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BMW-March M1 - die Gruppe 5 Bestie, die nie richtig erwachte

Erstellt am 9. April 2018
, Leselänge 12min
Text:
Balz Schreier
Fotos:
Daniel Reinhard 
30
Jan Bot 
20
David Bridgeman 
10
Chuck Ritz 
9
Andreas Perf (via Marc Dürscheidt) 
4
Balz Schreier 
3
Benny Floyd (via Marc Dürscheidt) 
3
Chris Robinson 
2
Jan Hettler 
2
Dennis Börner (via Jan Bot) 
1
Pete Summers / Courtesy of Goodwood 
1
Jeremy Jackson 
1
Sergio Febbraro 
1
Daniel Matschull 
1
Fred Lewis 
1

Obwohl der BMW M1 an sich schon selten ist, wissen nur wenige von dem noch selteneren jemals produzierten M1. Die Entwicklung begann aus der Not heraus: BMW war in den Siebzigerjahren mit den 3.0 CSLs sehr erfolgreich im Motorsport. Als dann aber Porsche mit dem feuerspuckenden 935er antrat, musste rasch ein Rivale her. Die Szene war gespannt, welchen Rennwagen BMW aus dem Korb zaubern würde und war dann umso mehr überrascht, als BMW verkündete, dass der neue Gruppe-5-Wagen aus dem Hause March kommen würde.

BMW-March M1 (1980) Chassis 003 von Botspeed / Jan Bot am Goodwood Members' Meeting 2018
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Chef-Designer Robin Herd zeichnete für das Projekt verantwortlich, den M1 zu einem Gruppe 5-Wagen zu transformieren. Der Auftrag wurde deshalb fremdvergeben, weil BMW nicht zu viel Geld und Mühe aufwenden wollte. Somit war BMW selbst für den Motor zuständig, während March sich um den Rest kümmerte.

Die Karosserie wurde von March hergestellt, wurde aber in Zusammenarbeit mit BMW entworfen und im BMW-Werk auch im Windkanal getestet. Das Gruppe-5-Reglement war ziemlich offen formuliert, z.B. hiess es: “Metall kann dem Chassis entfernt oder hinzugefügt werden". Entsprechend nutzte das Design-Team von March rund um John Gentry diese Freiheiten und kreierte eine vollkommen neue Aluminium-Schale, die deutlich leichter und stabiler als der Gitterrohrrahmen zuvor war. Zu weiteren Modifikationen zählten ausserdem die um 25 cm verbreiterte Spur, massiv vergrösserte Front- und Heckspoiler sowie ein längeres Heck. Alles war auf bessere Stabilität bei hoher Geschwindigkeit getrimmt. Angetrieben sollte der Gruppe-5-Renner durch eine Turbo-Version des M1-Procar-Motors mit 800 PS werden, so der Plan.

BMW-March M1 (1980) Chassis 003 von Botspeed / Jan Bot am Goodwood Members' Meeting 2018
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Debüt 1979 in Le Mans und an der IAA

Nach verschiedenen Tests mit Chassis 002 in Silverstone, Snetterton und Goodwood, was ca. 2000 Meilen störungsfreies Fahren auf die Räder brannte, wurde der March-M1 für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1979 angemeldet. BMW kam nun ordentlich unter Druck, denn die Turbo-Version des Reihensechszylinder-M88-Motors mit 3,5-Litern Hubraum war immer noch nicht fertig entwickelt. March arbeitete weiterhin parallel an Chassis 002, das dann sein Debüt in Le Mans machen sollte.

BMW March M1 (1979) - Manfred Winkelhock im Werks-March-M1 mit Chassis Nummer 002 in Brands Hatch 1979
Copyright / Fotograf: David Bridgeman

In Le Mans wurde schliesslich ein March-M1 ausgeladen, der mit einem hochgezüchteten Procar-Motor ausgestattet war, BMW liess aber weiterhin verlauten, dass der Turbo-Motor für die nächsten Rennen verfügbar sein werde.

In Le Mans sorgte der March-BMW-M1 für ordentlich Diskussionsstoff! Das völlig neue Chassis nach Monocoquebauweise (unter extremster Ausnützung der Reglementsschwächen!) wurde am meisten kritisiert. Nachdem aber der M1 noch immer nicht homologiert (400 Stück) war, konnte die Gruppe-5-Version nicht als solche angenommen werden. Also wurde der M1 kurzfristig in die Gruppe 6 (zweisitzige Rennwagen) umdisloziert, wo er aber nicht hätte starten dürfen, weil sein 3,5-Liter-Motor zu gross war (die Limite der Gruppe 6 lag bei drei Litern).

Die Gemüter beruhigten sich allerdings schnell, als sich das Auto nicht qualifizieren konnte, weil sein Gewicht von 950kg gegenüber den echten Gruppe-6-Wagen ein zu grosses Handicap darstellte (die Porsche 936 wogen nur 700 kg).

Das Le-Mans-Debut scheiterte also bereits mit dem Qualifying. Die Einsätze beim 6-Stunden-Rennen von Brands Hatch (ausgeschieden wegen defekter Elektrik) und in Vallelunga (Unfall wegen Bremsversagen) verliefen ebenfalls enttäuschend.

BMW-March M1 (1979) - Chassis 002 im September 1979 in Vallelunga mit neuer Marlboro Lackierung
Copyright / Fotograf: Sergio Febbraro

Die Presse freute sich aber bereits auf Le Mans 1980, denn dann würde der March-M1 mit 800 PS anrollen und gewiss als Kronfavorit gelten.

Das Chassis 001, das als solches eigentlich nie richtig eingesetzt wurde, weder an Testfahrten noch an Rennen, wurde im selben Jahr an der Internationalen Automobilausstellung (IAA) am 13. September gezeigt. Heute kann man diesen Wagen im BMW Museum bewundern.

BMW March M1 (1979) - Chassis 001 an der IAA 1979
Copyright / Fotograf: Dennis Börner (via Jan Bot)

1980 auch in den USA am Start

Obwohl die Erfolge von Chassis 002 im Jahr 1979 ausblieben, meldete der Amerikaner Jim Busby sein Interesse am March-M1 und bestellte einen Rennwagen für sein Privatteam, um damit an den IMSA-Rennen in den USA teilzunehmen. Jim Busby war professioneller Rennfahrer und fuhr lange Zeit mit Peter Gregg bei Brumos Racing. 1978 war er sogar für Porsche-Kremer-Racing in einem Porsche 935 in Le Mans am Start und holte dort den Gruppe-5-Klassensieg. Für seine heimischen Rennen suchte er einen kraftvollen Ersatz für die 1980-Saison.

BMW March M1 (1980) - Jim Busby (Chassis 003) und Rick Knoop am 12-Stunden-Rennen von Sebring am 22. März 1980
Copyright / Fotograf: Jan Bot

Und so wurde Chassis 003 an Busby geliefert, zusammen mit einem Ersatzwagen, der nach unseren Recherchen keine Chassis-Nummer erhielt.

Dieser neu produzierte March-M1 wurde im Vergleich zur letztjährigen Version verbessert: Die Fahrgastzelle wurde umgestaltet und auch der Tank erhielt eine neue Form, um das Gewicht des Wagens besser zu verteilen. Der Motor war aber weiterhin die normale Procar-Version. March führte diese Verbesserungen auch an Chassis 002 durch, weshalb man mancherorts vom Chassis ”002 MK2” liest.

Somit starteten gleich zwei BMW-March M1 beim 24-Stunden-Rennen von Daytona 1980. Jim Busby war mit seinem Privatteam und Startnummer #3 am Start, seine Co-Piloten waren Rick Knoop und Bruce Jenner (kurze Bemerkung: Bruce Jenner heiratete 1991 die Mutter der heute berühmten Kim Kardashian und verwandelte sich offiziell 2015 in eine Frau, heute bekannt als Caitlyn Jenner).

BMW March M1 (1980) - Der Wagen mit Chassis 003 von Jim Busby bei den 24 Stunden von Daytona 1980
Copyright / Fotograf: Jan Hettler

Der modifizierte Werks-March-M1 (Chassis 002) ging mit Nummer #11 an den Start und sicherte sich im Qualifying den 17. Startplatz. Busby startete vom 18. Platz. Beide Wagen schieden aber frühzeitig und aufgrund desselben Problems aus: gebrochene Antriebswelle.

BMW March M1 (1980) - Der Werkswagen von March Engineering mit Chassis 002 bei den 24 Stunden von Daytona 1980 und den Fahrern Michael Korten, Patrick Neve, Ian Grob
Copyright / Fotograf: Fred Lewis

Das Werksteam von March mit Chassis 002 war nach Daytona noch in Brands Hatch, Mugello, Silverstone und Le Mans am Start, überall jedoch ohne Erfolg. BMW beendete offiziell die Arbeiten am Turbo-M88-Motor und fokussierte sich auf die Formel 1. Nach 1980 verschwand Chassis 002 von der Bildfläche und wurde erst anfangs 90er Jahre wieder gesehen, als er vom Auktionshaus Coys versteigert wurde. Ab da verlieren sich wieder die Spuren bis zirka 2008, als Thiessen KG den Wagen verkaufte und in eine grosse Oldtimersammlung gelangte, die Schörghuber Sammlung.

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Herztransplantation - der Turbo kam nie

Busby fuhr nach Daytona den 12-Stunden-Langstreckenklassiker in Sebring. Busby wurde bei diesem Rennen klar, dass er mit dem aktuellen Motor des Procar-M1 weiterhin chancenlos sein würde. Für das darauf folgende Rennen von Road Atlanta ersetze er kurzerhand den BMW Motor mit einem von Traco getunten Chevrolet V8 Motor mit 5,7 Litern Hubraum und zirka 600PS, denn die Hoffnung, dass der Turbo-Motor von BMW noch geliefert würde, hatte er unterdessen aufgegeben. Der Wagen war deutlich schneller, aber immer noch unzuverlässig. Dennoch, das Rennen konnte mit dem 23. Platz fertiggefahren werden, dies trotz einem Dreher in der ersten Kurve.

Jim Busby war noch mit Slicks unterwegs, als Nieselregen auf Road Atlanta einsetzte und sein BMW-March M1 (Chassis 003) in der ersten Kurve ins Schleudern kam - Road Atlanta 13. April 1980
Copyright / Fotograf: Chuck Ritz

Busby war guten Mutes und hoffte, beim nächsten Rennen von Riverside noch besser als in Atlanta abschneiden zu können. Zu diesem Rennen änderte Busby die Karosserie ziemlich stark, die Front zeigte sehr gut die Veränderungen. Doch technische Defekte machten einen Strich durch die Rechnung, ein Zylinderkopf explodierte, das Rennen musste abgebrochen werden.

Jim Busby änderte den BMW March M1 (1980) stark ab für das 5-Stunden-Rennen von Riverside am 27. April 1980 - die Front erhielt dabei ein ganz neues Gesicht
Copyright / Fotograf: Jan Bot

Busby hatte nach diesem Rennen genug vom unzuverlässigen March-M1 und verkaufte diesen an Bob Gregg, einem Privatrennfahrer aus den USA. Kaufen tat Busby dann genau jenes Fahrzeug, welches er eigentlich mit dem M1 hätte schlagen sollen, einen Porsche 935. Nach diesem Wechsel konnte man den Namen ”Jim Busby” dann oft unter den zehn besten lesen.

Bob Gregg fuhr mit Busbys 003 noch einige Rennen während den Jahren 1982 und 83, stellte ihn dann aber für längere Zeit zur Seite.

BMW March M1 (1982) - Chassis 003 wurde 1982 von Bob Gregg leicht abgeändert (andere Heckscheibe, sehr hoher Heckspoiler)
Copyright / Fotograf: Jan Bot

2010 entschied er sich, den BMW-March-M1 (Chassis 003) zum Verkauf auszuschreiben.

Von Bob Gregg zu Jan Bot

Als Jan Bot 2010 das Verkaufsinserat des BMW-March M1 sah, schlug er sofort zu. Denn er und sein Vater suchten bereits seit Jahren nach diesem Exoten. Der March-M1 hätte damals eigentlich den Porsche 935 auf die hinteren Plätze verdrängen sollen, doch dazu kam es bekanntlich nie. Dieses nie gezeigte Duell schlummerte aber nach wie vor in diesem Wagen, und die beiden Rennsport-Enthusiasten nahmen sich zum Ziel, den Wagen zu restaurieren und wieder auf die Strecke zu bringen, um das Potenzial dieses Wagens doch noch zeigen zu können.

Nach nur drei Jahren war das restaurierte Chassis 003 einsatzbereit. Zum ersten Mal fuhr es bei der Hockenheim Historic im Jahr 2013.

BMW March M1 IMSA (1979) - Bosch Hockenheim Historic 2013 - Youngtimer Touring Car Challenge (YTCC)
Copyright / Fotograf: Balz Schreier

Weitere Auftritte folgten bei den Veranstaltungen ”Le Mans Story 2013” und ”Zandvoort Historic GP 2014”. Danach entschieden sich die Besitzer für eine Pause, um den Wagen zu verbessern, da doch noch einiges nicht ganz in Topform war.

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2018 in Goodwood

Die Besitzer staunten nicht schlecht, als sie eine Einladung zum Prestige trächtigen Goodwood Members’ Meeting erhielten. Das passte perfekt für ein erneutes Zeigen des Rennwagens, denn anfangs 2018 wurden die letzten Überarbeitungen abgeschlossen und die erste Testfahrt wurde mit Bravour ebenfalls bestanden.

BMW March M1 (1979) - Chassis 003 von Jan Bot am Goodwood Members' Meeting 2018
Copyright / Fotograf: Jan Bot

Das Fahrzeug fährt immer noch mit dem von Busby eingebauten Chevy V8, das Gewicht konnte aber unterdessen auf 970kg reduziert werden.

BMW-March M1 (1980) Chassis 003 von Botspeed / Jan Bot am Goodwood Members' Meeting 2018
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Wie man dem Goodwood Video entnehmen kann, entwickelte der March-M1 ordentlich Power und konnte endlich den Porsche 935 die Power zeigen, die er damals nicht konnte.

Gemäss Jan Bot steht der BMW Procar Motor ebenfalls in ihrer Garage und das Ziel sei klar, diesen eines Tages wieder einzubauen. Vielleicht hilft ja die Klassikabteilung von BMW, den Motor doch noch mit einem Turbo zu versehen?

Vater und Sohn Jan Bot mit ihrem BMW-March M1 (1980) Chassis 003 am Goodwood Members' Meeting 2018
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Die Replika von Marc Dürscheidt mit Werks-Karosserie von Chassis 002

Die Karosserie vom Le-Mans-1980-Werkswagen mit Chassis 002 wurde damals nach dem Rennen durch eine neue ersetzt. Die Original-Karosserie wurde aber anscheinend nicht entsorgt, denn viele Jahre später entdeckte ein Herr namens Marc Dürscheidt diese Karosserie auf eBay! Die Auktion wurde gewonnen und die Karosserie in einer Duplex Garage in München abgeholt. 2010 startete er das Projekt ”March M1 Replika” und dokumentierte den Wiederaufbau auf seiner Facebook-Seite .

BMW March M1 Replika (2010) - Hier entstand die Replika von Marc Dürscheidts March-M1
Copyright / Fotograf: Andreas Perf (via Marc Dürscheidt)

Als erstes wurde nach ein paar kleineren Reparaturen an der Karosserie mit dem Bau des Monocoques begonnen. Während der ganzen Bauphase wurden am Monocoque auch immer wieder Bleche getauscht und überarbeitet, wirklich fertig war das dann erst Anfang 2015.

Es wurde allgemein vieles doppelt gemacht, denn zu Beginn war noch gar nicht ganz klar, ob der Wagen überhaupt zum Einsatz kommen würde. Initial war geplant, ein "rolling chassis" für die originale Karosserie zu bauen. Mit der Zeit stellte sich dann aber heraus, dass es auf jeden Fall ein vollwertiges Auto werden sollte und so wurden einige Teile wieder neu gemacht und ersetzt. Viel wurde aber auch deshalb doppelt gemacht, weil einiges noch nicht exakt dem Original entsprach. Hinzu kam noch die Tatsache, dass über all die Jahre des Wiederaufbaus viel Knowhow aufgebaut werden konnte, nicht zuletzt dank dem regen Austausch mit der Familie Bot (Chassis 003), und so wurden einige Teile mit besserem Verständnis dann neu konstruiert und eingebaut.

BMW March M1 Replika (2010) - Hier entstand die Replika von Marc Dürscheidts March-M1
Copyright / Fotograf: Andreas Perf (via Marc Dürscheidt)

2017 war es dann so weit, der neu entstandene March-M1 durfte zum ersten Mal auf einer echten Rennstrecke gefahren werden.

Die ersten Testfahrten verliefen bis auf einen anfänglichen Kühlwasserverlust absolut einwandfrei.

BMW March M1 Replika (2010) - Marc Dürscheidt in seiner perfekt nachgebauten March-M1-Replika
Copyright / Fotograf: Benny Floyd (via Marc Dürscheidt)

Der Fokus für 2018 liegt nun bei weiteren Verbesserungen am Motor. Zur Zeit ist da noch ein seriennaher M88-Motor verbaut.

Alle produzierten BMW-March M1 Chassis im Überblick

Während unserer Recherche begegneten wir unterschiedlichen Chassis Bezeichnungen. Das erste Chassis wird mancherorts als 001 bezeichnet, oder als MkI oder einfach als #1, wir haben uns schliesslich entschieden, die bekannten Fahrzeuge zu nummerieren (Fahrzeugnummer) und die wohl ab Werk dreistellige Chassis-Nummer zu assoziieren.

Fahrzeug Nummer
(Zwischengas-Nr.)
Chassis Nummer Jahr Kommentar
#1 001 1979 Reiner Showcar, fuhr keine Rennen, IAA 1979 Premiere, steht heute im BMW Museum
#2 002 1979 Le Mans 1979 Wagen, erster M1-March überhaupt im Rennsport, wurde in Brands Hatch 1980 zerstört, Überreste des Chassis überlebten aber. Aus diesem Chassis entstand 1980 das hier aufgeführte #5-Fahrzeug (Löcher in der Bodenplatte, die von der breiten mittleren Röhre neben dem Fahrerplatz stammen, die es nur in der 002-Variante gab, belegen die Tatsache, dass ein Teil des 002-Chassis überlebte).
#3 003 1980 Wurde fürs IMSA-Privatteam von Jim Busby produziert
#4 keine 1980 Ersatz-Wagen für Jim Busby, wurde zusammen mit #3 an Busby geliefert, wurde aber nie komplett einsatzbereit gemacht. Niemand weiss, wo dieses Chassis heute ist. Hinweise willkommen!
#5 002 1980 Le Mans 1980 Wagen, modifizierter #2-Wagen, Umbau auf neue Busby-Version (analog #3).
#6 004 1980 Nie fertig gebautes Werks-Chassis. Der ursprüngliche Plan von March war, sechs Chassis herzustellen, deshalb nennen wir dieses letzte (unfertige) Chassis einfach 004. Wurde anlässlich der Liquidation von March am 8. September 1993 verkauft, welche vom Liquidator Edward Symmons & Partners durchgeführt wurde. Das Chassis wechselte mehrere Male den Besitzer, bis es 2008 von Jan Bot gekauft wurde (heutiger Besitzer von #3).
#7 (Replika) keine 2010 Die Karosserie von Fahrzeug #5, das 1980 in Le Mans fuhr, wurde nach dem Le Mans Einsatz durch eine neue ersetzt. Die nicht mehr benutzte Karosserie wurde eines Tages von Marc Dürscheidt gefunden und 2010 startete er das Projekt ”March M1 Replika”. Die Karosserie wurde aber aufgrund der Abweichungen gegenüber der ursprünglichen March-M1-Karosserie irgendwann komplett durch eine neu angefertigte ersetzt. 2017 wurde die Replika zum ersten Mal während einer Testfahrt in Hockenheim gefahren. Mehr zum Projekt: https://www.facebook.com/march.bmw.m1/

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Alle Rennen mit BMW-March M1 im Überblick

Datum Event Fahrer Bemerkung Chassis
10. Juni 1979
24 Stunden Le Mans Dieter Quester, Guy Edwards, Ian Grob Nicht qualifiziert 002
5. Aug 1979
Brands Hatch 6 Stunden Manfred Winkelhock, Ian Grob, Guy Edwards Ausgeschieden 002
16. Sep 1979
Vallelunga 6 Stunden Eje Elgh, Teo Fabi Ausgeschieden 002
3. Feb 1980
Daytona 24 Stunden Michael Korten, Patrick Neve, Ian Grob Ausgeschieden 002
3. Feb 1980
Daytona 24 Stunden Jim Busby, Bruce Jenner, Rick Knoop Ausgeschieden 003
16. März 1980
Brands Hatch 6 Stunden Patrick Neve, Michael Korten Ausgeschieden 002
22. März 1980
Sebring 12 Stunden Jim Busby, Bruce Jenner, Rick Knoop Ausgeschieden 003
13. April 1980
Mugello 6 Stunden   erschien nicht zum Rennen 002
13. April 1980
Road Atlanta 100 Miles Jim Busby Platz 23 003
27. April 1980
Riverside 5 Stunden Jim Busby, Geoff Brabham Ausgeschieden 003
11. Mai 1980
Silverstone 6 Stunden Patrick Neve, Michael Korten Ausgeschieden 002 (Mk2)
15. Juni 1980
24 Stunden Le Mans Michael Korten, Patrick Neve, Manfred Winkelhock Ausgeschieden 002 (Mk2)
25. Juli 1980
Sears Point 100 Miles Joe Varde Ausgeschieden 003
22. Aug 1982
Road America 500 Miles Bob Gregg erschien nicht zum Rennen 003
27. Feb 1983
GP Miami Bob Young, Bob Gregg   003
13. März 1986
Thundersports Brands Hatch Val Musetti, Nich Faure Nicht klassifiziert 002

Quelle: www.racingsportscars.com

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von ch******
28.04.2018 (16:36)
Antworten
Wonderful article on a very interesting vehicle. Happy to see it restored and still competing on track!
von am******
12.04.2018 (20:38)
Antworten
Tolle Geschichte um ein schönes seltenes Fahrzeug. Ich hatte das Glück den Wagen life und aus der Nähe bestaunen zu dürfen, er stand letztes Jahr beim Jim Clark Revival neben uns im Fahrerlager. Hochachtung an Botspeed für den Mut das Fahrzeug auch einzusetzen.
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