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Bild (1/11): René Herzog mit seinem strassenzugelassenen Ford GT40 Mk II (© Daniel Reinhard, 2016)
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    René Herzog - Dompteur der Saurier

    11. August 2017
    Text:
    Thomas Suter
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (11)
    Archiv René Herzog 
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    Ende der Sechziger- und Anfang der Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts war wohl die verrückteste Zeit mit den tollsten Rennwagen im Automobilrennsport. Die Formel 1 blühte, die Piloten hatten Zeit und Lust, auch mal ein Formel-2-Rennen zu fahren. BMW und Ford verpflichteten regelmässig Formel-1-Cracks für Tourenwagenrennen und es war Ehren- und auch Vertragssache, sich als Formel-1-Rennfahrer bei Ferrari, Porsche und Alfa Romeo ins Cockpit eines Langstreckenrennwagens zu setzen.

    René Herzog zeigt ein Bild in einem Buch, das ihn im Gespräch mit Hans Joachim Stuck beim Tourenwagen-EM-Lauf in Monza am 14.3.1971 zeigt
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Und genau in diesem Schmelztiegel von unerschrockenen Langstreckenpiloten, welche stundenlang mit 250 km/h im Regen, im Nebel und nachts in Le Mans über die Piste jagten, tummelte sich mit René Herzog ein Schweizer Rennfahrer – und wie!

    Motoren und schnelle Gefährte sind der Lebensinhalt von René Herzog, auch heute noch – nur etwas langsamer halt. Hin und hergezogen von der Rennpiste aufs Wasser und wieder zurück auf die Piste, so präsentiert sich seine Karriere. In der schönsten und (der Ausdruck sei entschuldigt) geilsten  – aber auch gefährlichsten Zeit war René Herzog aktiv. Mitten in Rudeln von Porsche 917 und Ferrari 512, zusammen mit Weltklassefahrern, war er Teil der mit Abstand attraktivsten Epoche der Langstreckenrennen. Herzog und langsam: Nein, im Gegenteil, das sind zwei Begriffe, die sich gegenseitig ausschliessen.

    Der Rennfahrer-Bazillus steckt an

    Alles lief in ruhigen, vorprogrammierten Bahnen auf eine akademische Laufbahn hinaus: Gymnasium mit Ausblick auf die Matura, das künftige Hochschulstudium zeichnete sich noch nicht so genau ab, aber dafür war ja auch noch genügend Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Und dann: Mit 14 Jahren sass René Herzog in einem Go-Kart und wusste sofort: „ Ich will Rennfahrer werden“. Der Bazillus hatte den Gymnasiasten infiziert und anstatt beharrlich auf akademische Ehren hinzuarbeiten, feilte er an seiner Rennfahrerkarriere!

    René Herzog bei seinen frühen Motorsportversuchen im Go-Kart
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    In der Schweiz geht es etwas bedächtig, wenn’s ums Rennfahren geht: 1964 absolvierte René Herzog in Monthléry den SAR/ACS-Lizenzkurs. Sein Untersatz liess noch nicht auf seine künftigen Vorlieben für hubraumstarke Boliden schliessen, ein schlichter Mini-Cooper musste genügen, um das Papier zu ergattern, das dann die Befähigung, Rennen zu fahren, belegen sollte.

    Shelby Mustang GT 350 (1967) - René Herzog im Mustang
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    Einen zweiten Rennfahrerkurs – für hubraumstarke Autos – absolvierte René Herzog 1967, auf einem Shelby Mustang 350 GT. Damit gewann er das Abschlussrennen.

    Tourenwagenrennen für Alpina

    So richtig ins Rollen kam die Rennfahrer-Karriere ab 1967, nach einem ersten Sieg Ende Saison beim 3-Stunden-Rennen in Hockenheim auf einem 1600er BMW.  Damals begann die Verbindung mit Alpina, der BMW-Edelschmiede von Burkard Bovensiepen. Schnelle Rundenzeiten in Hockenheim, Salzburg und Monza waren Startzeichen für weitere Meriten – vorerst in der Tourenwagen-Europameisterschaft.

    BMW 1602 Alpina (1970) - René Herzog am 30. August 1970 in Zandvoort, verfolgt von einer Meute Alfa Romeo GTA
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    Er teilte das Lenkrad bei den beiden berühmten Teams von Alpina und Schnitzer mit nicht minder berühmten Piloten wie Niki Lauda, Helmut Marko, Hans-Joachim Stuck, Hans Heyer, Günther Huber, Gert Hack oder Dieter Basche.  Zwischen den Rennen zog der umtriebige Herzog gegen Ende der Sechzigerjahre das schweizerische Alpina-Vertriebsnetz auf.

    Herzog erlebte in seiner „Tourenwagenphase“ zahlreiche Höhepunke. BMW zog sich 1970 werksseitig zurück. Für die Einsätze in der Tourenwagen-Europameisterschaft zeichnete forthin das Team von Alpina verantwortlich, das in der 1600er-Klasse die beiden Speerspitzen Helmut Marko und René Herzog einsetzte.

    BMW 2002 Alpina (1967) - René Herzog in Hockenheim
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    Mit den vier Klassensiegen von Marko und den beiden Erfolgen von Herzog sicherte sich BMW den Meisterschaftstitel für Marken. Der grösste Saison-Erfolg für Herzog:  Beim 24-Stunden-Rennen von Spa Francorchamps feierte er zusammen mit Nicolas Kolb einen Klassensieg, ebenso in Brünn zusammen mit Gert Hack. 

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    Ablösungserscheinungen

    In der darauffolgenden Saison blieben die Erfolge bei den Tourenwagen aus. Mit dem BMW, diesmal ein „2002 tii“ schied er sowohl in Monza (mit Hans-Joachim Stuck) wie auch am Nürburgring (mit Dieter Basche) aus. Und der Umstieg auf einen hubraumstarken Chevrolet Camaro aus dem Herbert-Müller-Racing-Team brachte auch nichts ein: Zusammen mit Cox Kocher stellten sie das amerikanische Gefährt beim 6-Stunden-Rennen in Paul Ricard nach einem Motorschaden ab.

    BMW 1602 Alpina (1970) - mit Niki Lauda (am Steuer) teilte René Herzog am 12. Juli 1970 das Cockpit des Alpina-BMWs
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    Aus der Tourenwagenzeit bleiben Herzog unzählige Anekdoten aus dem Dunstkreis des Trio-Infernal mit Stuck, Quester und dem Prinzen Leopold von Bayern in Erinnerung. Beispielsweise diese: „Dem Teamarzt, der mit einem Mädchen im Hotel nächtigte, wurde die Zimmertüre mit Araldit verklebt, so dass die beiden am Morgen noch etwas länger im Zimmer bleiben „mussten“, bis die alarmierte Hotelleitung die Türe gewaltsam geöffnet und sie befreit hatte …“

    Vom Tourenwagen zur Prototypenrennsport

    Aber eigentlich waren die Tourenwagenrennen nur gerade ein „Warmlaufen“ für die Fortsetzung von Herzogs Karriere. Denn: Zusammen mit Herbert Müller sass er ab 1971 in einem Ferrari 512 M in der Langstrecken-Weltmeisterschaft! Eugen Thoma, damals Rennleiter bei Müller, erinnert sich: „Aus den Rennwagen-Beständen aus dem Le-Mans-Film von Steve McQueen organisierte Herbert Müller drei Ferrari 512 S. Einen finanzierte er selbst, den zweiten bezahlte Roland Kistler, Patron der Teppichfabrik Rolanaflor, den dritten sicherte sich Cox Kocher. Nach ersten Tests war sofort klar, dass Müller/Herzog die schnellsten im Team waren“. 

    Ferrari 512 M (1970) - in Brands Hatch fuhren Herbert Müller und René Herzog den Ferrari am 4. April 1971 auf den vierten Platz
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    Spannend waren die Einsätze. „Unter der Woche waren die Fahrer in Le Mans für die Filmaufnahmen, für’s Wochenende wurden sie für Renneinsätze jeweils abgezogen“, blickt Herzog zurück. Die drei S-Versionen wurden auf den neuesten Stand gebracht und auf die Version „M“ umgebaut. Für die ersten Rennen der Saison reichte es nicht, Saisonstart war für das Müller-Racing-Team dann bei den 1000 km in Brands Hatch.  

    Erfolg zusammen mit Herbert Müller

    Das Rennen in Brands Hatch 1971 kommentierte die damalige Rennsport-Bibel „Powerslide“ so: „Ein glänzendes Langstreckendebüt feierte der junge Schweizer René Herzog, der den Rolanaflor-Ferrari zusammen mit dem erfahrenen Herbert Müller auf den vierten Gesamtrang fuhr. Etwas weniger positiv wurde im Kommentar zum darauffolgenden Rennen in Monza mit René Herzog umgegangen. „ Müller, der seine Brillanz früherer Tage demonstrierte, fuhr die viertschnellste Runde. Er war damit schneller als René Herzog, der Sauberkeit vor Schnelligkeit setzte und sich an die Grenzwerte herantastete“.

    René Herzog mit einem Modell des Ferrari 512 M "Rolanaflor", welchen er 1971 an verschiedenen Rennen zusammen mit Herbert Müller pilotierte
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Saison für das Herbert-Müller-Racing-Team wurde vom tödlichen Unfall von Pedro Rodriguez überschattet, der bei einem Unfall mit dem Ferrari 512 bei den  200 Meilen vom Norisring ums Leben kam. Herzog erinnert sich gut an den Mexikaner: „Herbert ( Müller) war im Ferrari immer super gut und auch sehr schnell, Rodriguez war aber einfach immer noch einen Tick schneller!“.

    Ein Saisonhöhepunkt für Herzog war aber das Sportwagenrennen von Vila Real in Portugal. Auf diesem Strassenkurs, in einer Downhill-Passage, zwischen den Häusern, wurden über 330 km/h erreicht. Neben seinem Ferrari 512 M waren ein Porsche 917, ein GT40 und diverse schnelle, handliche Porsche 908 am Start. Herzog erinnert sich, wie wenn es gestern gewesen wäre, wie man Rad an Rad kämpfend auf die Brücke zu fuhr und jeder wusste, dass man hintereinander und sicher nicht nebeneinander die Brücke passieren musste. „Derjenige, der als erster lupfte, hatte verloren“, kommentierte er locker. Vom 4. Startplatz aus gestartet, war‘s dann in der 27. von 35 Runden auch um Herzog geschehen: nach einem Reifenschaden musste er in Führung liegend das Rennen aufgeben.

    Jahre des Wandels

    Das Ende der Saison 1971 war gleichzeitig das Ende der Saurier in der Markenweltmeisterschaft. Die FIA beschloss, den Hubraum der Rennwagen fast zu halbieren, d.h.auf 3000ccm zu begrenzen. Porsche 917 und Ferrari 512 gingen in die Verbannung, respektive in die Interserie (Europa) und CanAm-Serie nach Nordamerika.

    Team Schnitzer war für das frisch gegründete Unternehmen BMW Motorsport GmbH (BMW M) mit einem BMW 2800CS (1972) in Le Mans am Start. Der Schweizer René Herzog und der deutsche Hans Heyer waren die Piloten.
    © Copyright / Fotograf: Marc Le Beller

    Herzog musste sich nach einem neuen Betätigungsfeld umsehen, zusammen mit der Ölkrise kam die Karriere etwas ins Stocken. 1972 war er mit Hans Heyer auf einem Schnitzer Werks-BMW 2800 CS in Le Mans am Start. Bereits nach 70 Runden mussten sie mit fehlendem Öldruck aufgeben.

    Es folgten 1973 einige Rennen mit einem GRD-2-Liter-Sportwagen, der aus der Feder des Winterthurer Rennwagenkonstrukteurs Jo Marquart stammte. Das beste Saisonresultat war ein dritter Platz bei den 500 km von Hockenheim. Dann legte Herzog eine 15jährige Pause auf der Rennstrecke ein.

    Vom Rennwagen zum Sportboot

    Süsses Nichtstun war aber nicht angesagt, er verlegte einfach das Tätigkeitsfeld vom Asphalt aufs Meer. Erst verkaufte er ab Mitte der siebziger Jahr Abbate-Sportboote – unter anderem gehörten zu seinen Kunden auch Nelson Piquet und Alain Prost und die halbe Formel 1. Dann waren Herzog die Sportboote zu klein und er stieg ins Offshore und Super Yacht Business ein.

    Das Bootsgeschäft liess ihn eigentlich nie mehr ganz los
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Er ging unter die Bootsbauer, kreierte mit einer spezialisierten Werft Aluminium-Yachten unter der Marke Alucraft, auf denen unter anderen auch Frank Sinatra und Lee Iacocca (Ford und Chrysler) zu Gast waren. Dann waren ihm konventionelle Antriebe zu langsam. Mit einem neuen Konzept mit Motorenleistungen von 2200 PS und auch mit einem Gasturbinen-Antrieb mit 5000 PS gab René Herzog dem Yachtmarkt neue Impulse. 

    Die Boote liessen ihn, eigentlich ebenso wie die Rennwagen, bis heute nie mehr richtig los.

    Ein Giant Eisbrecher, den Herzog als Wrack kaufte und erstaurierte
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    1994 kaufte er den russischen 75-Meter-Eisbrecher „Giant“ als Wrack, baute das Ganze wieder auf und nahm das Schiff zusammen mit 25 Mann Besatzung in sein Charterunternehmen. Seine zahlreichen Expeditionen führten ihn auch in die Antarktis.

    Wiedereinstieg in die Gruppe C

    Parallel zu seinen Schiffsgeschichten hatte Herzog auch seine Autorennsportkarriere wieder reanimiert. Ende der achtziger Jahre knüpfte er wieder ans Saurierdasein aus den frühen siebziger Jahren an. Das Aequivalent zum Ferrari 512 hiess diesmal Gruppe C (Porsche 962, Ford Probe und Nissan, je 850 - 1100PS), die europäischen Rennstrecken wurden gegen nordamerikanische eingetauscht.

    Porsche 962 (1987) - René Herzog steigt 1989 unter Beobachtung von Hans Joachimg Stuck am Nürburgring zur Testfahrt in dne Gruppe C Porsche
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    Und wieder begleiteten ihn namhafte Piloten. Hans-Joachim Stuck (richtig, der gleiche, mit dem er schon das Lenkrad eines BMW 2002 tii teilte!), die amerikanische Langstrecken-Legende Hurley Haywood, Raul Boesel, Harald Grohs und so weiter setzten sich mit ihm in seine Rennwagen. Gefahren wurden Rennen u.a. in Sears Point, in Daytona und Sebring.

    Ford Mustang Probe (1990) - René Herzog fuhr zusammen mit Harald Grohs beim 24 Stunden Daytona Rennen mit
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    Ein vierter Platz bei den 24-Stunden von Daytona 1990 war das beste Resultat, gefolgt von einigen weiteren Plätzen unter den ersten Zehn.

    Fortsetzung im historischen Rennsport

    Mitte 1991 war dann Schluss mit aktuellen Rennwagen – nun wollte es Herzog in der historischen Szene wissen. Und wenn Herzog einsteigt, dann gleich richtig! Mit einem originalen Ferrari GTO eines Freundes sah man ihn über die verschiedensten europäischen Rennstrecken donnern und erfreut stellte er fest, „dass viele meiner früheren Konkurrenten und Freunde auch im historischen Rennsport gelandet sind“.

    Ferrari 250 GTO (1962) - Teilnahme an der historischen Targa Florio
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    Und mit dem GTO, mit welchem er mehrere Rennen gewann (Nürburgring, Targa Florio, Dijon usw.) konnte er die unzähligen Cobras und Jaguars so richtig ärgern! Nach einer erfolgreichen Saison verkaufte sein Freund den GTO und Herzog legte sich einen Ferrari SWB zu.

    Ferrari 250 GT SWB (1963) - René Herzog an der Tour de France
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    „Im Vergleich zum GTO war der SWB schon eher ein Schlafsaal“, kommentiert er lakonisch den Wechsel. 1994 war dann wiederum Schluss, bevor er 2005, erneut im historischen Rennsport, dann das letzte Kapitel öffnete.

    “Historischer” Sieg in Spa

    Und aus den bisherigen Zeilen ist gut vorstellbar, dass René Herzog auch diesmal mit einem potentiellen Siegfahrzeug an den Start ging. Er liess 2004 einen sehr kompetitiven Shelby 350 GT neu aufbauen, das gleiche Modell übrigens wie schon 1967. Mit diesem Auto gewann René Herzog im Jahre 2007, zusammen mit Hans Hugenholtz und David Hart, das Gesamtklassement des „Spa Six Hours of Endurance“ mit 108 historischen Rennautos, darunter 10 GT40.

    Shelby Mustang GT 350 (1967) - im Jahr 2007 startete René Herzog mit Hans Hugenholtz und David Hart bei den 6 Stunden von Spa und siegte
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    Ein Super-Abschluss einer bemerkenswerten, allerdings wenig bekannten, Karriere. Herzog war relativ wenig bekannt, weil er in der Schweiz keine Rennen fuhr und zu Beginn seiner fulminanten Karriere nicht  mit einer schweizerischen, sondern mit einer spanischen und dann mit einer deutschen Rennlizenz unterwegs war. Es pressierte damals eben auch in sportbürokratischen Belangen.

    Vom Rennsport zum Concours

    In den letzten Jahren liess er es ganz langsam angehen. Die Rennfahrzeuge wurden gegen Oldtimer eingetauscht, die Rennstrecken gegen „Concours-d’Elegance-Prüfungen“. „Aber auch da schauten bedeutende erste Preise heraus, wie zum Beispiel Villa d'Este 2003: Best of Show“ mit einem Rolls Royce Continental P2 1932 und Kitzbühel 2011 ebenfalls Best of Show mit einem Rolls Royce P1 1927“,  stellt er befriedigt fest. 

    Mit dem Rolls-Royce Continental P2 von 1932 gewinnt René Herzog im Jahr 2003 in Villa d'Este den "Best of Show" Preis
    © Copyright / Fotograf: Archiv René Herzog

    Damit es ihm sicher nicht langweilig wird, steht in seinem Haus in der Ostschweiz ein strassen-zugelassener originaler Ford GT 40 Mk II, mit dem er vor Jahren die Tour de France gefahren ist.

    René Herzog mit seinem strassenzugelassenen Ford GT40 Mk II
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Er erinnert unseren Rennfahrer an vergangene wilde Zeiten. Rene Herzog hat in vielen faszinierenden Szenen mitgemischt – und wie!

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    Be******:
    16.08.2017 (14:38)
    Kompliment!
    Interessanter Beitrag über einen leider fast vergessen Schweizer-Rennfahrer und Lebemann!
    Re******:
    16.08.2017 (09:56)
    Hallo, da gab es noch einen schwarz/goldenen Miura einer bekannten Boxgröße der später bei seinem Freund Karl Hurler in München landete Grüße Heinz Steber
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