Porsche 910 und 909 Bergspyder – Vorsicht, zerbrechlich!
Zusammenfassung
Gewicht ist der Feind. Unter dieser alten Lotus-Devise machte sich Porsche Mitte der Sechzigerjahre an die Entwicklung eines neuen Rennwagens speziell für die europäische Bergmeisterschaft. Mit einer Karosserie so dünn wie ein Spitzendeckchen und einem Rohrrahmen aus etwas dickeren Stricknadeln lehrten die Porsche-Bergspyder 910/8 und 909 gleichsam ihre Fahrer wie ihre Konkurrenz das Fürchten. Dieser Artikel erzählt von der Entstehung der federleichten Renner und zeigt sie auf vielen historischen Bildern.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Leichtigkeit um (fast) jeden Preis
- Der Lotus-Porsche
- Ein weisser Minirock
- Erfolgreiche erste Saison
- Porsche dominiert den Berg
- Im Banne des Z
- Auf 910 folgt 909
- Der kugelrunde Druckspeicher
- Quester bleibt Dritter
Geschätzte Lesedauer: 12min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Mit der Gründung einer europäischen Bergmeisterschaft für Fahrzeuge mit maximal zwei Litern Hubraum rannte man 1957 bei Porsche-Besitzern und Porsche selbst offene Türen ein. Der Porsche RSK und seine Nachfolger beherrschten die Szene in den ersten Jahren, aber Borgward und Ferrari hielten sie auf Trab. Da das Reglement der Sportprototypen recht locker ausgelegt wurde, war nicht Leistung sondern Leichtbau der Schlüssel zum Kampf gegen die Höhenmeter. Die Serie wurde zum Testgelände für Ferdinand Piëchs Ideen zur Gewichtsreduzierung. Und der Mann hatte eine Menge Ideen! Zehn Jahre nach der ersten Austragung der Meisterschaft begann Porsche nach dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Juni 1967 mit der Arbeit an seinen Bergrennwagen. Das Leistungspotential des Zweiliter-Achtzylinder vom Typ 771 war nahezu ausgeschöpft; also konzentrierte man sich darauf, die Autos mit allen Mitteln leichter zu machen. Dazu gehörte auch die Verwendung von Materialien aus der Raumfahrt, die so teuer waren, dass man sich gewisse Grenzen setzen musste.
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