50 Jahre Ford Motorsport Köln - die Achtzigerjahre - vom Capri zum Sierra

Erstellt am 26. November 2018
, Leselänge 12min
Text:
Rainer Braun
Fotos:
Daniel Reinhard 
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Archiv Daniel Reinhard 
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Kräling 
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Archiv Ford 
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Förster 
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Archiv Ford Motorsport 
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McKlein 
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Ford Motor Company 
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Ferdi Kräling 
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Nachdem man sich eigentlich Mitte der Siebzigerjahre bei Ford schon fast vom Capri verabschiedet hatte, kam der Volks-Sportwagen gegen Ende des Jahrzehnts noch mal mit voller Kraft zurück.

Die Zusammenarbeit mit Zakspeed wird intensiviert, alle Aktivitäten von Ford Motorsport sind jetzt in die die PS-Schmiede in der Eifel ausgelagert. Köln bleibt allerdings Planungs- und Verwaltungs-Standort in Sachen Ford Motorsport. Die Saison wird schwierig, der technisch ausgereizte Escort gerät gegenüber den nunmehr mit Turbo-Motoren ausgerüsteten BMW 320 ins Hintertreffen.


Die technischen Väter des Turbo Capri - Zakspeed-Ingenieure Helmut Barth und Bruno Bunk 1978
Copyright / Fotograf: Archiv Ford Motorsport

Doch die neue Waffe ist bereits geschmiedet: Am 29. Juli 1978, dem Vortag des GP von Deutschland, erlebt der Capri, der zwei Jahre aus dem "großen" Motorsport verschwunden war, ein vielbeachtetes Comeback: Hans Heyer tritt in der 2 Liter-Division der DRM erstmals mit dem bei Zakspeed neuentwickelten Turbo Capri an. Der ultraflache Tourenwagen mit seinem Aluminium-Gitterrohr-Rahmen erregt reichlich Aufsehen – auch bei der Konkurrenz. Denn noch nie zuvor war bei einem Produktionswagen das Reglement derart konsequent angewendet worden. Der kleine Vierzylinder mit 1425 ccm Hubraum liefert fast 400 PS. Im letzten Rennen der Saison, beim vierten Start, gibt es bereits den ersten Sieg über die BMW-Meute.

Die neue Ära des Turbo-Capri hat begonnen. Der Zakspeed Turbo Capri wird ab 1979 in der 2 Liter-Division der Deutschen Rennsport-Meisterschaft zum Hecht im Karpfenteich. Hans Heyer und Harald Ertl lassen’s richtig krachen Es gibt jede Menge Siege, aber es reicht nicht zum Titelgewinn. Denn in der Großen Division über 2 Liter Hubraum ist mit dem Kremer-Porsche 935 des von Ford abgewanderten Klaus Ludwig ebenfalls ein Ausnahme-Auto auf Siege abonniert. Diese Kombination holt auch den Titel.

Ford als Porsche-Jäger (1980-1981)

Bei Ford freut man sich über die Rückkehr von Klaus Ludwig ins Werksteam. Für ihn gibt es eine ganz besondere Aufgabe: Nach dem Überraschungs-Coup mit dem „kleinen“ Turbo Capri in der 2 Liter-Division haben Ford und Zakspeed nun die Porsche-Liga in der Division über 2000 ccm im Visier. Ludwig soll mit dem neuen, rund 550 PS starken "Super Capri" in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft gegen die rund 200 PS stärkeren, aber auch schwereren Porsche 935 Turbo antreten.


DRM Zolder 1980 – Zakspeed Ford Capri Turbo umzingelt von Porsche 935 K3 (Jägermeister, Liqui Moly, Kremer, Joest)
Zwischengas Archiv

Schon beim ersten Rennen im belgischen Zolder donnert Ludwig auf Platz zwei. Die nächsten Meisterschaftsläufe sind dann allerdings von Streitigkeiten ums Reglement überschattet: Es geht um den angeblich zu großen Heckflügel an Ludwigs Capri, der schließlich einer kleineren Ausführung weichen muss. Am Grünen Tisch werden Ludwig und Ford nachträglich 23 wertvolle Punkte aberkannt, doch der Super Capri siegt auch ohne das umstrittene Heck-Leitwerk. Mit insgesamt fünf Saisonsiegen avanciert Ludwig zum erfolgreichsten Fahrer der Meisterschaft, verpasst aber aufgrund der aberkannten Punkte den Meistertitel.

Am 7. September 1980 erzielt Klaus Ludwig in Hockenheim den 75. Ford-Sieg seit Bestehen der Deutschen Rennsportmeisterschaft. Im Breitensport wird die populäre Formel Ford 1600-Nachwuchsklasse mit einem Meisterschaftsprädikat ausgestattet, der erste Titelträger ist Gero Zamagna aus Österreich. Im September 1980 übernimmt Lothar Pinske zunächst kommissarisch die Leitung der Ford-Motorsport-Abteilung, nachdem Michael Kranefuss als nunmehr weltweit verantwortlicher Motorsport-Chef in die Ford-Zentrale nach Detroit/USA berufen wird.


Ford Capri Turbo Zakspeed (1980) - die Turbo Capri mit Heyer und Ertl gewinnen fast nach Belieben
Copyright / Fotograf: Kräling

Zu Saisonbeginn 1981 wird Lothar Pinske offiziell zum Leiter der deutschen Ford-Motorsport-Abteilung ernannt. Hinzu kommt Verstärkung durch Chef-Techniker Eberhard Braun (vorher Porsche), der Thomas Ammerschläger ersetzt. Es wird wieder ein Capri-Jahr. Klaus Ludwig holt sich mit einem glatten Durchmarsch die im Vorjahr entgangene Meisterschaft am Steuer des ‚kleinen‘ Turbo Capri in der 2 Liter Division. Die beiden „Ford-Kläuse“ Ludwig und Niedzwiedz lassen anderen Mitbewerbern keine Siegchance, 11 Siege, eine Niederlage und ein Ausfall sprechen für sich. Teamgefährte Manfred Winkelhock, in der laufenden Saison erstmals Mitglied der Ford-Werksmannschaft, erkämpft sich gegen Porsche in der großen Hubraum-Division mit dem Super Capri sechs vielbeachtetete Siege und acht Trainingsbestzeiten.

In der Deutschen Rallyemeisterschaft startet mit Werksunterstützung erstmals ein Ford Taunus S in Wettbewerbsausführung: Als Antriebsaggregat dient ein Dreiliter-V6-Motor, mit dem Ford Südafrika die Taunus/Cortina-Modellreihe ausstattet. Nachwuchspilot Michael Werner treibt den fast 200 PS starken Viertürer zu mehreren Klassensiegen, aber auch spektakulären Ausritten.

Ein von Ford initiiertes „Race of Champions“ bringt beim traditionellen Flugplatzrennen Diepholz die internationale Fahrer-Elite ins Cockpit identischer Escort XR 3. Das Spektakel endet mit dem Sieg von Hans Stuck vor Formel 1-Pilot Alan Jones.

Ein Abenteuer namens C 100 (1982-1983)

Mit dem neuen Sportwagen C 100 tritt Ford Köln über Partner Zakspeed zweigleisig an. Klaus Ludwig startet in der DRM, deren Reglement nun auch die Zulassung von Sportwagen erlaubt. In der Langstrecken-WM für Sportwagen kämpft das superstarke Fahrer-Quartett Ludwig, Winkelhock, Surer und Niedzwiedz um Punkte. Der erhoffte Erfolg bleibt aber aus. Lediglich in der DRM gelingen Ludwig zwei Siege – zu wenig, um die Ford-Verantwortlichen zufrieden zu stellen. Als Konsequenz stoppt der neue Ford-Europa-Sportchef Stuart Turner alsbald die C 100-Einsätze auf internationaler Basis.


Ford C 100 (1982) - der Zakspeed Ford C 100 mit Ludwig-Winkelhock beim 1000 km Rennen auf dem Nürburgring
Copyright / Fotograf: Kräling

Das Projekt wird offiziell begraben, aber zumindest in Deutschland will man noch nicht aufgeben. Eine Turbo-Version soll in der folgenden Saison Besserung bringen.


Ford Fiesta XR 2 (1982) - der Ford Fiesta XR 2-Ladies Cup feiert 1982 seine Premiere
Copyright / Fotograf: Archiv Ford

Mehr Freude beschert der Ford Ladies Cup, der erstmals 1982 mit identischen Fiesta XR 2 ausgetragen wird. Aus über 1000 Bewerbungen werden 20 talentierte Damen zwischen 18 und 24 Jahren von Ford zur kostenlosen Teilnahme eingeladen. Der erste Cup-Saison endet nach acht turbulenten Rennen mit zwei Siegerinnen: Annette Meeuvissen und Delia Stegemann teilen sich mit gleicher Punktzahl den Titel. Im weiteren Verlauf nehmen mehr als 60 Ladies die Möglichkeit bis einschließlich 1986 wahr, auf diese Weise in den von Männern beherrschten Rennsport einzusteigen. Einige von ihnen schaffen später sogar den Sprung in den Profibereich und sind auch mit schnelleren Autos in anderen Meisterschaften erfolgreich.

Beim 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring setzt Ford-Tuner Eichberg zwei werksunterstützte Capri 3.0 ein. Ford leiht dazu die beiden Werkspiloten Ludwig und Niedzwiedz sowie als Draufgabe den Formel 1-Pilot Keke Rosberg und Rallye-Star Ari Vatanen an Eichberg aus. Im Siegerauto sitzen Dieter Gartmann und die Ford-Kläuse Ludwig und Niedzwiedz. Das Auto von Rosberg/Vatanen fällt leider aus.


Bad Vibrations - Ford C 100 (1983) DRM-Lauf am Norisring - Auch mit 1.8 Liter Turbo-Motor bleibt er Siege schuldig
Copyright / Fotograf: Kräling

In 12 Jahren ununterbrochener Werks-Teilnahme erreicht das Kölner Unternehmen sechs Titel und 99 Siege. Mit der Formel Ford startet die Kölner Zentrale eine neue Talentförderung, die auch in den folgenden Jahren fortgesetzt wird. Für den erfolgversprechendsten Newcomer wird ein Formel Ford 2000-Renner für die folgende Saison zum Nulltarif als Prämie ausgesetzt.


Als Ergänzung zur FF 1600 gibt es ab 1983 auch die stärkere Fomel Ford 2000
Copyright / Fotograf: Archiv Ford

Als erster Gewinner qualifiziert sich Manuel Reuter aus Mainz, ihm folgen Bernd Schneider aus St. Ingbert, Frank Biela aus Neuss und Michael Bartels aus Plettenberg. Alle vier offiziell geförderten Talente entwickeln sich in den Folgejahren zu Top-Piloten im Formel-Sport, bei den Touren- oder Sportwagen.

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Der Tourenwagen kommt zurück - DTM (1984-1985)

Deutschland hat eine neue Tourenwagen-Rennserie für Produktions- und Großserienwagen. Die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft (DTM) wird zunächst für ein Jahr parallel mit der dahinsiechende DRM ausgetragen und ersetzt die DRM ab der folgenden Saison ganz. Ford Motorsport in Köln bereitet sich technisch intensiv auf die neue Herausforderung vor. Werksseitig sind im neuen Championat zwar noch keine neuen Autos vertreten, aber über eine Tuner-Initiative prescht schon im ersten Jahr ein Ford Mustang durchs Feld und erzielt mehrere Siege. Zakspeed startet nochmals sporadisch mit Klaus Niedzwiedz und teilweise auch mit Klaus Ludwig mit dem C 100-Sportwagen bei ausgewählten Rennen. Dabei springt immerhin der Titel in der Interserie für Niedzwiedz heraus.

Unverändert laufen die Nachwuchs-Serien Formel Ford 1600 und 2000 und der Ford Fiesta Ladies Cup weiter.


Ford Sierra XR4 TI Turbo (1985) - der Sierra XR4 TI Turbo ist ab 1985 die neue Ford-Waffe in der DTM
Copyright / Fotograf: Kräling

1985 kehrt Ford werkseitig über die Tuner Grab, ABR-Ringshausen und HWRT-Wolf wieder in den Tourenwagensport zurück. Der Sierra XR4Ti 2,3 Liter Turbo mit Klaus Niedzwiedz am Steuer siegt gleich beim ersten Start überhaupt auf der Avus in Berlin. Auch Klaus Ludwig sitzt gelegentlich im Sierra. Insgesamt gibt es im ersten Ford-DTM-Jahr vier Siege. Ford avanciert mit dem Sierra auf Anhieb zur erfolgreichsten Marke in dieser Meisterschaft, obwohl nur sieben der neun Rennen beschickt werden.


Ford Escort RSi (1983) - im Rallyesport ist der Escort RSi und später der XR3 mit Ford-Werksteams unterwegs
Copyright / Fotograf: Privatarchiv

Auf dem Nachwuchs-Sektor kommt zu den etablierten Serien Formel Ford und Ford Ladies Cup noch der Ford Escort RS Turbo Rallye Cup hinzu. Damit ist Ford das einzige Automobilwerk, das sich sowohl in der Rundstrecken- als auch in der Rallye-Szene gezielt um den Nachwuchs kümmert.

Aus dem braven Tourenwagen wird ein Renngerät - vom Sierra XR 4TI zum RS 500 (1986-1988)

Der Sierra-Turbo startet jetzt auf breiter Front zum Generalangriff. Neue Werksfahrer werden verpflichtet, darunter Steve Soper und Pierre Dieudonne als Verstärkung für die EM-Läufe. In der DTM treten die Sierra XR 4 TI gleich im Rudel auf, bis zu sechs der Power-Autos aus Köln rollen zum Start. Die Tuner ABR-Ringshausen, HWRT-Wolf und Grab sind weiterhin offizielle Ford-Statthalter in der DTM, der Schweizer Tuner Eggenberger kommt für die EM-Einsätze hinzu.

Schon bald erweisen sich die zwei eingesetzten Autos als siegfähig, aber der erste Erfolg lässt bis zum letzten Lauf der Saison in Estoril auf sich warten. Dort gewinnen endlich Klaus Niedzwiedz/Steve Soper. In der DTM gibt es nur zwei Siege, einmal Klaus Niedzwiedz und einmal Manuel Reuter. Die Ford Sierra leiden besonders unter dem Reglement, das hohe Zusatzgewichte und schmale Reifen - je nach Erfolg - vorschreibt.

Im Breitensport- und Nachwuchs-Bereich erlebt der Ladies Cup 1986 sein letztes Jahr, die beiden Formel Ford Serien 1600 und 2000 sowie der Escort RS Turbo Rallye Cup werden unverändert fortgeführt. Analog dem Race of Champions von 1981 inszeniert Ford Köln einen solchen Wettbewerb erneut in Diepholz – diesmal für die schnellsten Damen aus aller Welt. Das Rennen mit identischen Fiesta XR 2 gewinnt die Rallye-Spitzenpilotin Louise Aitkin-Walker aus England.

1987 entschließt sich Ford Köln - wie es mittlerweile im Motorsport üblich ist – nun ganz dazu, die Werks-Einsätze an Spezial-Firmen zu delegieren, die als Experten für professionelle Vorbereitung und Einsätze gelten. Die Prioritäten sind klar verteilt: Das Eggenberger-Team aus der Schweiz wird mit zwei RS 500 auf die neugeschaffene Tourenwagen-Weltmeisterschaft angesetzt, die drei deutschen Tuner Grab, Ringshausen und Wolf auf den Gewinn der DTM.


Ford Sierra XR4i (1986) - von Eggenberger für die Tourenwagen-Europameisterschaft - Steve Soper, Klaus Niedzwiedz
Archiv Automobil Revue

Die drei deutschen Teams haben neben je einem Profi auch je einen Nachwuchsmann an Bord, denn Ford setzt 1987 ganz offiziell das „Team Ford Youngsters“ mit den drei Talenten Reuter, Biela und Schneider ein. Die Partnerschaft mit Zakspeed ist nach 15 Jahren beendet, weil sich der Rennstall aus Niederzissen neu orientiert und zu einem BMW-Team in der DTM wird.

Ab Saisonmitte ersetzt die stärkere Version „Sierra Cosworth RS 500 Turbo“ den XR 4 TI in der WM, ab dem vorletzten Lauf auch in der DTM auch für Titelanwärter Manuel Reuter. Da wie dort läuft es prächtig. Zwar geht der WM-Fahrertitel für die Paarung Ludwig/Niedzwiedz nur um einen einzigen Punkt an BMW-Pilot Ravaglia verloren, aber Ford kann sich die parallel ausgeschriebene WM für Marken sichern.


Das Jahr der Ford-Junioren mit Schneider, Biela und Reuter bringt 1987 Schwung in die DTM
Copyright / Fotograf: Kräling

In der DTM geht Reuter sogar auf Titelkurs, verliert das Championat aber im Schlusslauf in Salzburg um drei Punkte wegen eines geplatzten Reifens. Grund für das Desaster ist das viel zu hohe Zusatzgewicht, das sich zeitweise zu einem Gesamtgewicht von 1,5 Tonnen aufaddiert. Profiteur ist ausgerechnet das Zakspeed-BMW-Team mit Eric van de Poele im M3.

Eines wird aber jedem klar: Der Ford Sierra RS 500 Cosworth-Turbo ist der Tourenwagen der Zukunft. Immerhin werden in dieser Saison insgesamt 13 Siege in der WM, EM und DTM erzielt. Außerhalb der WM und der DTM gewinnt Ford noch das harte 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Leider setzt der Weltverband FIA die Tourenwagen-WM nach nur einem Jahr wieder ab. Ärgerlich für Ford, denn man war für die Revanche 1988 bestens gerüstet. Für Rennleiter Lothar ist der Wegfall der WM „eine Riesen-Enttäuschung“.

Haupt-Einsatzgebiete bleiben somit die Tourenwagen-EM und die DTM. Das nationale Championat erhält durch die Teilnahme von Mercedes-Benz einen enormen Aufschwung. Bei jedem Rennen gibt es über 40 Nennungen. Rund 15 BMW, 15 Mercedes (darunter jeweils mindestens sechs Werks-Autos), sechs Sierra RS 500 und ein Opel stellen sich der Herausforderung.

Ford setzt in beiden Titelkämpfen auf den Sierra RS 500 Cosworth. In einem hochdramatischen Finale sichert Klaus Ludwig seinem Arbeitgeber Ford den DTM-Titel, Armin Hahne im Wolf-Sierra wird Dritter. In der EM gehen Marken- und Team-Titel wieder nach Köln.


Ford Sierra RS 500 Cosworth (1989) - in der EM bleibt der RS 500 auch im letzten Jahr des Turbo das Mass aller Dinge
Copyright / Fotograf: Archiv Ford

Durch immer neue Zusatzgewichte sind die Sierra RS 500 in der Saison 1988 eindeutig zu schwer, die Reifenausrüster Michelin und Dunlop lehnen je nach Rennstrecke schon mal jede Verantwortung für die Haltbarkeit ihrer Rennreifen im hohen Geschwindigkeitsbereich ab. „Das Auto ist für derartige Belastungen nicht gebaut“, sagen die Kölner Ingenieure und prophezeien unliebsame Zwischenfälle.

Tatsächlich kollabieren unter der 1,5 Tonnen-Last vermehrt Radträger und Reifen. Trauriger Höhepunkt ist der Horrorunfall von Klaus Niedzwiedz beim DTM-Lauf auf der Nordschleife des Nürburgrings im Vorprogramm des 24 h-Rennens 1988: Ausgelöst durch einen geplatzten Reifen, kracht der RS 500 mit knapp 300 km/h im ultraschnellen Abschnitt „Tiergarten“ in die Leitplanken, steigt auf und überschlägt sich mehrfach hochkant und seitlich. Niedzwiedz hat Glück im Unglück, er übersteht den Mega-Crash mit einem gebrochenen Arm und schweren Prellungen. Nach zwei Monaten ist er wieder an Bord.

Am Saisonende 1988 verlässt Klaus Ludwig Ford erneut, um fortan für DTM-Konkurrent Mercedes gegen seine ehemaligen Werksfahrer-Kollegen aus Köln anzutreten.

Dies ist der zweite Teil der bis heute 50-jährigen Geschichte des Ford-Motorsports, der erste Teil (1968 bis 1979) und den dritten Teil (1990 bis zum Schluss) gibt es natürlich auch auf Zwischengas zu lesen.

Alle Beiträge zu 50 Jahre Ford Motorsport Köln sind in einem eigenen Themenkanal zusammengefasst.

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von al******
02.12.2018 (13:31)
Antworten
FORD Motorsport wurde nach England verkauft.
Die "Engländer" sind leider wenig auskunftsfreudig.
Und in Köln erfährt man auch nichts mehr über irgendwelche Aktivitäten mit
Fordfahrzeugen, schade eigentlich . . .
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