besseres Wetter kann sich eigentlich ein Messe-Organisator gar nicht wünschen. Trocken und etwas Nebel war für den 30. Oktober 2016 angesagt, da war es klar, dass die Oldtimerbesitzer den Messe-Besuch in St. Gallen nochmals mit einer Ausfahrt verknüpfen würden.

Nebel am Morgen, die Klassiker mussten bereits auf externe Parkplätze ausweichen, da die Arena voll war - Oldtimermesse St. Gallen am 30. Oktober 2016
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Eigentlich sollten sie erst ab 09:00 auf das Gelände der Olmahallen eingelassen werden, doch bereits rund eine Stunde zuvor meldete sich die Polizei bei Peter und Renate Hürlimann und bat darum, doch die Pforten zu öffnen, da sonst ein grosser Oldtimer-Stau drohe. Also durften die wartenden Klassiker bereits früher einfahren. Etwa um 08:30 war die Arena bereits vollgepfercht und die mindestens dreissigjährigen Autos mussten auf die umliegenden Parkplätze umgeleitet werden.

Nicht alle Oldtimer fanden einen Platz in der Arena und mussten auf Aussenparkplätze ausweichen - Oldtimermesse St. Gallen am 30. Oktober 2016
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

So früh hatten wohl selbst die Hürlimanns nicht mit so viel Andrang gerechnet. Aber sie freuten sich natürlich über das grosse Interesse an ihrer Oldtimermesse. Auch aus Deutschland und Österreich reisten viele Besucher an und mancher Altblech-Enthusiast scheute auch eine Anreise aus dem fernen Kanton Wallis nicht.

Start im Nebel

Die frühen Besucher mussten sich ihren Weg noch durch teilweise dichten Nebel bahnen, erst gegen Mittag zeigte sich die Sonne und sorgte mit ihren Strahlen für zusätzliche Farbtupfer, vor allem aber auch für mehr Wärme beim Anstehen vor dem Wurststand - eine Olma-Bratwurst ist in St. Gallen schliesslich fast Pflicht - oder beim Betrachten der vielen schönen Oldtimer in der Arena zwischen den Hallen.

VW Bus T1 (1964) - schon lange ein Klassiker
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Zwei Hallen, grosse Vielfalt

Die zwei Hallen waren auch 2016 gut gefüllt, Händler, Restaurierer, Teileverkäufer, Literaturspezialisten, Zubehöranbieter, usw., wechselten sich auf mehreren Ebenen ab und zeigten, was sie zu bieten haben. Für den Besucher gestaltete sich der Rundgang so zur abwechslungsreichen Reise durch Epochen und Themengebiete.

Die Touring Garage zeigte ein Peugeot 504 Cabriolet und einen Triumph TR4 mit Surrey-Top - Oldtimermesse St. Gallen am 30. Oktober 2016
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

An einem Stand konnte man ein Ford Model T bewundern, am nächsten eine VW 1600 oder einen Alvis Graber, fast versteckt hinter anderen Autos einen Renault 15, der heute vermutlich seltener ist als mancher Ferrari.

Zwei revolutionäre Citroën nebeneinander - links Légère, rechts GS Birotor mit Wankelmotor - Oldtimermesse St. Gallen am 30. Oktober 2016
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Dazwischen gab es Ersatzteile oder einen Wankelmotor zu sehen. Oder man konnte sich den Vorkriegs-Maserati 8CM von Kurt Hasler erklären lassen, der für das nächstjährige Solitude Revival warb.

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Abarth als mehrfacher Messe-Star

Bereits im Vorfeld war die Abarth-Sonderschau des Abarth-Clubs angekündigt worden. Gezeigt wurden der Fiat-Abarth 1000 von Edi Wyss, ein 1000 TC sowie ein Fiat 124 Abarth Gruppe 4 Rally-Auto und sein moderner Nachfahre.

Die Abarth-Ausstellung zeigte schöne Rennfahrzeuge - Oldtimermesse St. Gallen am 30. Oktober 2016
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Doch damit nicht genug. Wer wissen wollte, wie sich ein Abarth auf der Rennstrecke anfühlt, konnte sich in einem Simulator versuchen.

Abarth Scorpione SS (1973) - nicht zu verkaufen war dieser heisse Flitzer
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Abarth-Fahrzeuge fanden sich zudem auch bei Liga (Scorpione SS, 124 Abarth) und vor den Hallen in der Arena.

Sympathie-Messe

Was Peter und Renate Hürlimann jedes Jahr für einen Tag im Herbst auf die Beine stellen, erhält zurecht einen Sympathie-Bonus. Kaum eine andere Messe wirkt so fröhlich und kollegial.

Nicht ganz orginaler "Herbie" mit den passenden Picknickkörben - Oldtimermesse St. Gallen am 30. Oktober 2016
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Hier stehen gute Gespräche und der gemütliche Schwatz mit Kollegen im Vordergrund, selbst die Aussteller geniessen die Interaktionen mit dem Publikum. Primär wird auch nicht auf monumentalen Standbau gesetzt, sondern lieber auf die Qualität der gezeigten Exponate.

Dazu passt auch, dass eine der grössten Attraktionen jeweils die von den Besuchern mitgebrachten Oldtimer in der Arena sind.

Grün-Weiss-Rot - zwei Goggomobil Coupés dekorativ aufgestellt - Oldtimermesse St. Gallen am 30. Oktober 2016
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz
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Grosser Publikumsandrang

Die Organisatoren gehen von rund 5500 Besuchern aus, der Andrang beeindruckte auf jeden Fall. Zu gewissen Zeiten gab es kaum ein Durchkommen für neu anreisende Oldtimer in der Arena und auch das Abreisen wurde durch die Zuschauerhorden nicht vereinfacht.

Viel Volk schon am noch vernebelten Morgen - Oldtimermesse St. Gallen am 30. Oktober 2016
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Auch in den Hallen herrschte ein emsiges Gedränge und die Leute an den Ständen hatten alle Hände voll zu tun, Fragen der Besucher in gebührender Tiefe zu beantworten.

Ford Thunderbird (1961) - kann beim US-Car-Center Surber für CHF 52'000 gekauft werden
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

“Verkaufen tun wir hier nur wenig, wichtig ist uns der Kontakt mit Kunden und Interessenten”, meinte einer der Aussteller und zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Publikumsaufmarsch.

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von Fo******
18.11.2016 (10:21)
Antworten
Das mit den Parkplätzen war leider letztes Jahr (2015) schon so. Wenn man nicht bis spätestens 08.30 vor ist, wird es schwierig noch reinzukommen. Für mich ein Grund nicht mehr nach St. Gallen zu fahren. Schade für die an sich tolle Messe. Vom Termin her wäre es immer ein toller Saisonabschluss.
Christoph
von to******
01.11.2016 (19:29)
Antworten
Danke Bruno für die schönen Bilder!
So habe ich es doch nicht ganz verpasst
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