Technik im Rennwagen (1923/1): Bugatti Typ 32 – Der Aero-Tank
Zusammenfassung
Die Serie "Technik im Rennwagen" von Gerhard Schütz hat sich hauptsächlich auf Entwicklungen und Irrwege der Fünfziger- bis Siebzigerjahre konzentriert. Da es aber bereits vor dem Zweiten Weltkrieg interessante Rennwagen-Konzepte gegeben hat, folgt nun eine kleine Zugabe in drei Teilen, die sich drei wegweisenden Wagen aus dem Jahr 1923 widmet. Den Anfang macht der erfolglose Stromlinien-Pionier Bugatti Typ 32.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Prolog
- Bugatti 32
- Ein dritter Platz war zu wenig
- Warum wurde das Konzept nicht weiterentwickelt?
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
1923 war ein Schlüsseljahr in der Geschichte des Rennwagenbaus. Gleich drei avantgardistische, aerodynamische Konstruktionen entstanden, welche grundlegende Innovationen brachten, die sich dann aber erst in den Sechzigerjahren etablieren sollten: Bodennahe Aerodynamik (Bugatti 32), Monocoque-Chassis und Keilform (Voisin C 6) sowie Zentralmotor (Benz RH) – drei verpasste Chancen, den Rennwagenbau schon damals zu revolutionieren... Es ist kein Zufall, dass 1923 gerade drei Rennwagen auf die Strecke kamen, deren Konzept bis in die Chassisstruktur von der Aerodynamik bestimmt wurde. Und während heute die hochentwickelte Aerodynamik zu immer ähnlicheren Fahrzeugen führt, inspirierte sie 1923 zu drei völlig verschiedenen Ansätzen, welche den Gegenstand dieser kleinen TiR-Trilogie bilden:
Diesen Artikel kostenlos weiterlesen?
Bilder zu diesem Artikel

Das Foto vom Benz RH zeigt nicht die Ausführung von 1923, sondern von 1922. Beide Versionen sind optisch gut von einander zu unterscheiden. Sie unterschieden sich auch technisch sehr. So hatte die Version von 1922 einen 4-Zylinder-Motor, die Version von 1923, die beim Großen Preis von Italien eingesetzt wurde, einen 6-Zylinder-Motor.
Positiv hervorzuheben sind die Fotos mit abgehobener Karosserie, sie zeigen die vor 100 Jahren mögliche Hochtechnologie. Kleiner Hinweis: Im Text vor dem Prolog wird der Benz RH der Firma Mercedes Benz zugeschrieben, im Prolog dann korrekt der Firma Benz.

































































































Kommentare